Und täglich grüßt das Murmeltier: von Pünktlichkeit, Verspätungen und Störungen…

Falschparker und Lieferwagen behindern immer wieder den Bahnverkehr und führen zu Verspätungen.

Ich habe es eilig, bin eh schon spät dran, stehe ungeduldig an der Bahnhaltestelle. Und was ist? Richtig, die Bahn kommt mal wieder zu spät, ist dadurch überfüllt oder fällt direkt ganz aus!

Wer kennt das nicht! Man ärgert sich, ist sauer und möchte eigentlich auch keine Erklärung hören, sondern einfach nur endlich in der Bahn sitzen!

Ich gehe nun auf Ursachenforschung, was Verspätungen einzelner Bahnen –  im normalen Betrieb und auch im Falle einer Störung – für einen Einfluss auf den gesamten Betriebsablauf haben, wie die Kollegen sie bemerken und wie sie eigentlich entstehen.  Wer könnte es besser wissen als die Kollegen aus dem Spinatbunker (Leitstelle) 😉

Unsere Fahrzeuge stecken oft, genauso wie die Autos, im Stau fest.

Pünktlichkeit ist etwas Feines! Wer möchte nicht ohne Wartezeiten zügig und sicher am Ziel ankommen? Aber der Kölner Straßenverkehr lässt dies nicht immer zu – weder mit dem Auto, noch mit Bus und Bahn. Kölns Straßen sind voll, eine Baustelle reiht sich an die nächste und unsere Bahnen teilen sich zu einem Großteil den Straßenraum mit den Autos.

 

Verspätungen: wie kommen sie zustande?

Verspätungen sind unser täglich Brot – bitter, aber leider nicht zu vermeiden. Die Gründe sind vielfältig: sei es der Berufsverkehr, Rückstau im Innenstadttunnel, hohes Fahrgastaufkommen zur Rush-Hour, Falschparker, Lieferwagen, die die Gleise blockieren, aufgehaltene Türen, technische Störungen, verpasste Signale, Signalstörungen, Weichenprobleme oder auch Verkehrsunfälle – die Liste ist lang!

Auf der Panoramawand in der Leitstelle haben die Kollegen einen guten Überblick, wenn es in einzelnen Streckenabschnitten zu einem Rückstau der Bahnen kommt – das erkennt man dann an den roten gestrichelten Linien.

Einsatzleiter Joseph Grueneck vor der Panoramawand in der Leitstelle der KVB.

Einsatzleiter Joseph Grüneck
vor der Panoramawand.

In der Leitstellen-Software sind alle angemeldeten Fahrten gelistet und je nach Pünktlichkeit farbig markiert.

In der Leitstellen-Software sind alle angemeldeten Fahrten gelistet und je nach Pünktlichkeit farbig markiert.

Zudem sind im System alle aktiven Fahrten gelistet, die in unterschiedlichen Farben gekennzeichnet sind. Die pink markierten sind Bahnen, bei denen die Verspätung kritisch kategorisiert wird, da die Verspätung durch die Wendezeiten an den Endhaltestellen nicht ausgeglichen werden können.  Die blauen zeigen leichte Verspätungen (bis 3 Minuten), die dunkelblauen  Fahrplanabweichungen (über 3 Minuten mit Ausgleich durch Wendezeit), die grünen sind „im Plan“ (das sind unsere Lieblinge!), die gelben haben eine geringfügige Verfrühung  (1 Minute), die roten sind kritisch verfrüht  unterwegs (ab 2 Minuten).

Natürlich können die Kollegen nicht immer alle Fahrten im Blick haben, bei Verfrühungen wird aber immer eingegriffen und der Fahrer ermahnt. Auch die Bahnen, die stark verspätet unterwegs sind, werden im Auge behalten und gegebenenfalls werden Maßnahmen eingeleitet.
 
Die Wendezeit – nicht immer ein Zeitpuffer

Als Wendezeit bezeichnet man die Zeit, die ein Fahrer hat, um an der Endhaltestelle zu wenden und den Betrieb  in Gegenrichtung wieder aufzunehmen.

Ist nun eine Bahn extrem verspätet, so kann es sein, dass die Zeit nicht ausreicht und die Bahn bereits mit einer Verspätung startet. Es löst also nicht nur Stress bei den Fahrern aus, auch hat es Auswirkungen auf den Fahrplantakt.
 
Was passiert, wenn eine Bahn enorm verspätet ist?

Wenn eine Bahn eine enorme Verspätung aufweist, muss die Leitstelle verschiedene Faktoren berücksichtigen, bevor sie Maßnahmen ergreift.

