Barrierefreiheit: Wie Bus und Bahn erreichbar werden

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Auf zwölf Stadtbahn-Linien und auf über 40 Bus-Linien ist die KVB unterwegs. Hierbei werden 235 Stadtbahn-Haltestellen und 730 Bus-Haltestellen angefahren. Die Busse und Bahnen sind im Stadtbild unübersehbar und werden jährlich von über 277 Millionen Fahrgästen der KVB genutzt. Doch für einige Menschen sind die Busse und Bahnen nur schlecht oder gar nicht erreichbar, fahren an ihrer Haustür vorbei und bringen eben nicht (gut) voran. Barrieren befinden sich zwischen ihnen. Was tun?

Dieser Beitrag beschreibt den Umfang der mit Barrierefreiheit verbundenen Aufgaben und dokumentiert durch eine reichhaltige Bildauswahl das weite Feld.

Eine große Aufgabe

Barrierefreiheit ist ein großes Wort. Und hierhinter steckt eine der wirklich großen Aufgabenstellungen im öffentlichen Nahverkehr. Schließlich sichern Städte und Gemeinden zusammen mit den Verkehrsunternehmen die Mobilität, indem sie den Einwohnern ein ausreichendes und attraktives Angebot zur Verfügung stellen. Dabei gilt es, den „ÖPNV für Alle“ zu realisieren, denn bestimmte Bevölkerungsgruppen sind besonders auf die Nutzung von Bussen und Bahnen angewiesen. Deshalb engagieren sich die Stadt Köln und die KVB seit vielen Jahren um die Beseitigung von Barrieren.

Inzwischen sind ca. 90 Prozent der Stadtbahn-Haltestellen stufenfrei zugänglich und ermöglichen den „niveaugleichen“ Ein- und Ausstieg in die Bahnen – also ohne Trittstufen. Etwa 27 Prozent der Bus-Haltestellen sind mit einem höheren Bordstein ausgestattet, der den Höhenunterschied zum Boden des Fahrgastraumes deutlich verringert. Alle Busse der KVB sind absenkbar und mit einer einfach ausklappbaren Rampe ausgestattet, so dass gleichfalls ein hohes Niveau der Barrierefreiheit im Busverkehr erreicht wurde. In den Fahrzeugen befinden sich Mehrzweckflächen, in denen Rollstuhlfahrer, Rollatoren, Kinderwagen und Buggys ihren Platz finden. Noch arbeiten Stadt und KVB „am Rest“, worunter sich jedoch auch Stadtbahn-Haltestellen mit komplizierter örtlicher Lage, wie etwa die Haltestelle „Friesenplatz“, befinden. Die Haltestellen „Venloer Straße/Gürtel“, „Aachener Straße/Gürtel“ und „Reichenspergerplatz“ gehören auch dazu.

Mit Aufklebern weist die KVB darauf hin, dass nicht nur Rollstuhlfahrer bevorzugt Platz finden sollen. Mitgeführte Räder sollten hintenan stehen.

Mit Aufklebern weist die KVB darauf hin, dass nicht nur Rollstuhlfahrer bevorzugt Platz finden sollen. Mitgeführte Räder sollten hintenan stehen.

Dabei stehen verschiedene Gruppen im Mittelpunkt. Barrierefreiheit ist längst nicht mehr nur für Menschen im Rollstuhl ein Thema. Auch Mütter, Väter und Großeltern mit Kinderwagen und Buggys stoßen auf Hindernisse. Zudem wird die Zahl älterer Menschen, die einen Rollator nutzen, immer größer. Auch diejenigen, die einfach nicht mehr so gut zu Fuß unterwegs sind – mit oder ohne Stock – haben das berechtigte Interesse, möglichst einfach in Busse und Bahnen zu gelangen und dort sicher mitfahren zu können. Und das sind nur diejenigen, die Schwierigkeiten beim Gehen haben.

Unter dem Strich besitzt Barrierefreiheit in Köln für einen erheblichen Anteil der Bevölkerung persönliche Bedeutung. Allein die Gruppe der Einwohner im Alter von 65 bis unter 80 Jahren umfasst ca. 165.000 der rund 1,07 Millionen Kölnerinnen und Kölner. 80 Jahre und älter sind etwa 50.000 Menschen. Die 215.000 Seniorinnen und Senioren machen bereits über 20 Prozent aller Einwohner der Stadt aus. Es darf unterstellt werden, dass diese früher oder später nicht mehr so gut auf den Beinen sind.

