Warum machen mir die KVB-Fahrer die Tür nicht mehr auf?

Die Tür öffnet nicht mehr

Unterwegs mit Stadtbahnfahrerin Michaela

Fast jeder kennt das – man läuft zur Haltestelle, sieht eine Bahn ankommen und nimmt die Füße in die Hand, um noch mitzukommen. Dann steht man vor der Tür und was ist? Sie geht nicht mehr auf.

Man drückt noch 5x auf den Knopf und nichts passiert. Super. Die Laune ist im Keller.

Alternativ freut man sich als Fahrgast auch, wenn man die Bahn oder den Bus schon an der Haltestelle stehen sieht, losrennt, dabei dem Fahrer winkt und der dann demonstrativ einfach losfährt. Hat der mich nicht gesehen???

Da ich mir nicht vorstellen kann, dass unsere Fahrer so etwas mit Absicht machen, verabrede ich mich für eine Tour mit Michaela.

Anke wartet auf die Linie 12

Die Autorin wartet am Rudolfplatz auf Michaela

Michaela arbeitet seit dreieinhalb Jahren bei der KVB als Stadtbahnfahrerin und kennt diese Art von Beschwerden zur Genüge. Nun wird sie mich über die Hintergründe aufklären.
 
 
Los geht’s

Es ist viertel nach acht morgens und das Wetter ist eher bescheiden, als ich an der Haltestelle Rudolfplatz zu ihr in die Linie 12 steige. Michaela sitzt bereits seit vier Stunden auf dem Fahrersitz. Ich packe meine Kameras aus und fange an zu filmen und zu fotografieren. Die morgendliche Rushhour ist bereits vorbei; nur an einigen Haltestellen ist es noch etwas voller.

Stadtbahnfahrerin Michaela

Stadtbahnfahrerin Michaela bei der Arbeit

Ich wundere mich, wie schnell wir an der Endhaltestelle in Zollstock sind. Dort hätte Michaela zwölf Minuten Wendezeit; da sie aber drei Minuten Verspätung hat, bleiben ihr nur noch neun Minuten.

Michaela überprüft den Automaten

Michaela überprüft den Automaten

Es muss alles sehr schnell gehen: Thermoskanne, Jacke und Unterlagen schnappen, einmal durch den kompletten Zug gehen und schauen, ob alles in Ordnung ist und dabei auch überprüfen, ob beide Automaten funktionieren. Wenn dem nicht so wäre, würde Michaela dies an die Leitstelle melden. Außerdem muss sie draußen im Wartehäuschen noch kurz abzeichnen, dass der Reinigungsdienst da ist.

Reinigungsutensilien für die Bahn

Reinigungsutensilien für die Bahn an der Endhaltestelle Zollstock Südfriedhof

Bei jeder Linie geht an einer der beiden Endhaltestellen ein Kollege vom Reinigungspersonal durch die ganze Bahn, sammelt den Müll auf und entfernt die entstandenen Verschmutzungen. Jede Bahn wird also ca. alle zwei Stunden (je nach Streckenlänge) einmal von innen gereinigt. Allerdings funktioniert das bei sehr großen Verspätungen leider nicht immer.

Michaela setzt sich dann am anderen Zugende wieder auf den Fahrersitz, stellt ihre Fahrt am IBIS-Gerät (das ist der Bordcomputer der Bahn) ein, so dass die Bahn die richtigen Fahrtziele anzeigt und unterwegs auf der Strecke alle Signale wissen, dass nun die 12 nach Niehl kommt. Dieses Mal ist es die kurze Strecke, die bereits in Niehl endet, weil nach der Rush Hour kaum noch Fahrgäste bis nach Merkenich fahren.
 
 
Fragen über Fragen

Jetzt bleiben uns noch fünf Minuten, bis es wieder los geht. Ich lege los mit meinen Fragen. Meine erste zielt natürlich darauf ab, wie die Fahrer es eigentlich merken, ob noch ein Fahrgast einsteigen will, obwohl alle Türen geschlossen sind. Man hat ja nicht ständig den ganzen Bahnsteig im Blick.

Das Armaturenbrett einer Stadtbahn

Teil des Armaturenbretts einer Stadtbahn

Kommt also bspw. ein Fahrgast hinter der Bahn hervor noch angelaufen und drückt an der letzten Tür auf den Knopf, leuchtet in der Fahrerkabine die Lampe „Haltewunsch“ im Armaturenbrett auf. Der Fahrer kann in diesem Fall entscheiden, ob er die Tür noch einmal öffnet oder nicht. Michaela erklärt mir, dass sie dies immer mit Blick auf die Uhr tut. Hat sie bspw. schon eine Verspätung eingefahren, lässt sie die Tür in der Regel zu, weil ein Öffnungs- und Schließungsvorgang mindestens 20 Sekunden dauert. Hat sie als nächstes eine Tunnelstrecke vor sich, auf der sie ggf. etwas Zeit aufholen kann und ihre Verspätung liegt noch bei unter einer Minute, macht sie auch gerne noch einmal die Tür auf. Generell können die Fahrerinnen und Fahrer ganz gut einschätzen, ob sie genügend Puffer haben, um die Tür nochmal für einen heraneilenden Fahrgast zu öffnen, denn sie wissen, welche Ampeln schnell auf Grün schalten, an welchen Haltestellen in der Regel viel los ist und wo weniger, usw. usw.. Generell ist es bei allen Bahnen technisch so geregelt, dass der Fahrer erst losfahren kann, wenn alle Türen geschlossen sind. Dann leuchtet eine grüne Lampe auf, es ertönt ein „Ping“ und dann kann’s losgehen.

Meine nächste Frage ist eher persönlicher Natur: wann kann Michaela eigentlich mal auf Toilette gehen? Sie zeigt mir das Toilettenhäuschen, dass ca. 200 m entfernt ist. Jetzt bei unserer Runde hätte sie also vier Minuten Zeit gehabt, zur Toilette zu sprinten, um dann pünktlich wieder losfahren zu können. Ganz schön knapp.
Michaela erklärt mir dann noch die verschiedenen Signale und Schilder, so dass ich weiß, worauf ich jetzt bei unserer Fahrt nach Niehl achten muss. Und schon geht’s wieder los.

 
Von Zollstock nach Niehl

Die Fahrt beginnt relativ ruhig – an jeder Haltestelle steigen vielleicht max. 15-20 Fahrgäste ein und aus.

Display Verspätung

Es geht echt schnell, dass man sich eine kleine Verspätung einfährt.

Trotzdem haben wir an der Pohligstraße schon 1:10 Minute Plus auf dem IBIS-Gerät, weil wir im Höninger Weg kurz warten mussten, bis die Linksabbieger die Bahnschienen freigaben. Generell ist der Höninger Weg wirklich eine schwierige Strecke. Worauf Michaela alles achtet: der Fahrradfahrer, der zu weit links fahren könnte, das ausparkende Auto, der Fußgänger, der plötzlich hinter einem Lieferwagen auftaucht … so schnell kann ich gar nicht schauen, wie sie bremst und klingelt. Man muss wirklich hochkonzentriert sein beim Fahren.

Rote Ampel kurz vor dem Eifelplatz

Rote Ampel kurz vor dem Eifelplatz

Die inzwischen gut anderthalb Minuten Verspätung machen sich nun bemerkbar: hinter der Eisenbahnunterführung kurz vor der Haltestelle Eifelplatz steht das Signal auf Halt.
Michaela befürchtet, dass beim Abbiegen auf den Ring vor der (H) Eifelstraße nun die 15 noch vor uns rutscht. Das würde bedeuten: Michaela hätte keine Chance, auf der Tunnelstrecke hinter dem Zülpicher Platz ein wenig von der Verspätung aufzuholen. Aber wir haben Glück, von der 15 ist noch nichts zu sehen.