Hier gilt es zum Beispiel die Ablöseketten im Auge zu behalten. Viele Fahrer haben „gestückelte Dienste“. Das heißt, sie sind zum Beispiel 3 Stunden auf der Linie 12 eingesetzt, im Anschluss 2 Stunden auf der Linie 15 etc. Sie müssen dann zu exakten Zeiten eine Ablösung auf einem anderen Kurs vornehmen.
Diese Ablöseketten müssen möglichst eingehalten werden. Ist dies nicht möglich, so kann der Fahrdienstleiter im Einzelfall (wenn ein Fahrer eine zu hohe Verspätung eingefahren hat und den anderen Kurs nicht ablösen konnte), Ersatz anfordern oder umdisponieren. Ebenso muss der Fahrer seine Lenk- und gesetzlichen Ruhezeiten einhalten. Werden diese überschritten, so muss die Fahrt abgebrochen werden bzw. frühzeitig eine Ablöse bereitstehen. Wenn diese Faktoren unkritisch sind, so kann die Leitstelle folgende Maßnahmen einleiten, um die Bahn wieder dem Fahrplan anzupassen:

  • Der Zug kann vorzeitig gewendet werden, um in Gegenrichtung wieder laut Fahrplan zu fahren – es werden also Haltestellen ausgelassen. Denn auch wenn es für die, die gerne weiterfahren möchten, ärgerlich ist… die Fahrgäste, die in Gegenrichtung fahren möchten, müssten sonst zu lange warten. Viele Einzelentscheidungen erscheinen einem als Fahrgast oft unlogisch und suboptimal. Jedoch muss hier immer über den Tellerrand geschaut werden. Die Kollegen der Leitstelle sorgen durch solche Maßnahmen dafür, dass das Ausmaß der Verspätungen für den Großteil der Fahrgäste möglichst gering gehalten wird.
  • Ob eine Bahn kurzgesetzt wird hängt aber auch immer davon ab, wie viele Fahrzeuge verspätet sind, von der Besetzung der Fahrzeuge, von der Wartezeit in eine bestimmte Fahrtrichtung und davon, wie viele Bahnen das tatsächliche Endziel bedient/erreicht haben.

Das System der Leitstelle zeigt alle Fahrten einer Linie im Überblick.

Im System können die Kollegen genau sehen, welche Bahnen sich wo und in welcher Fahrtrichtung befinden.

Durch diese Maßnahme sind zwar die Fahrgäste nachteilig betroffen, die zu dem Zeitpunkt mit der betreffenden Bahn unterwegs sind, die nachfolgenden können jedoch den Rest des Tages weitestgehend nach Plan fahren. Würde die Leitstelle hier nicht eingreifen, würden sich die Verspätungen durch den gesamten Tag ziehen, sodass zum Beispiel auf einer Linie 13 etliche Wagen auf der rechten Rheinseite unterwegs wären, hingegen kaum welche im Gürtelabschnitt.

 
 

Was passiert im Falle einer Störung und wie wird der Fahrplantakt wiederhergestellt?

Nehmen wir an, es gibt einen Verkehrsunfall im Bereich Cäcilienstraße – soll ja schon mal „vereinzelt“ vorkommen! Die Linien 1, 7 und 9 werden getrennt und fahren von rechtsrheinisch kommend nur bis Heumarkt, linksrheinisch nur bis zur Haltestelle Neumarkt. Die Bahnen pendeln dann zwar in den jeweiligen Streckenabschnitten, allerdings fernab vom Fahrplan, da dieser ja auf die Gesamtstrecke ausgelegt ist.

Ist die Strecke wieder frei, und die Bahnen können wieder den gewohnten kompletten Linienweg fahren, so versucht die Leitstelle die Bahnen schnellstmöglich wieder „auf Plan zu setzen“.  Das heißt, hier muss auch berücksichtigt werden, dass beide Fahrtrichtungen möglichst ausgeglichen bedient werden und nicht z. B. in Fahrtrichtung  X alle 5 Minuten eine Bahn kommt und in Fahrtrichtung Y nur alle 20 Minuten. Auch hier ist eine häufige Maßnahme das Kurzsetzen der Züge (wie oben bereits erläutert).

Auch Polizei- und Rettungswageneinsätze (z. B. durch einen erkrankten Fahrgast), versehentlich gezogene Notbremsen oder Fahrgäste, die mal eben noch schnell in die Bahn wollen, führen immer wieder zu Verspätungen. Auch LKW, die in den Abmessungen zu hoch sind und dadurch bedingt an die Fahrleitung kommen, was immer wieder zu langfristigen Störungen führt, stellen ein wiederkehrendes  Problem dar.