Weitere rund 61.000 Einwohner sind unter sechs Jahren, ein nennenswerter Teil von ihnen benötigt also einen Kinderwagen oder Buggy. Na, direkt betroffen sind sie nicht – häufig aber ihre „Begleiter“.

Die amtliche Statistik erfasst zudem – über alle Altersgruppen – etwas über 89.000 Menschen in Köln, die einen Schwerbehindertenausweis besitzen (8,3 % der Einwohner); hierin sind noch nicht alle Arten von Behinderungen berücksichtigt (jeweils Daten 2015).

Am auffälligsten sind Rollstuhlfahrer – und können zugleich als Maßstab für viele andere Einschränkungen gelten. Kommt der Rollstuhlfahrer zum Fahrzeug, in dieses hinein, findet in ihm sicheren Platz und gelangt anschließend wieder über die Haltestelle in den allgemeinen öffentlichen Raum, dann sind die Aspekte der Stufenfreiheit erfüllt.

Am auffälligsten sind Rollstuhlfahrer – und können zugleich als Maßstab für viele andere Einschränkungen gelten. Kommt der Rollstuhlfahrer zum Fahrzeug, in dieses hinein, findet in ihm sicheren Platz und gelangt anschließend wieder über die Haltestelle in den allgemeinen öffentlichen Raum, dann sind die Aspekte der Stufenfreiheit erfüllt.

Steht nicht nur die Gehbehinderung im Mittelpunkt?

Es gibt zahlreiche körperliche und geistige Einschränkungen, die den einzelnen Menschen dauerhaft oder auch nur zeitweise begleiten können: Mobilitätseinschränkungen durch das Älterwerden, Verletzungen oder durch das Mitführen von Kinderwagen, Buggys, schwerem bzw. unhandlichem Gepäck, Gehbehinderungen, Sehbehinderungen bis hin zum Blindsein, Hörschäden, Greifbehinderungen, Konzentrations- und Orientierungsschwierigkeiten. Auch Schwangerschaften sind, zumindest in den letzten Monaten, mit Mobilitätseinschränkungen verbunden. Eigentlich, so dürfen wir erkennen, ist der junge, durchtrainierte Fahrgast ohne jegliche Einschränkung eher die Ausnahme. Das unterstreicht noch einmal, warum mit der Aufgabenstellung Barrierefreiheit ein dickes Bündel von Einzelaufgaben verbunden ist.

Barrierefreiheit – was ist das?

Die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs soll ohne Barrieren für jedermann möglich sein. Zur Nutzung gehört jedoch nicht nur die Fahrt mit Bus oder Bahn, sondern auch der Weg über die jeweilige Haltestelle zum Fahrzeug, der Einstieg ins Fahrzeug, der spätere Ausstieg und Abweg. Im Fahrzeug selbst muss hierfür eine geeignete Sitz- bzw. Aufstellfläche vorhanden sein.

Die notwendige „Verkettung positiver Zustände“ leuchtet ein, wenn wir bedenken, dass lediglich ein Element fehlen muss, um die Fahrt mit Bus oder Bahn entweder gar nicht möglich zu machen oder aber zumindest mit spürbaren Unfallgefahren zu belasten. Der Umbau von Haltestellen, damit diese barrierefrei erreichbar sind und den niveaugleichen Einstieg ermöglichen, ist das wohl auffallendste Kettenglied in der Aufgabenstellung. Doch insgesamt handelt es sich um ein ganzes Bündel von Aufgaben, die fein aufeinander abgestimmt sein und im gesamten Netz funktionieren müssen. Deshalb kann Barrierefreiheit häufig nicht einfach erreicht werden und kostet auch spürbar Geld.

Barrierefreiheit betrifft sowohl die Bewegung als auch die Information.

Niveaugleicher Einstieg: Ganz gleich ob Hochflur- oder Niederflur-Linie, für einen Rollstuhl wäre an der Haltestelle im rechten Bild Schluss. Fahrgäste mit Rollator, Kinderwagen, Buggy, aber auch einfach mit unbeweglichen Beinen, haben es schwierig.