Aber leider kommen wir jetzt an der Eifelstraße nicht los. Ein junger Mann steht hinten in der letzten Tür und wartet anscheinend auf seine Freundin, die noch fix beim Bäcker gegenüber was geholt hat. Schön für die Freundin, blöd für alle Fahrgäste in der Bahn und an den folgenden Haltestellen. Durch das Türaufhalten hat Michaela nämlich ihr Fahrtsignal verpasst und muss jetzt knapp 1:30 Minuten warten, bis die Ampel für sie wieder auf Fahrt springt. Und dafür muss sie sogar extra aussteigen:

Schlüsselschalter

Schlüsselschalter an der Lichtsignalanlage (LSA)

Ein zweites Mal kommt das Fahrtsignal nämlich nicht automatisch. Nein, der Fahrer muss aussteigen und an der Ampelanlage (im KVB-Deutsch auch Lichtsignalanlage bzw. kurz LSA genannt) schlüsseln (also den Schlüssel in der Bahn abziehen und am so genannten Schlüsselschalter der LSA einmal nach rechts drehen). Dann wieder mit dem Schlüssel die Bahn starten. Wenn Michaela jetzt eine Bahn vom Typ 5000er fahren würde, würde das noch länger dauern – die Bahn würde dann nämlich erstmal einen 20sekündigen Selbsttest machen, bis es wieder losgehen kann. So langsam merke ich, wie schnell sich die Sekunden hier zu Minuten addieren können.

Nun kommt eine der Lieblingskreuzungen aller KVB-Bahnfahrerinnen und -fahrer: der Barbarossaplatz. Dort wurde Ende Februar eine neue LSA installiert. Da sich am Barbarossaplatz sehr viele Straßen kreuzen, kann die Wartephase für die Bahn auch mal länger als zwei Minuten dauern. Zum Glück stehen aber nur wenige Fahrgäste am Barbarossaplatz, so dass Michaela schnell das Fahrtsignal anfordern kann. Das bedeutet: auf ihrer Ampel sieht Michaela nun ein „T“, was für sie heißt, dass sie nun schnell die Türen schließen muss, weil gleich ihr Fahrtsignal kommt.

Haltesignal Haltesignal Das Türschließsignal - im Fachjargon auch Zp 10 genannt Türschließsignal Fahrtsignal Fahrtsignal

Ich sehe aus dem Augenwinkel, dass von gegenüber gerade noch ein junger Typ angesprintet kommt, aber der hat jetzt Pech. Wir haben schon mehr als drei Minuten Verspätung auf dem Buckel, da bleibt die Tür zu. Den Stinkefinger kann er getrost wieder einpacken.

 

Unterwegs im Tunnel

Auf der Tunnelstrecke kann unsere 12 dann Gas geben. Bis zu 70 km/h sind erlaubt.
Wäre aber bspw. die 15 an der Eifelstraße vor uns gerutscht, müssten wir langsam durch den Tunnel fahren bzw. öfter mal halten – denn dann würde man von einem Rot- bzw. Gelbsignal zum nächsten zuckeln. Innerhalb von Tunneln ist ein Zugsicherungssystem gesetzlich vorgeschrieben. Das bedeutet, dass die Signale automatisch geschaltet werden und der Fahrer sich nach diesen zu richten hat. Die Strecke ist dabei in Abschnitte eingeteilt. Fährt eine Bahn in einen Abschnitt ein, wird das Signal vor diesem Abschnitt auf Rot geschaltet und das Signal davor auf Gelb. Sobald ein Fahrer im Tunnel ein Rotsignal überfährt, erfolgt automatisch eine Zwangsbremsung.

Zugsicherungssystem

Schaubild Zugsicherungssystem

Aber wir haben den ganzen Tunnel freie Fahrt und als wir an der Mollwitzstraße wieder aus dem Tunnel auftauchen, zeigt das IBIS nur noch 1 Minute Verspätung. Jetzt ist die Zugsicherungsstrecke vorbei und Michaela fährt wieder auf Sicht.

Dieses Schild kennzeichnet das Ende der Zugsicherungsstrecke.

Dieses Schild kennzeichnet das Ende der Zugsicherungsstrecke.

An der Haltestelle steigen nur vier Fahrgäste ein; die Bahn ist sowieso schon relativ leer. Michaela öffnet der Frau in der Sportjacke, die von rechts angesprintet kommt, noch einmal die vordere Tür. Diese freut sich sichtlich und ruft ein lautes „Danke“ beim Einsteigen in unsere Richtung. Michaela meint zu mir: „Siehste – jetzt geht das problemlos. Es sind nur noch drei Haltestellen bis zum Ziel und wir haben auch nur noch wenige Fahrgäste an Bord. Da mach ich gerne die Tür nochmal auf“.

Kurz vor unserer Zielhaltestelle Niehl taucht plötzlich am rechten Rand ein gelbes Blinklicht auf. Das bedeutet, dass Michaela jetzt auf Schrittgeschwindigkeit abbremsen muss, weil wir gleich ein paar Bauarbeiter passieren werden. Es ist anscheinend eine kleine spontane Baustelle, denn die Arbeiter schrauben an einem Geländer herum. Solche unverhofften „Baustellen“ oder auch Grünschnittarbeiten gibt es eigentlich jeden Tag. Aber das kostet wieder ein paar Sekunden. In Niehl kommen wir nun mit zweieinhalb Minuten Verspätung an. Das bedeutet: knapp neun Minuten „Pause“ für Michaela (die Wendezeit beträgt laut Fahrplan 11 Minuten). Dieses Mal müssen wir zum Glück nicht in den anderen Zugteil sprinten, weil es hier eine Wendeschleife gibt. Nun muss es ganz schnell gehen, denn ich möchte gerne noch einen  O-Ton von Michaela aufnehmen.

 

 
Und dann geht es auch gleich wieder los, zurück nach Zollstock. Am Rudolfplatz steige ich aus, um in die Linie 1 zu wechseln, die mich ins Büro bringt. Die anderthalb Stunden sind wirklich wie im Flug vergangen. Und nun verstehe ich auch, warum viele KVB-Fahrer nach der Maxime handeln: „Wer pünktlich an der Haltestelle ist, der hat Vorrang. Wer angerannt kommt, muss früher losgehen!“ Es gibt leider immer einen letzten Fahrgast, also jemanden, der noch mit möchte. Vor diesem Dilemma steht jeder Fahrer und der Spagat besteht darin, zu entscheiden, ob man für diesen einen noch einmal die Tür öffnet oder eben nicht. Denn in der Bahn sitzen ja schon genügend Fahrgäste, die gerne pünktlich ans Ziel kommen möchten. Der Fahrplan hat also oberste Priorität. Und da der ÖPNV nun einmal ein Massenbeförderungsmittel ist, kann man nicht auf jeden Einzelnen Rücksicht nehmen. Wenn die Fahrer aber Puffer haben, öffnen sie gerne die Türen noch einmal. Und freuen sich über ein „Danke“ :)
 

 
 

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55 Kommentare

  • Katharina

    Genau das habe ich Sonntag erlebt, mit Tretroller unterwegs. 15:29
    Haltestelle Gottesweg versucht Bahn zu erwischen, zu weit weg, auch bis Herthastr. nicht schnell genug. Weiter bis Eifelplatz wegen schönerer Aussicht beim Warten. Da reichte die Zeit noch, um evtl. noch die 15 zu bekommen. Die fuhr aber an, als ich noch auf Grün wartete. Also weiter bis Barbarossaplatz, mit der Hoffnung auf die benannten Wartezeit, die aber nur kurz war… Halbherzig versucht es trotzdem zu schaffen, Türen immer noch auf!, beeilt, Türen gingen zu, Knopf sicherheitshalber noch gedrückt, falls noch nicht “verriegelt“, nix. Mußte ich lachen, die Ampeln diesmal wirklich alle gegen mich, so oft knapp erreicht war eine Leistung gewesen! Überlegte, ob Zülpicher Platz noch eine letzte Chance sein könnte, während ich nochmal auf Knopf tippte, da ging Tür auf. Überraschend, da ich mir der Problematik schon lange bewußt bin. Hand auf Herz + Verbeugung, sollte es im Spiegel sichtbar sein. DANKE! wäre ja nicht zu hören gewesen. :-) :-) :-)

  • Stefan

    Hallo,

    wirklich toll geschrieben – und sehr informativ…
    Mich ärgern auch immer die Fahrgäste, die die Tür für Freunde etc. offen halten..

    • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

      Danke, Stefan! Das freut mich!
      VG, Anke

      • chris

        Danke auch Stefan das am Chlodwigplatz gestern obwohl geregnet hat und ein Fahrgast im Rollstuhl versuchte die bahn zu erreichen und der bahnfahrer demostrativ nicht die tur aufmachte und los fuhr… oberste Priorität mus nicht der fahrplan sein..das sowieso nicht halten kann sondern die Menschen. .hast du gehört!!!?? die Menschen..Danke Stefan!!

        • Frank

          Und die Menschen die in der Bahn sitzen und nicht weiter kommen müssen warten? Ich bin manchmal auch der „letzte“ der die Bahn nicht mehr erwischt, aber ich gebe dann mir die Schuld, weil ich dann zu spät bin und nicht dem/der Fahrerin. Und auch ein Rollstuhlfahrer kann früher erscheinen…

        • Dennis

          Zu spät ist zu spät.

          50 Leute in der Bahn * 5 Minuten Verspätung = 250 Minuten Lebenszeit verschwendet.

          Auch Rollstuhlfahrer haben Uhren.

        • Oskar

          Kauf dir eine Uhr, komm runter, und sei rechtzeitig an der Haltestelle.
          Hör auf zu meckern du bist nicht allein in der Welt. Die Fahrer/ innen machen nur ihr Job und sie wissen was sie machen. Die handeln nach Vorschriften und Regeln, was für dich ein Fremdwort ist, die Fahrgäste haben erst mal Pflichten und dann Rechte. Denk darüber nach.
          Hast du nicht geschafft, Pesch gehabt, aber es kommt immer noch eine Bahn.
          HAST DU GEHÖRT?!!!!!!!!!
          Pro Tag kommen dutzende Schlaftabletten angelaufen und wollen eigene Probleme auf Kosten von anderen lösen, vergiss es,.
          Die Menschen sind wichtig – Die die pünktlich zum Abfahrt gekommen sind, läufst du nach – läufst du zum nächsten Zug.
          Das Leben ist kein Zuckerschlecken.
          Plan dein Leben in voraus ohne zu Diskutieren – für Chaoten ist es unvorstellbar.
          Hast du gehört?? Ha-ha-ha.

  • Dani

    Sehr informativ und schön geschrieben! Was mich aber noch interessiert ist, warum es, vor allem an der Bushaltestelle „Franziska-Annecke-Str.“ Richtung Lentpark/Ebertplatz, zu verfrühtem Losfahren kommt. Mir ist es Samstags schon vorgekommen, dass ich 2 min früher an der Haltestelle war und dies nicht ausreichte. Über ein Feedback würde ich mich sehr freuen.

    Gruß Dani

    • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

      Hallo Dani,
      schön, dass der Blogbeitrag gefällt! :)
      Verspätungen können immer vorkommen, Verfrühungen aber sind ganz und gar nicht im Sinne der KVB!
      Leider passiert es manchmal, wenn nicht so viel los ist (das kommt vor allem samstags oder sonntags früh im Busbereich vor), dass die Busse öfters mal an Haltestellen durchfahren, weil niemand ein- und aussteigen will. Dadurch kann es dann schnell mal passieren, dass ein Bus auch zu früh ist. In der Regel sieht der Fahrer das aber auf seinem Bordcomputer und sollte dann natürlich zwischendurch mal etwas länger an einer Haltestelle warten, bis er wieder pünktlich ist.
      Wenn so etwas wirklich häufiger vorkommt, sind wir immer dankbar über eine Meldung. Zum einen können ggf. die Fahrplandaten noch einmal überprüft werden und zum anderen kann der Fahrer diesbezüglich noch einmal sensibilisiert werden. Daher sind wir immer froh, wenn uns die Kunden dies an unser Verbesserungsmanagement unter http://www.kvb-koeln.de/vbm melden.
      Ansonsten bleibt mir nur der Tipp, v.a. am Wochenende lieber 3 Minuten früher zur Bushaltestelle zu gehen.
      Viele Grüße,
      Anke

      • Björn

        Ernsthaft? Das ist der Tipp? 3 Minuten früher kommen? Wie unverschämt ist das denn?

        Ich habe mittlerweile aufgehört zu zählen, wie oft mir die Linie 13 Samstag/Sonntag morgens vor der Nase weggefahren ist, obwohl ich 2-3 Minuten VOR fahrplanmäßiger Abfahrt da war.

        Also hängt ihr gar keine Fahrpläne aus, sondern nur so eine Art Vorschlag wann die Bahn ungefähr fahren könnte?

        Anstatt das Geld für so eine alberne, selbstbeweihräuchernde PR-Story rauszuhauen, repariert mal lieber eure Bahnen. Dann müssen eure Fahrgäste nicht an 3 aufeinanderfolgenden Tagen zufälliger Weise im gleichen Wagen sitzen, in dem die letzte Tür kaputt ist und an jeder Haltestelle 30 Sekunden lang ohrenbetäubend piepst – und sich natürlich nicht öffnet.

        Ach ja, ich steige seit mehreren Jahren an einer Endhaltestelle (Sülzgürtel/Linie 13) ein und aus – eine wie im Text beschriebene Putzkolonne, welche die Bahn säubert habe ich noch nie gesehen.

        Genausowenig, wie eure Fahrer/innen beim „Cockpitwechsel“ die Bahn/Ticketautomaten etc kontrollieren: sie steigen an der ersten Tür aus, gehen die ganze Bahn außen entlang und steigen wieder in der ersten Tür ein um schnellstmöglich in ihrem Kabuff zu verschwinden. Diese „Kontrollen“ sind wohl eher eine romantische Vorstellung.

        • Alice

          Die Endstellenreinigung auf der Linie 13 ist in Holweide, nicht am Sülzgürtel. Darum sehen Sie dort auch nie einen Reinigungsdienst.

          Hinzu kommt, dass die Endstellenreinigung nur bis gegen 16 Uhr arbeitet – in der Nachmittags-Rush Hour und bei den Nachtschwärmern bleiben die Züge häufig schmutzig.

          • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

            Hallo Alice,
            ich habe diesbezüglich mal bei den Kollegen nachgefragt. Es ist richtig, dass die festen Haltestellen-Einreinigungsteams nur von 8 bis 16.30 Uhr arbeiten. Zusätzlich gibt es aber einen mobilen Reinigungsdienst, der zwischen 6 und 18 Uhr im Einsatz ist. Dieser wird von der Leitstelle angefordert, sobald ein Fahrer eine grobe Verunreinigung meldet und die Endhaltestellenreinigung entweder keinen Dienst hat oder die Verunreinigung direkt hinter der Reinigungs-Haltestelle erfolgt ist und die Bahn dann 2 h damit rumfahren müsste.
            Die Verunreinigungen in den Bahnen, die nach 18 Uhr entstehen, werden durch das Reinigungspersonal vorgenommen, wenn die Bahnen so ab 19.30/20 Uhr sukzessive in die Betriebshöfe einfahren. An den Wochenenden, wenn die Bahnen auch nachts durchfahren, stehen auch nochmal mobile Reinigungskräfte zur Verfügung, die auf Anforderung der Leitstelle Verunreinigungen entfernen.
            VG, Anke

        • Bärbel

          hallo,
          schade, dass zu dem Beitrag von Björn (13. April 23:33 Uhr) bisher kein Kommentar der KVB geschrieben wurde. Ich würde zu den angesprochenen Themen gerne Antworten lesen.

          Zum Thema verfrühte Abfahrt: ich nutze zur Fahrt in die Innenstadt die Haltestelle „Merkenich-Mitte“ (1. Haltestelle nach dem Endpunkt „Merkenich“) der Linie 12 — jahrelang ist die Bahn an meiner Haltestelle 2-3 Minuten zu früh gestartet. Erst nach einigen Gesprächen mit einem neuen Nachbarn (der KVB-Busfahrer war) und durch seine mehrfachen Gespräche mit der Einsatzleitung wurde diese Unsitte abgestellt. Danke nochmal !!

          • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

            Hallo Bärbel,
            die Antwort an Björn habe ich gerade geschrieben.
            Wegen der verfrühten Abfahrten sind wir wirklich auf die Hilfe der Kunden angewiesen, damit wir davon auch erfahren. Unser Verbesserungsmanagement (www.kvb-koeln.de/vbm) kümmert sich um alle Beschwerden, die eingehen und klärt solche Vorfälle mit den zuständigen Fachbereichen. Schön, dass bei Ihnen jetzt alles gut klappt!
            VG, Anke

        • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

          Hallo Björn,
          Danke für den ausführlichen Kommentar.
          Ich würde dazu natürlich auch gern einiges sagen:
          Mein Kommentar bzgl. der 3 Minuten bezog sich ausschließlich auf den Busbereich, da Verfrühungen v.a. dort bei wenig Verkehr und wenigen Fahrgästen manchmal doch vorkommen können. Im Bahnbereich gibt es – soweit mir das bekannt ist – nur äußerst selten Verfrühungen von 3 Minuten oder mehr. Letztendlich sind wir aber auf die Mithilfe der Kunden angewiesen. Wenn Verfrühungen nicht gemeldet werden, kann auch der Vorgesetzte nicht mit dem Fahrer darüber sprechen.
          Meine Kollegin hat aber die 13 ab Sülzgürtel mal im ITCS überprüft:
          So. 14.02. : alles pünktlich
          Sa. 20.02. : alles pünktlich
          So.21.02. : alles pünktlich
          Sa. 27.02.: soll 08:22 ist 08:21, soll 08:52 ist 08:51 sonst alles pünktlich
          So. 28.02.: soll 08:32 ist 08:31 sonst alles pünktlich
          Sa. 05.03. :soll 08:22 ist 08:21 sonst alles pünktlich
          So. 06.03.: soll 08:31 ist 08:30 sonst alles pünktlich
          Sa. 12.03.: soll 08:22 ist 08:21 sonst alles pünktlich
          So. 13.03.: alles pünktlich
          Sa. 19.03.: soll 08:22 ist 08:21 sonst alles pünktlich
          So. 20.03.: soll 08:31 ist 08:32 sonst alles pünktlich
          Sa. 26.03.: alles pünktlich
          So. 27.03.: alles pünktlich
          Sa. 02.04.: alles pünktlich
          So. 03.04.: alles pünktlich
          Sa. 09.04.: soll 08:22 ist 08:21, soll 08:37 ist 08:36 sonst alles pünktlich
          So.10.04.: alles pünktlich
          Die 13 ist also leider an einigen Tagen wirklich 1 Minute zu früh gefahren :(

          Bezüglich der Beobachtung, dass die Fahrer an der Endhaltestelle nicht durch den Wagen gehen und alles checken, kann ich nur nochmal sagen, dass wir da auf die Meldung der Fahrgäste angewiesen sind. Sobald wir solch eine Meldung erhalten, schicken wir einen Beobachter raus, der den Fahrer unauffällig unter die Lupe nimmt und dies überprüft, bevor Maßnahmen ergriffen werden.

          Die 13 wird übrigens an der Vischerringstr. gereinigt (bis mittags) ab nachmittags an der Herlerstr. Deshalb hast Du am Sülzgürtel auch noch keine Putzkolonne gesehen :)

          So, letzter Punkt: Wagenschäden.
          Die Fahrer tragen alle Schäden, die während einer Fahrt auftreten, in ihren Bericht ein. Die Werkstatt checkt diese Berichte täglich und repariert die Schäden in der Regel auch noch an dem Tag. Wenn allerdings ein Ersatzteil fehlt, wird der Wagen – wenn es sich „“nur““ um einen Türschaden handelt – am nächsten Tag mit dem Fehler wieder rausgeschickt. Der Fahrer erhält aber eine Meldung darüber. Das wissen die Fahrgäste aber nicht.

          So, jetzt ist der Text doch sehr lang geworden, aber ich hoffe, ich konnte noch einiges aufklären :)
          VG, Anke

          • Benny

            Wer allerdings damit kalkuliert, PUNKTGENAU, an der Haltestelle zu stehen, ist letztlich selbst schuld. Wenn ich am Rathaus in Rodenkirchen morgens in den Bus steige, sagt mir mein gesunder Menschenverstand doch, dass wenn der Bus 6:18 Uhr kommen soll, ich nicht erst um 6:18 Uhr an der Haltestelle stehe. Der Bus ist dort regelmäßig 1-2 Minuten zu früh dran und da am Maternusplatz selten um die Uhrzeit jemand zusteigt, reicht es dann sogar noch für die 17 um 6:21 am Bahnhof, obwohl man eher mit 16 vier Minuten später plant.

            Sagen wir mal so: Wenn ich einen Termin um 9 Uhr habe, dann kalkuliere ich mit meiner Zeit doch auch nicht so, dass ich exakt 9 Uhr zum Termin da bin, sondern schaue schon, dass mir ein gewisser Puffer bleibt. Und wenn die Bahn um 6:25 fährt, dann bin ich halt mind. 3 Minuten früher an der Haltestelle…

          • Sascha

            Hallo zusammen, mal ein kleines Beispiel zum Thema ITCS, es hat einen kleinen aber meiner Meinung nach Großen Fehler. Die Bahn soll 8.32 Uhr abfahren! Der Fahren fährt aber um 8.31: 59 sec. ab. Zeigt euer ITCS an -1Minute also 8.31 Uhr… Obwohl es garnicht stimmt! Ja natürlich ist auch 1 sec. vor der Zeit zu früh, aber wer es bis dahin nicht geschafft hat zur Hst zu kommen hätte auch so die Bahn nicht bekommen. Mein alter Handwerksmeister hat immer gesagt „5min. vor der Zeit nennt man Pünktlichkeit “ ergo wer 5 min. Vorher da ist bekommt auch seine Bahn! Aber es ist ja auch einfach dem Bösen Fahrer seine eigene Schuld in die Schuhe zu schieben. Ganz oft erlebe ich bei der täglichen Benutzung der KVB das viele Leute die noch draußen geblieben sind schreien “ Ey der Fahrer ist zu früh gefahren, ich werde mich Beschwerden “ ja ja aber das der Zug 9 min. Verspätung hat was auch wieder alle aufregt hat keiner bemerkt. Der Zug war 9 min zu spät und nicht 1 Minute zu früh. LG Sascha

          • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

            Hallo Sascha,
            ich stimme Dir absolut zu und wir kommunizieren es auch so, dass 1 Minute „zu früh“ laut System auch nur wenige Sekunden sein können, und dass unsere Fahrer keine sekundengenaue Abfahrt gewährleisten können. Erst eine Minute vor planmäßiger Abfahrt an der Haltestelle zu sein ist definitiv zu knapp kalkuliert. Wir erleben es sehr häufig bei Beschwerden, dass vermeintlich zu frühe Abfahrten – wie Du schon schreibst – oft verspätete Vorgänger sind.
            Liebe Grüße zurück, Carola

  • Susanne

    Am Barbarossaplatz habe ich es oft schon erlebt, dass die Bahn an der roten Ampel steht und der/die Fahrer/in mir nicht mehr die Tür auf machen möchte. Manchmal gehe ich dann nach vorne und versuche dem Fahrer zu winken oder setze mich ins Wartehäusschen und schaue gemütlich der Bahn beim Warten zu. An der roten Ampel wäre meines Erachtens genug Zeit die Tür aufzumachen. Manchmal fährt die bahn auch ne Minute zu früh ab und die Tür wird trotzdem nicht aufgemacht.

    Ärgerlich finde ich auch, wenn der Andrang auf die erste bzw letzte Tür groß ist und die anderen Türen schon geschlossen werden, so dass ich noch nicht mal die Chance habe eine andere Tür zu nutzen. Mittlerweile warte ich einfach hinter dem Andrang und versuche ich es noch nicht mal zur zweiten Tür zu rennen, da die Gefahr dass diese dann genau vor der Nase schließt zu groß ist. Könnt ihr da nicht auch die mittleren Türen offen lassen wenn ein Andrang da ist?