Vielleicht hilft der Blick „über den Tellerrand“, um sich zukünftig nicht allzu sehr zu ärgern, wenn es mal nicht rund läuft… auf den Großteil der Verspätungen haben wir leider nur bedingt Einfluss!

Übrigens, länger als 20 Minuten muss man im Falle einer enormen Verspätung oder eines Ausfalls in der Regel nicht warten! Dann greift unsere Mobilitätsgarantie. Hier gibt es mehr Infos dazu: www.kvb-koeln.de/mobigarantie.

Wir wünschen weiterhin eine gute, möglichst störungsfreie Fahrt!

 
 
 
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24 Kommentare

  • Autorenbild' Ludwig Gleß

    „Auch Polizei- und Rettungswageneinsätze (z. B. durch einen erkrankten Fahrgast), versehentlich gezogene Handbremsen oder Fahrgäste, die mal eben noch schnell in die Bahn wollen, führen immer wieder zu Verspätungen.“

    Kleiner Fehler in eurem Text. Es soll sicherlich Notbremse heißen statt Handbremse. Oder?

    Freundliche Grüße

    Ludwig Gleß

  • Autorenbild' Christine Everschor

    Zum baldigen Feierabend ein paar warme Worte: ihr lieben Falschparker, gesegnet seid ihr heute, denn eurer sind die Gleise NICHT, und ihr meine Türblockierer, Freude über euer Haus, aber die Türe die lassen wir aus. Eine Türe ist zum rein und raus, ihr dürft euch auch setzen. Ei der Daus. Der Fahrer hat euch so gerne, der öffnet sogar jede Türe. Also willkommen, willkommen in diesem Sinn meine lieben Mitfahrer/in

  • Autorenbild' Frank Kampmann

    Warte in Brühl auf die 18 in Richtung Bonn. Seit jetzt 15 min ohne irgendeine Durchsage. DAS ist die eigentliche Unverschämtheit. Wie gestern in Hermulheim: 45 min auf ‚Ersatzbusse‘ gewartet bis plötzlich die Bahnen wieder durchrauschten…

    • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

      Hallo Herr Kampmann,
      leider gab es einige defekte Wagen auf der Linie (Probleme mit dem Stromabnehmer/Kohleschleifstück), weshalb der Fahrplantakt ein wenig durcheinander geraten ist. In Brühl haben wir keinen Einfluss auf die Fahrgastinformation. Da ist die HGK für zuständig: http://www.hgk.de/kontakt/formular. Für die Unannehmlichkeiten können wir uns nur entschuldigen. Länger als 20 Minuten müssen Sie in solch einem Fall aber nicht warten. Dann greift unsere Mobilitätsgarantie. Das heißt, Sie können sich ein Taxi nehmen und wir erstatten Ihnen die Kosten: http://www.kvb-koeln.de/mobigarantie.
      Viele Grüße,
      Carola Sodermanns

      • Autorenbild' Joachim Dettbarn

        Sehr geehrte Frau Sodermanns,

        hier haben wir wieder ein Paradebeispiel für das Problembewusstsein ihres Unternehmes.
        Die KVB hat dem Kunden ein Ticket verkauft, auf der Bahn steht KVB drauf, aber das der Kunde informiert wird ist nicht ihr Problem?
        Wieso lautet ihre Antwort nicht, ich werde mich gleich bei unserem Geschäftspartner HGK erkundigen was da schief gelaufen ist und die Abläufe verbessern anstatt den Kunden im Regen stehen zu lassen.

        Genau das gleiche Verhalten hatte ich auch schon mit dem Handyticket.
        „Die App geht nicht, Server nicht erreichbar? Nicht unser Problem die ist ja vom VRS“ (Beratungsstelle Neumarkt).

        Wenn sie für diese Sachen keine Verantwortung übernehmen wollen, dann streichen sie sie aus ihrem Angebot.
        Wenn mein Autohersteller mich mit einem kaputten Auto wegschicken würde: „Nein also das Getriebe ist von Bosch, damit haben wir nix zu tun“ dann wäre es das letzte mal dass er mir ein Auto verkauft.

        Davon ab, hatte ich bei den bisher Hunderten Störungen im Betriebsablauf noch nie den Eindruck gut informiert zu sein.
        Da wird man aus dem Bahn geworfen, weil der Fahrer drehen müsse und gleich dahinter die nächste Bahn käme, und dann steht man 15m am eifelwall während 3 bahnen in gegenrichtung kommen aber nicht eine in die ursprünglich gewünschte.
        Warum es jetzt besser ist wenn ich 15m warte aber in Gegenrichtung 2 nahezu leere Bahnen fahren erschliesst sich mir aus ihrem obigen Text nicht.

        Schon mehrmals ist meine Bahn ausgefallen weil mal wieder ein Idiot an der Luxemburger Straße Höhe Rose Club auf die Gleise gefahren ist, wie wäre es mal einfach mit einem Riesen-Warnschild oder einer Klapptüre, damit die Autos verstehen dass man dort nicht durch soll?
        Ist klar, ist nicht ihr Problem, der Autofahrer war doch Schuld.

        Ein weiterer Punkt, wenn eine Bahn ausfällt wird auf diesen Uralt-Anzeigen ein ellenlange Liste mit Stationen der Bahn angezeigt, wie soll man da wissen welche Bahn gemeint ist und man betroffen ist? Wie wäre es nur die Station in der der Text läuft mit Haltezeitpunkt und die Line anzuzeigen, damit hätte man alle Information direkt ersichtlich (wen interessiert am Neumarkt dass die ausgefalle Bahn um 14:43 in Hohlweide gewesen wäre?).

        Mit freundlichen Grüßen

        • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

          Hallo Herr Dettbarn,
          da Frau Sodermanns heute nicht im Büro ist, übernehme ich die Beantwortung Ihres Kommentars.
          Wir wollen gar keine Verantwortung abschieben, sondern nur deutlich machen, dass das System Öffentlicher Nahverkehr ziemlich komplex ist und eine ganze Reihe von Fehlerquellen birgt, wir aber in der Tat nicht alle Faktoren beeinflussen können. Aber natürlich arbeiten wir mit allen beteiligten Partnern an der Verbesserung unseres Angebots, sowohl was den Betrieb angeht als auch die Kundeninformation. Deshalb nehmen wir auch Anregungen unserer Kunden gerne auf.
          Mit freundlichen Grüßen,
          Matthias Pesch

        • Autorenbild' Florian

          Sehr geehrter Herr Dettbarn,

          sie müssen auch nicht alles verstehen. Die KVB hat schon ihren Grund, warum sie das macht. Und diese 15 min. sind auch nicht die Welt. Wenn bei mir eine Bahn ausfällt oder große Verspätung hat oder sonst irgendetwas ist, weswegen ich an einer Haltestelle warten muss(was sehr selten vorkommt, da die Linie 1 eine sehr zuverlässige Linie ist und ich Melaten einsteige, wo sich in der Nähe der Betriebshof West befindet), interessiert mich nicht, warum die Bahn ausfällt o.Ä., sondern ich nutzte die Zeit für etwas Sinnvolles. Natürlich ist es ärgerlich, wenn ein Bus/Bahn ausfällt und der/die nur alle 60 min. fährt und man kann auch nichts „sinnvolles“ tun. Dafür kann man am Ziel sagen: Heute war ich ein Klimaheld! (-:

          In diesem Sinne noch viel Spaß beim Bahnfahren!

      • Autorenbild' Dirk Klein

        Liebe KVB,
        wie sieht es mit der Mobilitätsgarantie aus, wenn man in Efferen in Richtung Köln schon eine ausgefallene Bahn nicht bekommen hat und die nächste Bahn einfach zu voll ist, um überhäuf rein zu kommen? Das kommt leider morgens relativ häufig vor. Die Linie 18 ist an dieser Stelle bereits über ihre Kapazitätsgrenzen angelangt. Wie geht es hier weiter?

        • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

          Hallo Herr Klein,
          um mehr Bahnen im Bereich Efferen einsetzen zu können, müssten die angrenzenden Kommunen dies beauftragen. Zusätzliche Fahrten müssen immer von den jeweiligen Kommunen bestellt und bezahlt werden. Außerdem ist eine Takterhöhung erst möglich, wenn der von der Stadt und der HGK geplante Tunnel an der Kreuzung Militärring/Luxemburger Straße gebaut ist. Vorher würde eine Takterhöhung zum Verkehrskollaps auf der Kreuzung führen.
          Wenn allerdings eine Bahn ausfällt und dann die nächsten 20 Minuten nichts kommt, greift die Mobilitätsgarantie. Wenn eine Bahn kommt, diese aber so voll ist, dass Sie nicht mehr hineinpassen, können Sie auch in dem Fall ein Taxi rufen und die Quittung bei uns einreichen. Die Kollegen prüfen dann den Vorgang und sprechen auch mit dem Fahrer, um die Angaben bestätigen zu lassen und erstatten dann auf Kulanzbasis die Taxikosten.
          Viele Grüße,
          Anke Eismann-Erpenbeck