    • Michaela

      Mann kann leider nur die ersten Türe einzeln öffnen. Und am Barbarossaplatz ist es oft so, das die letze Türe nochmal geöffnet wird und sich dann dort jemand reinstellt bis aus der 18/16 der gegenüberliegenden Strassenseite die Fahrgäste noch alle angerannt kommen.
      Aus diesem Grund öffnen manche Fahrer die Türe nicht mehr, obwohl noch Zeit wäre.

    • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

      Hallo Susanne,
      der Barbarossaplatz ist leider sehr speziell. Die Leistungsfähigkeit einer Kreuzung von zwei Bundesstraßen und vier Stadtbahnlinien ist seit Jahrzehnten nur mit Hilfe von Kompromissen beim Fahrgastwechsel aufrechtzuerhalten. Zusätzlich wurde Ende Februar eine neue Ampelanlage (bzw. Lichtsignalanlage oder LSA) installiert, die die inzwischen gesetzlich verankerten Bedürfnisse der Radfahrer und Fußgänger berücksichtigt. Für Stadtbahnfahrer ist es jetzt noch schwerer voraussehbar, wann sie ein Fahrt zeigendes Signal erhalten. An der LSA wurden und werden wohl noch einmal Korrekturen vorgenommen, aber aufgrund der Randbedingungen dürfte es auf jeden Fall bei einer Verschlechterung für den Stadtbahnbetrieb bleiben.
      Wenn die Fahrer die Türen noch einmal öffnen und z. B. die letzte Tür für weitere heraneilende Fahrgäste aufgehalten wird, verpasst der Zug seine sechs Sekunden lange Freigabephase und muss ca. 90 Sekunden auf die nächste Phase warten. Dann sind die Fahrgäste im Zug natürlich zusätzlich genervt. Die nachfolgenden Züge stauen sich und blockieren andere Linien mit weiteren Tausenden von Fahrgästen, so dass im Wiederholungsfall viele Stadtbahnen ganz schnell Verspätungen haben, nur weil einer einzigen Person die Tür geöffnet wurde.

      Bezüglich der Türen ist es so, dass der Fahrer nur die Auswahl hat, entweder ALLE Türen zu öffnen oder nur die ERSTE. Die anderen Türen sind nicht individuell ansteuerbar. Es gibt bzgl. der Schließung auch Unterschiede zwischen den einzelnen Fahrzeugtypen – bei manchen schließen die Türen schneller als bei den anderen. An anderen Haltestellen warten die Fahrer den Andrang ab, bis sie den Türschließknopf drücken. Am Barbarossaplatz kann es manchmal passieren, dass sie den Knopf etwas früher drücken, weil sie zugunsten des Vorwärtskommens der übrigen Fahrgäste ihre Ampelphase bekommen möchten.

      Viele Grüße,
      Anke

  • Silina

    Hallo, also wenn ich höflicherweise erst die alte Dame mit Rollator aussteigen lasse und dann noch der Frau mit Kinderwagen Platz mache und mir dann beim Einsteigen die Tür vor der Nase geschlossen wird, ärgere ich mich bei allen Verständnis trotzdem.
    Ebenso, wenn die Bahnen leider häufig in Thielenbruch zwei Minuten zu früh abfahren. Ist das gewünscht um schon einmal Zeit gutzumachen?

    • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

      Hallo Silina,
      das kann ich auf jeden Fall nachvollziehen. Da würde mir auch die Hutschnur platzen. In solch einem Fall wäre es super, wenn Sie dies an unser Verbesserungsmanagement unter http://www.kvb-koeln.de/vbm melden, damit der Fahrer diesbezüglich sensibilisiert werden kann.

      Genau das Gleiche gilt für verfrühte Abfahrten. Das ist ein Fehlverhalten des Fahrers. Damit wir diesen aber darauf ansprechen können, sind wir auf die Mithilfe unserer Kunden angewiesen. Auch da kann ich nur noch einmal auf das Formular unter http://www.kvb-koeln.de/vbm verweisen.

      VG, Anke

      • Silina

        Hallo Anke und Kollegen,
        Danke für deine Antwort.
        Das Formular kenne ich und habe es schon mehrfach genutzt…irgendwann kam ich mir bei der Menge aber blöd vor :/

      • Felix

        Moin,

        bezüglich Fehlverhalten…nun ist es aber so, dass die Fahrer nicht erst seit gestern vorne sitzen und die Bahn lenken. Jeder Fahrer, davon gehe ich aus, kennt das Reglement und ist erwachsen genug zu wissen, dass bestimmte Vorgänge ihre Zeit brauchen. Hat der Fahrer keine Spiegel mit dem er sich vergewissern kann und muss, ob noch Fahrgäste ein- und aussteigen? Wenn es sich an einer Tür staut, weil jemand noch aus- oder einsteigt, so ist das sichtbar…ein bisschen weniger kölsche „et kütt wie et kütt“ oder auch „bruche mer nit, fott domet“ und mehr Professionalität täte allen Nutzern der Stadtbahn gut. Straßenbahn fahren kann kein Traum sein, sondern muss hartes Handwerk sein…

  • Alexandra Rüb

    Liebe Kvb. Ich freue mich immer wenn die Bahn pünktlich kommt und auch alles zügig weiter geht. Was mich nur ärgert ist z. B. Samstag 05:59 kommt die 18 in Schwadorf an wenn sie wirklich pünktlich ist was seltener vorkommt und kommt um 06:19 sm Sülzgürtel an. 06:22 fährt die 13 los. Mein Dienst beginnt um 06:45. Wenn ich erst um 06:37 losfahre dann komme ich zu spät. Leider muss ich diese Bahn nehmen da ich eh immer früh um 4 Uhr raus muss und froh um jeder Schlafminute bin. Bin in der Pflege sehr anstrengend!!! Sonntags bin ich bis Brühl aufs Taxi angewiesen da vor 07:00 nix geht. Also kurz um die Zeitminuten zwischen der 18 und der 13 sind so knapp am We bemessen das es schwierig ist da ohne Stress und Hektik zur Arbeit zu kommen. Und ohne Verspätung. Wer ersetzt mir denn meine Minuten wo ich dann kein Geld verdiene??? Das gibt mit keiner. Ist unfähr wenn man kein Auto hat und auf die Bahn angewiesen ist. Und zahlen muss ich monatlich genug über 100 Euro, denn ein Job Ticket bekommen wir nicht. Bitte versucht doch etwas großzügiger zu planen damit auch die Kunden zufriedener sein können. Ansonsten bin ich gerne Fahrgast bei der Bahn. Vielen Dank auch für viele nette und umsichtige Fahrer.

    • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

      Hallo Frau Rüb,
      auch wir freuen uns, wenn alles reibungslos läuft und die Bahnen pünktlich sind. Ich kann es gut nachvollziehen, dass man sich zu so früher Stunde vor allem pünktliche Bahnen wünscht, damit der enge Anschluss klappt.

      Die Linie 18 ist die längste Linie mit über 50 Haltestellen. Außerdem wird aktuell die eingleisige Strecke zwischen Badorf und Brühl ausgebaut, sodass die Züge anschließend dort nicht mehr warten müssen, wenn das Gleis gerade blockiert ist – was immer wieder zu Verzögerungen führt. Auch die Kreuzung am Militärring ist ein Nadelöhr, das ebenfalls in naher Zukunft ausgebaut werden soll. Bis die Pünktlichkeit auf der Linie 18 besser wird, wird es aber vermutlich noch etwas länger dauern.

      Außerhalb der Stadtgrenzen, also in Hürth, Brühl, Bornheim etc., müssen die jeweiligen Kommunen mehr Fahrten bestellen. Diese sehen jedoch derzeit keinen Bedarf, die Taktung zu erhöhen. Deshalb ist der Takt am Wochenende (vor allem sehr früh morgens) dort auch eher bescheiden. Da würde es nur helfen, wenn sich sehr viele Kunden an die jeweiligen Kommunen wenden und dort auf eine Erhöhung des Taktes drängen.