  • Autorenbild' susi

    Ok. es gibt vielerlei Gründe. Aber 1. Warum funktioniert der Stadtverkehr in den meisten Städten Deutschlands 100mal besser? und 2. wie schafft die
    KVB es sogar nachts (!!!) nicht maö ansatzweise den Fahrplan einzuhalten? (bspw. heut nacht sollte 0.52 eine 18 ab HBF fahren, 0.49 war ich dort und die nächste angeschlagene Bahn war die Linie 16 in 7min)

    • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

      Hallo Susi,
      wenn Sie mit „“meiste Städte““ solche Städte wie Berlin, Hamburg oder München meinen, gibt es dafür eine Erklärung. In allen drei Städten gibt es ein richtiges U-Bahn-System. Das bedeutet, die Bahnen fahren im Tunnel auf eigenen Gleisen. Es gibt keine äußeren Einflüsse wie in Köln, wo sich mehrere Linien zum einen dasselbe Gleis im Tunnel und zum anderen die Gleise sehr oft mit dem Autoverkehr teilen müssen. Da reichen schon ein paar Linksabbieger, die auf den Schienen vor der Bahn stehen, dass diese nicht weiterkommt. Auch im Busverkehr sieht es in Köln düster aus – es gibt so gut wie überhaupt keine separaten Busspuren, was bedeutet, dass Busse genauso oft wie Autos im Stau stehen. Das ist in anderen Städten besser geregelt – dort sind die Straßen oft breit genug und es gibt sehr oft separate Busspuren.

      Bezüglich der Linie 18 nehme ich an, Sie meinen die in Richtung Süden?
      Laut Fahrplan fährt die Linie 18 um 00:51 Uhr ab Dom/Hbf, ist allerdings mit einem Hinweis beschriftet, dass sie ab Barbarossaplatz dann den Linienweg der 16 Richtung Ubierring weiterfährt.
      In die Gegenrichtung fuhr die Bahn bereits um 00:48 Uhr.
      Viele Grüße,
      Anke Eismann-Erpenbeck

      • Autorenbild' Iris Decker

        Da muss ich Sie aber korrigieren, auch Berlin hat Bahnen die nicht als U-Bahn fahren und es klappt. Auch wenn es in Köln wenige Fahrstreifen für den Bus hat, könnte man diese zum abbiegen für Autos frei geben. Bestes Beispiel ist der Clevische Ring Ecke Keupstr.. Dort entsteht der Stau, weil viele Autos in die Keupstr. Fahren und die Busspur freihalten für den Bus der auch im Stau steht, weil die Autos durch die Fußgänger oder Straßenbahn nicht abbiegen können. Bei unserem Nachbar Leverkusen geht es doch auch.

  • Autorenbild' Markus

    Hallo KVB,

    vielen Dank für diesen Blogbeitrag. Einige Punkte sind allerdings nicht komplett zu Ende formuliert; folgendes Beispiel dazu:

    Ich warte an der Haltestelle „Amsterdamer Str. / Gürtel“ auf die Linie 16 mit Fahrtrichtung Innenstadt. Diese Linie steht auch an der Anzeigetafel mit 9 Minuten angeschlagen. Auf der Anzeige in Gegenrichtung (Ri. Sebastianstraße) steht keine Linie 16.
    Beide Anzeigen zeigen im unteren Bereich als Laufschrift irgendeine Werbung (KVB-Rad usw.)
    Die 9 Minuten verstreichen und die Linie 16 verschwindet plötzlich von der Anzeige wie im Bermuda Dreieck. Stattdessen wird eine neue 16 mit Fahrtrichtung Innenstadt angezeigt, welche nunmehr in 11 Minuten kommen soll.
    Ich habe über 30 Minuten an dieser Haltestelle gewartet, bis dann endlich mal eine Linie 16 eingefahren ist, mit der ich dann fahren konnte. In Gegenrichtung (Ri. Sebastianstraße) ist in diesen 30 Minuten keine einzige Bahn gefahren.
    Nach Kontakt mit der KVB habe ich erfahren, dass es eine größere Störung im Innenstadttunnel gab. Dadurch wurden einige Bahnen „kurz gesetzt“. Diese haben also bereits wie hier beschrieben am Reichensperger Platz gewendet, um verlorene Zeit aufzuholen.

    Dazu nun folgende Anmerkungen:
    – Bis zur Endhaltestelle Sebastianstraße sind es nur noch zwei Stationen. In Gegenrichtung ist wie bereits erwähnt keine 16 gefahren. Demnach muss die Linie 16, welche ich dann nehmen konnte mindestens 30 Minuten an der Endhaltestelle gestanden haben! Warum???
    – Wenn die Anzeigetafel immer wieder suggeriert, dass in den nächsten 10 Minuten eine Bahn kommt, bringt dem Fahrgast die Mobilitätsgarantie auch recht wenig.
    – Die Disponenten wissen ja relativ frühzeitig, dass Bahnen ausfallen, verspätet sind, oder auch „kurz gesetzt“ werden. Warum kann dies nicht über die Anzeigetafeln kommuniziert werden? Stattdessen läuft dort Werbung!

    Verspätungen sind durchaus verständlich, der KVB mangelt es allerdings ganz deutlich an schneller Kommunikation mit den Fahrgästen!
    Aber wahrscheinlich ist so eine Laufschrift wie bspw. „Aufgrund einer Störung im Innenstadttunnel kommt es zu Verspätungen von über 20 Minuten. Bitte nutzen Sie die Möglichkeit der Mobilitätsgarantie“ zu kostenintensiv…

    Zwei weitere Gedanken:
    – Warum haben bspw. die Bahnen der Linie 16 schon an der besagten Haltestelle oftmals Verspätungen von mehreren Minuten, obwohl die Bahn gerade erst von der Start-Haltestelle zwei Stationen auf separaten Schienen, ohne großartigen Individualverkahr (ausgenommen Straßenkreuzungen) zurücklegen musste?
    – Es ist bestimmt mit Personalkosten verbunden, würde aber mit Sicherheit zur Kundenzufriedenheit beitragen, wenn speziell in der Rush-Hour am Nachmittag an den neuralgischen Punkten (Dom/Hbf und Neumarkt) regelmäßig Aufsichtspersonal stehen würde, welches die Eingänge der Bahn kontrolliert, damit nicht immer wieder die Türen von Fahrgästen aufgehalten bzw. sogar aufgezogen werden.

    Viele Grüße
    Markus

    • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

      Hallo Markus,
      wenn eine Bahn vom DFI-Anzeiger verschwindet, so kann das verschiedene Ursachen haben. Entweder wird ein Signal der Bahn nicht empfangen und somit kann sie nicht mehr angezeigt werden, oder aber sie musste vorzeitig aus dem Verkehr gezogen oder kurzgesetzt werden, wie es wohl laut Ihrer Aussage auch war. Für die Unannehmlichkeiten können wir uns nur entschuldigen und auch dafür, dass die Information offensichtlich nicht optimal war.
      Ich kann Ihnen nur raten – unabhängig davon, was die Anzeiger anzeigen – die Mobilitätsgarantie bei einer Wartezeit über 20 Minuten in Anspruch zu nehmen.

      Die Kollegen arbeiten aber bereits an einer Optimierung der Software, sodass mittelfristig auch eine verbesserte Darstellung und Kommunikation möglich sein wird. Es ist also eine Verbesserung in Sicht. Wieso, weshalb und warum eine Bahn 30 Minuten an der Endhaltestelle gestanden hat, können wir ohne konkrete Daten (Datum und genaue Uhrzeit) leider so nicht mehr nachvollziehen. Dass die Bahnen trotz kurzsetzen noch angezeigt werden ist ärgerlich – aus diesem Grund werden die Anzeiger in der Regel auch im Falle einer Störung abgeschaltet. Denn die Bahnen senden ja trotzdem weiterhin die Signale, dass sie im Normalfall in X Minuten an Haltestelle Y eintreffen.
      Verspätungen unter 10 Minuten werden in der Regel nicht kommuniziert, da dies bei den Fahrgästen eher zur Verwirrung als zu Aufklärung führen würde und, wie bereits erwähnt, die Darstellungsmöglichkeiten dafür derzeit noch nicht optimal gegeben sind.

      Bahnen starten dann bereits verspätet von einer Starthaltestelle, wenn sie z.B. bereits verspätet eingetroffen sind. Und auch wenn es „nur ein paar Straßenkreuzungen“ sind, so wird die Strecke öfter blockiert, als man sich vorstellt.
      Den Hinweis bezüglich des Aufsichtspersonales leite ich gerne an den Fachbereich weiter!
      Viele Grüße,
      Carola Sodermanns

  • Autorenbild' Harald

    Ein kurz setzen von Bahnen kann ich nachvollziehen. Aber verstehen kann nich folgenden sachverhalt nicht:
    Es gab eine größere Störung. Die erste Bahn, die wieder den normalen Linienweg fahren könnte wird kurz gesetzt mit dem Hinweis, dass direkt dahinter eine weitere Bahn sei. Eine sehr voll besetzte Bahn muss also verärgerte Fahrgäste früher aussteigen lassen. In 99% der Fälle muss länger als 10 Minuten gewartet werden, bis die nächste Bahn, die dann ebenfalls sehr voll ist eintrifft. Also müssen sie Kunden weiter warten.
    Meine Frage: Warum kann nicht zumindest die erste Bahn bis zur Endhaltestelle durchfahren?