      Bezüglich des Anschlusses am Sülzgürtel an die Linie 13 gebe ich den Hinweis gerne einmal an den Fachbereich Nahverkehrsmanagement weiter. Die Kollegen prüfen dann, ob ggf. zum Fahrplanwechsel eine Anpassung sinnvoll wäre. Da aber die Linie 13 sehr sehr viele Schnittstellen mit anderen Bahnlinien hat, ist eine Optimierung meist sehr schwierig, weil sich das dann direkt wieder negativ auf andere Anschlüsse auswirkt.

      Tut mir leid, dass ich Ihnen keine bessere Antwort oder eine Lösung schicken kann.

      Viele Grüße,
      Anke

  • Dominik

    Ist ja sehr Informativ geschrieben, aber mir würde noch eine Erklärung fehlen, warum einige Fahrer während des Fahrgastwechsels Zwangsschließen betätigen und Leute in der Tür einklemmen, reicht es nicht den normalen Schließvorgang zu betätigen oder kennen den einige Fahrer nicht?

    • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

      Hallo Dominik,
      ich kann mir nur vorstellen, dass die Fahrer die Taste Zwangsschließen nutzen, wenn sie wirklich noch ihr Fahrtsignal erwischen möchten. Oder eben, wenn der Fahrgastwechsel eigentlich schon durch ist und weitere Fahrgäste angelaufen kommen, die noch mit möchten. Ansonsten können Sie vielleicht auch einfach mal einen Fahrer ansprechen, bei dem Sie das beobachten und ihn direkt fragen.
      VG, Anke

  • Alex

    Ein sehr informativer Beitrag, den man durch seine vielen Bilder/Visualisierungen, als rundum Gelungen bezeichnen kann. 😉
    Durch Letzteres stellt sich mir jedoch direkt die Frage, wie es immer wieder zu verfrühten Abfahrten kommen kann? Denn auf dem Bild des IBIS-Gerätes ist zu erkennen, dass die derzeitige Verspätung (auch Verfrühung?), sowie die aktuelle Uhrzeit, angezeigt werden.

    • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

      Hallo Alex,
      vielen Dank für das Lob, das freut mich sehr!

      Zu verfrühten Abfahrten kann es in der Regel nur kommen, wenn sehr wenig los (so z.B. sonntags früh) und die Fahrer an jeder Haltestelle sehr schnell weiterfahren können. Die Fahrer sind natürlich angehalten, ihr IBIS-Gerät jederzeit im Blick zu behalten und ggf. an einer Haltestelle mal etwas länger stehen zu bleiben, falls sie zu früh sind.

      Wir können die Fahrer darauf aber auch nur ansprechen, wenn wir diesbezüglich von unseren Kunden eine Info bekommen. Verfrühungen können über das Formular unter http://www.kvb-koeln.de/vbm gemeldet werden. Die Kollegen vom Verbesserungsmanagement setzen sich dann mit dem Fachbereich in Verbindung, damit der Fahrer identifiziert und sensibilisiert werden kann.
      VG, Anke

      • Silina

        Noch einmal ich :)
        Das ist genau das Problem, dass ich auch in Thielenbruch beobachte (und dann über das Formular auch melde).
        Es ist eine ENDhaltestelle, die Anzeige sagt noch 2 Minuten. Der Fahrer bekommt „grün“ und fährt zu früh los.
        Hier wäre es hilfreich, wenn der Fahrer nicht zu früh „grün“ erhielte.
        Schöne Grüße

        • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

          Hallo Silina,
          das kann man leider nicht einstellen. Der Fahrer muss in Thielenbruch schlüsseln, um ein Fahrtsignal zu erhalten (da gibt es ein eingleisiges Stück). Wenn die Strecke frei ist, nachdem er geschlüsselt hat, bekommt er sein Fahrtsignal und kann losfahren. Wenn der Fahrer dies nun 2 Minuten vor der laut Fahrplan angegebenen Uhrzeit macht, wäre das eine verfrühte Abfahrt und dafür bräuchten wir die Meldung der Kunden, um den Fahrer ausfindig machen und mit ihm sprechen zu können. Alternativ kann es aber evtl. auch sein, dass der DFI-Anzeiger eine falsche Zeit anzeigt. Das könnten die Kollegen nach der Kundenmeldung auch nochmal überprüfen.
          Viele Grüße,
          Anke

  • Dierk

    Ich habe mich oft gewundert und auch geärgert. Besonders bei dem Umstand, wenn es vorkam dass die Bahn zu früh losfährt und man wirklich vor der Tür steht. Dennoch tue ich mir selbst den größten gefallen einfach gelassen die nächste Bahn zu nehmen, oder auch eine Station zu Fuß gehen. Ich halte es für absurd dass Leute sich tatsächlich persönlich davon schikaniert fühlen. Während ich auf die Bahn gewartet habe, hat dieser Artikel mich informativ unterhaltebln. Gute Idee.

    • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

      Hallo Dierk,
      schön, dass der Artikel gut unterhalten hat!
      Zu frühe Abfahrten sind wirklich nicht gewünscht; aber da sind wir auch auf die Meldungen unserer Kunden angewiesen.
      VG, Anke

  • Simon

    Als ich letztens zur Bahn rannte die eine Minute zu früh kam (Zwei Haltestellen nach der ersten Haltestelle = Euskirchener Straße) machte mir die Fahrerin nicht auf. Dabei hatte sie rot und stand noch zwei Minuten am Bahnsteig. Ich klopfte bei ihr ans Fenster und sie drehte sich nichtmal um, ein richtiger deutscher KVB Roboter. Da es nur 200 – 300 Meter bis zur Haltestelle Zülpicher Str Gürtel sind rannte ich los da die Bahn stand und nicht los fuhr. Auf halber Strecke fuhr die Bahn los. Ich würde alles darauf Wetten das die Fahrerin mich beim rennen sah parallel zur Schiene. Die Bahn kam vor mir an und fuhr los während ich auf den Knopf drückte.

    Ich habe schon oft das Gegenteil erlebt und beobachte auch oft das Fahrer die Tür wieder auf machen. Aber dann komischer Weise nur Frauen… Schlechter Artikel der sich nur mit einer Seite beschäftigt

    • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

      Hallo Simon,
      dass Ihnen die Fahrerin an der Euskirchener Straße nicht nochmal die Tür geöffnet hat, wenn sie wirklich noch 2 Min. an der Ampel warten musste, kann ich auch nicht wirklich nachvollziehen. Da ich aber nicht dabei war, kann ich dazu auch nichts Weiteres sagen. Letztendlich sind wir da auf Ihre Meldung angewiesen. Dann könnte man die Fahrt exakt im ITCS nachvollziehen – also wie lange die Bahn wo stand und ob sie zu früh war – und wenn dem so ist, dann auch das Gespräch mit der/dem jeweiligen Fahrer/in suchen.
      Letztendlich entscheidet aber immer der/die Fahrer/in mit Blick auf seinen Bordcomputer, ob er/sie die Türen nochmal öffnet. Aber schön, dass Sie auch schon viele freundliche Türenöffner erlebt haben :)
      VG, Anke

  • Als ich in Köln als kategorischer Nachtschichtfahrer im ÖPNV (als Taxichauffeur) meine 11 Stunden-Schichten a 7 Tage zumeist kurz nach 6 Uhr beendet hatte, musste ich etliche Stationen mit der Bahn heimfahren, bis nach Köln-Junkersdorf, denn in Köln-Bilderstöckchen war immer Ablöse.
    Das war in der Zeit Anfang 1999 bis 2000 (ehe ich nach Wien siedelte).
    Zweimal in der Zeit hatte mir die KVB-Bahn damals auch nicht aufgemacht und stand aber an der Haltestelle, nachdem ich eh oft bis zu 25 min Wartezeit hatte, auch vor allem am Sonntagmorgen.

    Ich war völlig übermüdet und geschafft nach meinen Schichten, wurde also zweimal auch nicht mitgenommen und hatte mich danach beschwert, weil mir kein Grund einfiel, ich sah und sehe gepflegt aus und hatte eine Monatskarte!
    Sonnigen Gruß
    Daniel M R (war wohnhaft von Nov 1998 bis 22.Okt 2000 in Köln Junkersdorf und K-Dellbrück).

  • Cima

    Liebe KVB,
    Ihre Antwort über den Blog eins vor mir begeister mich! „Da ich aber nicht dabei war, kann ich dazu auch nichts Weiteres sagen.“ Welchen Fahrgast befördert eine solche Antwort weiter? – Mich traf es Ende 2015 in ähnlichen Situation. Bin gespannt auf die Antwort, da niemand dabei war.
    Ich bin 68, männlich, kann nicht mehr so schnell rennen wie früher, dennoch gut zu Fuß und habe Zeit. Komme in Alfter zur Haltestelle der 18 – ohne mich um Abfahrtszeiten gekümmert zu haben – denn ich habe Zeit. Die Schranken sind runter, Bahn fährt ein aus Richtung Bonn. Schranke hoch, ich denke, „das passt“, also Füße in die Hand genommen, übers Gleis, die Rampe hoch zur Bahn. Am ersten Wagen steht einsam ein Student. Bahn hält. Türen gehen auf. Hinten sofort wieder zu! Ich drücke – nichts. Ich staune, sehe nach vorne, der Student macht noch ein paar Schritte, steigt in die Bahn – die vorderen Türen schließen sich. Bahn fährt weg.
    Ich habe es sportlich genommen, und das Ereignis als Chance gesehen die Färbung des Herbstlaubes der anliegenden Gärten zu genießen. Doch in meinem Kopf habe ich mir schon überlegt: „Welche Gefühle gingen dem Fahrer durch den Kopf? – Eine Fahrerin hätte das vermutlich nicht gemacht. – Was, an seiner Firma, hat ihn so geärgert, dass er Fahrgäste kujoniert? Weiß er, woher das Geld kommt, von dem er bezahlt wird?“ – Ich stelle mir vor, mir passiert in einer Metzgerei Ähnliches – ich würde langfristig zur Konkurrenz gehen. – Nur: Die gibt es für die KVB nicht. Aus diesem Grunde bitte ich Sie für die Kunden um die gleiche Achtsamkeit, die Sie innerhalb Ihres Blogs der Technik und ihren Leitsystemen geben.
    Eine Woche später, Sonntagmorgen, die 18 Richtung Köln, eine Station nach Bornheim, Ich sitze im Zug, eine Familie steigt ein Vater, Sohn. Türe schließt. Mutter, Tochter bleiben draußen.
    Da habe ich mich sehr geärgert.
    Ich habe damals in beiden Fällen nicht geschrieben, da ich nicht abgewiegelt (s.o.) werden wollte.
    Nun habe ich zufällig diesen Blog gefunden und echte „Leidensgenossen“ getroffen – darum.
    Bitte würdigen Sie, lieber Aufsichtsrat und liebes Management, Ihr Personal besser, dann passiert solches weniger. Von Arno Gruen stammt die Aussage: Mancher Manager hat weniger Empathie als ein Krimineller.

    • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

      Hallo Cima,
      sicherlich hilft die Antwort, dass ich nicht dabei war, dem Fahrgast nicht weiter. Aber ich treffe keine Aussagen zu Situationen, bei denen ich nicht dabei war, denn der Fahrgast 1 sieht das wahrscheinlich ganz anders als Fahrgast 2 und Fahrgast 3 oder auch der Fahrer. Situationen werden immer subjektiv eingeschätzt und als tägliche ÖPNV-Nutzerin weiß ich, dass wenn ich mich ärgere, weil mir der Bahnfahrer die Tür nicht mehr öffnet, obwohl er doch an der Ampel warten muss, mir 20 Sekunden auch schnell mal wie eine Minute vorkommen. Daher werden solche Beschwerden bei uns immer überprüft – zum einen im ITCS, in dem man die Zeiten der Bahnen und Busse nachverfolgen kann und zum anderen werden eben auch beide Seiten gehört – der Kunde, der sich beschwert, aber auch der Fahrer, über den sich beschwert wurde.

      Auch bei Ihrem Fall in Alfter kann ich nur spekulieren. Der Fahrer sieht nicht unbedingt, dass Sie ganz hinten noch einsteigen möchten. Und wie im Artikel geschrieben, lässt sich leider nur die erste Tür eines Wagens durch den Fahrer manuell steuern. Stand also bis auf den Student niemand am Bahnsteig bei der Ankunft, wird der Fahrer wahrscheinlich alle Türen für die aussteigenden Fahrgäste geöffnet und danach direkt die „Schließen“ Taste betätigt haben. Da der Student vorne noch beim Einsteigen war, ging die Tür nicht sofort zu – aber eben alle anderen.

      Das mit der Familie ist dagegen schon eine sehr eigenartige Situation, die ich mir auch nicht erklären kann. Die Türen schließen ja nicht innerhalb des Bruchteils einer Sekunde. Haben denn Mutter und Tochter etwas weiter weg gestanden? Wenn sie direkt zusammen mit Vater und Sohn eingestiegen wären, hätte die Tür ja nicht direkt vor ihnen zugehen können. Aber solche Fälle lassen sich wirklich nur klären, wenn die Kunden sich bei uns melden. Dann kann auch der Fahrer nochmal dazu befragt werden und es kann auch überprüft werden, ob es vielleicht einen Schaden an der Tür gab und warum diese plötzlich so abrupt schloss.

      Ich wünsche Ihnen trotz allem weiterhin eine gute Fahrt mit der KVB!
      Viele Grüße,
      Anke Eismann-Erpenbeck

      • Cima

        Sehr geehrte Frau Eismann-Erpenbeck,
        vielen Dank für die Antwort, obwohl ich sie mit den vielen „wenn“ und „abers“ nich als wohltuend empfinde.
        Kurz zur Klärung: In Alfter gingen die Türen kurz auf – und nur hinten sofort wieder zu. Vorne konnte der Student in Ruhe einsteigen. Ja, der Fahrer hatte mich gesehen – bereits am Bahnübergang, wartend. Insofern unterstelle ich Absicht.
        Zu der Familie, die einstiegstechnisch getrennt wurde: ja, auch da habe ich mich innerlich gewundert über so viel „Zuvorkommen“ der KVB. Die Familie ging nach meinem Gefühl „normal“ – also mit 20-40 cm Abstand. Nein, niemand davon hat getrödelt. Ja. Und dann ging die Tür zu und das war es.
        Nein, ich werde mich in Zukunft nicht mehr melden und wahrgenommenen Verbesserungsmöglichkeiten melden. Mir scheint dieser Blog eher als verordneter Blitzableiter inszeniert zu sein.
        So viele Kunden können nicht irren!
        Mit freundlichen Grüßen
        Cima
        PS: Ich bewundere Ihre Geduld und Standhaftigkeit, sowie die Ihrer Kollegen.

  • Tobias

    In Dresden ist es üblich, anrennenden Fahrgästen noch einmal die Tür aufzumachen. Somit bleiben ca. 80 % der anrennenden Fahrgäste nicht an der Haltestelle zurück, sondern können noch mitfahren. Ampelphasen werden in vielen Fällen nicht verpasst, weil die Fahrer schon wissen, wann und wie lange die Ampel freigibt.

    Es ist in Dresden auch unüblich, die Türen für heranrennende Fahrgäste zu blockieren.

    Das ÖPNV-Kundenbarometer 2015 gibt dem recht: Das Verkehrsunternehmen DVB und der Verkehrsverbund VVO, die beide in Dresden operieren, landeten auf dem ersten Platz.

  • Max

    Hallo zusammen,

    man muss hier aber auch mal dazu sagen, dass manche Leute ja auch selber Schuld sind. Wenn man das so manchmal sieht, wo die Leute überall her angelaufen kommen. Zum Teil quer über die Kreuzung, nur um eine Bahn noch zu bekommen ?!
    Die Leute nehmen dabei soviel in Kauf und riskieren dabei ihr eigenes Leben. Quer über die Kreuzung laufen, und dabei sich und andere zu gefährden (man darf dabei nicht vergessen, es gibt auch für Fußgänger Ampeln oder Bahnübergänge, die nicht nur für Autofahrer bei geschlossener Schranke gültig sind) und dann noch erwarten, dass die Türe aufgemacht wird?
    Es fahren doch im Durchschnitt soviele Bahnen und wenn man eben 5 oder 10 Minuten warten muss…. ist das so schlimm?!