    Den zweiten Punkt den ich nicht nachvollziehen kann ist wie verspätete Bahnen wieder in den Takt zurückfinden sollen.
    Ein Beispiel der Linie 18. Sie soll ab Thielenbruch im 10 Minutentakt immer um 08, 18, etc fahren. Nun trifft die Bahn erst 3 Minuten nach ihrer ursprünglichen Abfahrtszeit ein (Beispiel: Abfahrtszeit 9:08, Ankunft in Thielenbruch um 9:11). Die Bahn hat also incl. Standzeit 13 Minuten Verspätung. Warum wird die Bahn umgehend wieder zurück Richtung Klettenberg geschickt, wenn der Fahrer sich die Freigabe zur Ausfahrt einholt? Kann sie nicht erst um 9:18 losfahren und somit in einem für die Linie 18 normalen Takt sein?
    Durch das zwischen drin losfahren gibt es „Kollisionen“ mit der Linie 3, 13 und 16 (und mit den Bahnen, die ab Herler Str. eingesetzt werden).

    • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

      Hallo Harald,
      ich habe eben mit einem Kollegen aus der Leitstelle gesprochen. In der Regel ist es schon so, dass die erste Bahn bis zur Endhaltestelle durchfährt. Falls aber die Störung sehr lange gedauert hat und dadurch nun die Ablösekette gefährdet ist, wird in solchen Situationen manchmal auch direkt der erste Zug kurzgesetzt. Das entscheiden die Kollegen wirklich situativ. Die Leitstelle schaut immer im ITCS nach, wo sich die Bahnen gerade befinden und wo sie sich eigentlich befinden sollten und versuchen dann eine möglichst optimale Lösung zu finden, damit die Einschränkungen für alle Fahrgäste möglichst gering ausfallen. Je länger mit dem Kurzsetzen gewartet wird, desto größer sind ja nachher die Löcher.
      Zu der 2. Frage: in der Regel ist ja nicht nur die eine 18 betroffen. Meist hat es ja auch Auswirkungen auf andere Linien, die dieselben Gleise benutzen. Außerdem ist ja die zweite 18, die eigentlich um 9:18 Uhr abfahren soll, vielleicht pünktlich in Thielenbruch. Die muss ja auch wieder auf die Strecke.
      Wie gesagt, die Kollegen wägen immer genau ab, was sie denn am besten tun sollten.
      Vielleicht ist es ja für Sie interessant, direkt mal in die Leitstelle hineinzuschnuppern? Am 22.5. gibt es einen Tag der offenen Tür, bei dem auch Besichtigungen der Leitstelle möglich sind. Da aber natürlich nur eine kleine Anzahl von Besuchern in den Genuss kommen kann, muss noch entschieden werden, wie genau das Procedere ablaufen soll (ob vorherige verbindliche Anmeldung oder Verlosung oder Anmeldung vor Ort…). Das steht momentan noch nicht fest.
      Viele Grüße,
      Anke Eismann-Erpenbeck

  • Autorenbild' Lisa

    Hallo zusammen,
    auf der Strecke der Linie 16 kommt es immer wieder zu enormen Verspätungen, da sie ja nun auch eine weite Strecke quer durch die Stadt, durch den Innenstadt-Tunnel und diverse Nadelöhre muss.
    Diese Bahn wird häufig kurzgesetzt und zwar ab dem Reichensperger Platz. Alles verständlich – damit kann ich gut leben.
    ABER: Warum zum Henker kann man das nicht einfach schon eine Station vorher, also am Ebertplatz entscheiden und kommunizieren.
    Ab dem Ebertplatz habe ich gefühlte hundert Alternativen zur 16, stattdessen aber stehe ich jedesmal mit Mengen anderer Berufspendler am Reichensperger Platz, an dem ich keine Umstiegsalternative habe, und warte auf die erste Bahn, die wieder begehbar ist (das ist meistens nicht die erste!)
    Es ist ja ofenbar möglich, das so zu entscheiden und kommunizieren, denn ich habe es mehrmals erlebt….
    Macht das doch bitte zur Regel.
    Liebe Grüße
    Lisa

    • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

      Hallo liebe Lisa,
      das kann ich durchaus nachvollziehen, denn am Ebertplatz ist die Umstiegsmöglichkeit in der Tat günstiger. Wir werden den Hinweis aufgreifen und das Fahrpersonal bei Kurzfahrten darauf hinweisen, eine Durchsage zu machen.
      Liebe Grüße zurück,
      Carola

  • Autorenbild' Jan Conrad

    Hallo zusammen,

    wie kann es sein, dass tagtäglich eine Vielzahl an Bahnen wegen Schadensfällen ausfällt und damit zu erheblichen Verzögerungen und Beeinträchtigungen führt? Alleine heute sind wieder zwei Bahnen der Linie 3 und 4 wegen Schadensfällen erst einmal ersatzlos ausgefallen. Bei den anderen Linien sieht es auch keinen Deut besser aus. Den Rest könnt Ihr euch sicher denken: volle Züge, längere Dauer etc. pp.