  • Hannes

    Komme aus Hamburg, aber den Text kann man sicherlich genau so auf alle anderen ÖVPN-Transporte in allen Städten anwenden. Ja, auch ich reagiere manchmal sauer, wenn mir ein Bus vor der Nase wegfährt. Aber im Prinzip weiß ich doch, dass es eben einen Fahrplan gibt, der eingehalten werden muss. Vielleicht hilft mir der Text ja mal dabei, in Zukunft einfach gelassener zu reagieren, wenn ich trotz Zwischensprint doch an der Haltestelle zurückbleibe. Morgengymnastik ist ja schließlich auch gut für den Kreislauf… 😉

    Gruß,
    Hannees

  • Stefan

    Es passiert leider sehr häufig. An der Haltestelle Porz Markt komme ich mit dem Bus an. Entweder der Bus fahrer fährt dann langsam. so dass die Bahn weg fährt, oder der Bus fährt bis zum Ende deer Haltestelle durch und man hat das selbe ergebnis, oder möglichkeit nummer drei, der Bus hält vorne an wartet und sobald die Türen aufgehen und man raus rennt (mit Glück kann man den Knopf noch drücken) fährt die Bahn ab. Wie kenn das sein?

    Liebe Grüße

    Stefan

    • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

      Hallo Stefan,
      um die Situation beurteilen zu können, müsste ich die Fahrzeiten und Liniennummer des Busses und der Bahn wissen sowie auch die Fahrtrichtung der Bahn. Eventuell ist ja laut Fahrplan der Anschluss gar nicht möglich?
      Viele Grüße,
      Anke

  • Andy

    Vielen Dank an die Autoren, die Story ist sehr aufschlussreich! Vor allem weil sie zeigt, wie unwillig oder talentfrei die KVB ist. In den Kommentaren zu einem anderen Beitrag wurden mal jährliche Überprüfungen bei der Streckenplanung thematisiert. Vielleicht sollte sich jeder Fahrplaner regelmäßig in den Führerstand setzen und realisieren, dass Falschparker, spontane Baustellen, Brötchen holende Freundinnen und sonstige Vorfälle, die die Pünktlichkeit beeinflussen, so häufig vorkommen, dass man die Fahrpläne entzerren und längere Aufenthaltszeiten an den Haltestellein einplanen soll. Ja, dann würde jede Fahrt einige Minuten länger dauern, aber dafür wäre sie viel pünktlicher und auf die Anschlüsse wäre dann wirklich Verlass! (Die Anschlussberechnung nach Fahrplanauskunft kann man sich heute wegen ständiger Verspätungen schenken.) Und das wäre nervenschonend für Fahrgäste wie auch für Fahrer, die man heute zwingt, sich an unrealistische Fahrtzeitvorgaben zu halten. Michaela hatte keine Möglichkeit, den Fahrplan einzuhalten, und die beschriebenen Zustände unterwegs treffen gefühlt auf jede zweite Bahn zu. Irgendwas ist ja immer.

    Ich lese hier unregelmäßig mit und habe diesen Beitrag erst heute zur Kenntnis genommen. Vielleicht gut so, denn die Kommentare sind wirklich Paradebeispiele für den Unfug, der heute bei der KVB praktiziert wird. Ich war selbst Zeuge, wie eine Mutter mit drei kleinen Kindern in die Bahn einsteigen wollte. Zwei größere Kinder, vielleicht 5 und 7, stiegen zuerst ein, die Lichtschranke wurde dann vor dem Kinderwagen frei, die Türen schlossen und die Bahn fuhr weg! Die Kleinen brachen im Weinen aus, ich hatte zum Glück Zeit und bin mit ihnen an der nächsten Haltestelle ausgestiegen, um auf die Mutter zu warten, die mit der nächsten Bahn kam. Ich habe im nachhinein bereut, dass ich nicht die Polizei gerufen habe, wäre vielleicht eine gute Lehre für die KVB.

    Ich bin sehr viel im ganzen Land unterwegs und solch ein freches Verhalten den Kunden gegenüber hat nur die KVB. Kein anderes Verkehrsunternehmen schmeißt so gnadenlos die Türen vor der Nase des Fahrgasts zu.

    Köln hat mit dem Stadtbahnsystem einen stadtplanerischen Fehler gemacht. Verkehrshindernisse sind nicht berechenbar. Für eine Millionenstadt zu kurze Züge mit zu schmalen Türen verlangsamen den Fahrgastwechsel. Das ist aber beherrschbar, alles spricht dafür, mehr Puffer in die Fahrpläne einzuarbeiten. Wird aber nicht gemacht. Warum bloß? Das macht den Betrieb etwas teurer, also meint die KVB, die Fahrgäste müssen sich anpassen. KVB, bitte umdenken! Man darf nicht vergessen, dass die KVB eine Leistung im öffentlichen PERSONENnahverkehr erbringt. Sie fährt für PERSONEN, also für FAHRGÄSTE! Was impliziert aber der heutige KVB-Standpunkt? Ach wie pünktlich die KVB sein könnte wenn da nicht die blöden Fahrgäste wären! Es gehört aber zum normalen Fahrgastverhalten, dass man die Bahn zu erwischen versucht, die man gerade halten sieht. Und Entschuldigung, wenn es keine Pflicht des Fahrers ist zu checken, was nach dem Türenschließen auf dem Bahnsteig abläuft, was ist das für ein Betriebskonzept?? Seit 10 Jahren muss ich die KVB nutzen und mein Gesamteindruck ist, dass die KVB ziemlich selbstfixiert ist.

    Ich muss beichten: wenn ich als letzter in eine Bahn einsteige, schaue ich immer, ob da noch jemand rennt, und blockiere dann die Lichtschranke. Ja, alle Mitfahrer dieser Bahn verlieren dadurch 15 Sekunden. Aber die Person, für die man es tut, spart ganze 10 Minuten, oder 15, oder sogar 30, je nach Tag und Zeit. Und ich wünsche mir, dass mehr Fahrgäste meinem Beispiel folgen, denn nur so kann man lockere Fahrtzeiten herbeiführen. Sonst werden wir wieder und wieder über ständige Verspätungen jammern.

    • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

      Hallo Andy,
      danke für den langen Kommentar! Ihre Beschreibungen betreffen ja eine Reihe von Themen, so dass ich hier einen halben Roman schreiben könnte. Wir können dazu aber auch gerne mal telefonieren. Mögen Sie mir Ihre Telefonnummer schicken an matthias.pesch@kvb-koeln.de? Alternativ bin ich auch direkt unter der 0221 547 3303 erreichbar.
      Viele Grüße,
      Matthias Pesch

  • Danke sehr guter Beitrag !

  • dfg

    In den meisten Fällen verstehe ich ja, wenn die Bahn dann wegfährt.

    Wenig Verständnis habe ich allerdings, wenn das bei der Linie 17 passiert. Die Bahn ist meistens fast leer und hat nur eine kurze Strecke – da können sich Verspätungen nicht so leicht addieren. Da ist es schon ärgerlich, wenn 10 Leute vom Bus kommen und die Bahn aber auf die Sekunde pünktlich los fährt. Kann die KVB nicht zumindest Spiegel aufstellen, damit die Bahnfahrer zumindest sehen können, wenn die Leute vom Bus Richtung Bahnhaltestelle unterwegs sind?

    • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

      Hallo DFG,
      auch eine Linie 17 kann aber ein Signal verpassen, wenn sie an einer Haltestelle länger hält, um auf heraneilende Fahrgäste zu warten. Und auch auf der Linie 17 möchten die Fahrgäste an den anderen Haltestellen und in der Bahn pünktlich ans Ziel kommen.
      Viele Grüße,
      Carola

  • Ein schöner Einblick. Mit 18 war ich direkt in der Fahrschule und hab seitdem keine Bahn mehr betreten. War ein netter Einblick mal wieder. Super!

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