    Wartet Ihr euer Material nicht richtig oder fahrt soweit alles runter bis wirklich gar nichts mehr geht? Gefühlt fahrt Ihr den letzten Schrott! Wer prüft den die Verkehrssicherheit eurer Züge und Busse?

    Mit besten Gruß
    Jan

    • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

      Hallo lieber Jan,

      ich kann verstehen, dass es ärgerlich ist, wenn Bahnen ausfallen und man deswegen warten muss und länger unterwegs ist. Unsere Bahnen kommen 2x wöchentlich zur Wartung in die Werkstatt, alle 25 000 Kilometer in die Großinspektion. Bei der Basiswartung wird die Elektronik überprüft, Funkanlage und Fahrtlicht getestet, sowie Wasser für die Scheibenwischer und Bremssand nachgefüllt. Die Inspektionen kosten Zeit und Geld, gespart wird an ihnen trotzdem nicht.

      Wenn man aber bedenkt, dass täglich hunderttausende Fahrgästen ein- und aussteigen, Türen aufgehalten werden (teilweise mit massiver Gewalt), so erklärt sich der Großteil der Störungen eigentlich von selbst. Denn die häufigsten Störungen sind immer noch Türdefekte, die überwiegend durch äußere Einwirkung entstehen. Natürlich gibt es auch hin und wieder mal einen Defekt am Stromabnehmer etc. Dies ist aber nicht die Regel und lässt sich leider auch durch regelmäßige Wartung nicht vermeiden :-/

      Die Verkehrssicherheit unserer Züge und Busse wird in unseren Werkstätten sichergestellt. Die Werkstätten werden auch in unregelmäßigen, unangekündigten Zeiträumen durch die Technische Aufsichtsbehörde überprüft.

      Mit besten Grüßen zurück,
      Carola

    • Autorenbild' Florian

      Lieber Jan,

      Schrott sind die KVB-Bahnen überhaupt nicht:
      1. Die Bahnen der KVB sind mit einer der besten Bahnen Deutschlands.
      2. Und die für uns älteren und unmodernen Straßenbahnen haben sich früher (und heute glaube ich auch noch) sehr gut für den Linienbetrieb geeignet.
      3. Diese „alten“ Bahnen werden sowieso bis 2025 durch neue ersetzt. Und einen Straßenbahn kauft man ja auch nicht so mal eben.

      Viele Grüße
      Florian

  • Autorenbild' Marion

    Hallo KVB,

    heute ist mal wieder eine Bahn der Linie 13 ausgefallen. Als ich an der Haltestelle Geldernstr. ankam um 17:15Uhr, waren 20 Minuten bis zur nächsten Bahn angeschlagen. Okay dachte ich, 20 Minuten! Nicht schön, aber zu verkraften. Leider wurden aus diesen 20 Minuten dann doch mehr als 40 (da ist sie wieder, die KVB-Minute). Also ist nicht nur eine Fahrt ausgefallen, sondern 3. Das ist so das, worüber ich mich dann tierisch ärgere. Warum kann dann nicht einfach an den Leuchttafeln ausgewiesen werden: Nö, dauert dann doch wohl länger! Dann habe ich doch die Wahl, ob ich mich umzuorientieren, in die andere Richtung bis zu einem Knotenpunkt fahren, um von dort in eine Linie umzusteigen, die mich zu meiner Haltestelle bringt.

    • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

      Hallo Marion Luebben,
      um genau nachvollziehen zu können, was da los war, bräuchten wir noch die Fahrtrichtung. Tut mir leid, dass Sie so lange warten mussten. Ich kann Ihre Verärgerung nachvollziehen. Ein kleiner Tipp für die Zukunft: Länger als 20 Minuten müssen Sie in solch einem Fall nicht warten. Dann greift unsere Mobilitätsgarantie. Das heißt, Sie können sich ein Taxi nehmen und wir erstatten die Kosten: www-kvb-koeln.de/mobigarantie.
      Viele Grüße, Carola

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