Das Ziel der Barrierefreiheit findet ihre Grundlage im Anspruch der Menschen auf ein möglichst selbstbestimmtes Leben. Die Situation des Einzelnen darf grundsätzlich nicht dazu führen, dass dieser von Teilbereichen des gesellschaftlichen Lebens ausgeschlossen wird. Heute wird das meist im Begriff der „Inklusion“ zusammengefasst – jeder Mensch soll in der Lage sein, sich zu bilden, arbeiten gehen zu können, sich selbst zu versorgen, an Kultur, Sport und anderen Freizeitaktivitäten teilzunehmen, zu kommunizieren und eben auch am Verkehr teilzunehmen.

Wo stehen wir heute?

Zweifelsfrei hat sich in Köln viel getan. Köln muss sich im Vergleich mit anderen Städten sicherlich nicht verstecken. Etwa 90 Prozent der Bahnsteige an Stadtbahn-Haltestellen ermöglichen den niveaugleichen Einstieg in die Stadtbahnen und sind mindestens an einer Stelle stufenfrei erreichbar. Im Stadtbahn-Netz sind auf Kölner Stadtgebiet alle Stadtbahn-Haltestellen in den jeweiligen Fahrtrichtungen mit DFI-Anzeigern ausgestattet. In 334 dieser Anlagen ist auch eine so genannte „ELA“ integriert, also eine Anlage für die akustischen Ansagen, die für Blinde und Sehschwache Menschen von großer Bedeutung sind. An den großen Innstadt-Haltestellen erfolgt die akustische Ansage automatisch, an den weiteren Haltestellen müssen diese durch Fahrgäste auf Knopfruck angefordert werden. Viele oberirdische Bahnsteige und die meisten U-Bahnstationen sind mit dem Blindenleitsystem ausgestattet.

So wie an der Haltestelle “Liebigstraße“ wurden an vielen Stellen Bahnsteige nachträglich erhöht, um den niveaugleichen Ein- und Ausstieg zu ermöglichen.

So wie an der Haltestelle “Liebigstraße“ wurden an vielen Stellen Bahnsteige nachträglich erhöht, um den niveaugleichen Ein- und Ausstieg zu ermöglichen.

Die Bus-Haltestellen mit hohen Borden sind mit etwa 27 Prozent noch in der Minderzahl. Doch alle Busse sind absenkbar und alle Busse verfügen über eine einfach ausklappbare mobile Rampe. Alle 329 DFI-Anzeiger im Bus-Netz verfügen über die Möglichkeit akustischer Ansagen. Allerdings ist die Installation von DFI-Anlagen an die Frequentierung der Haltestellen gebunden und die ELA an die Existenz einer DFI-Anlage. Gerade im Bereich der Vororte und des Innenstadtrandes fehlt es hieran noch. Da Bus-Haltestellen in der Regel in die Fläche des Bürgersteiges integriert sind, ist auch das Blindenleitsystem noch nicht vollständig ausgebreitet. Aber auch hier verbessert sich der Zustand immer mehr, denn mit Erneuerung der Fußwegoberflächen werden auch Elemente des Blindenleitsystems eingebaut. Ähnlich ist es im Umfeld von Fußgängerampeln.

 

Der Spalt zwischen Bürgersteig und Fahrzeugboden ist – sobald die Busse gut an die Bordsteine herankommen, bereits recht gering. Durch das Absenken der Busse wird der Ein- und Ausstieg noch einfacher. „Landseitig“ werden weiterhin Borde erhöht, „fahrzeugseitig“ existieren bereits zu 100 Prozent leicht ausklappbare Rampen.

Sicherlich wird es auch in Zukunft Haltestellen geben, die nicht als vollständig barrierefrei bezeichnet werden können. So bestehen im südlichen Kölner Umland an der Linie 7 und auf einem kurzen Abschnitt der Linie 18 zum Beispiel Haltestellen an Schienenwegen, die auch von Güterzügen der Eisenbahn befahren werden. Deren Güterwagen kollidieren aber mit 90 cm hohen Bahnsteigen, die für den niveaugleichen Einstieg in die Hochflurbahnen der Stadtbahn notwendig sind. Es bleibt abzuwarten, wie sich die dortigen Aufgabenträger des ÖPNV langfristig verhalten. In anderen Fällen macht die Ortslage den nachträglichen Einbau von Aufzügen sehr schwer bis nahezu unmöglich. Auch hier bleibt offen, welche Lösungsansätze gefunden werden können.

Gesetzliches Ziel zum 1. Januar 2022

Der Gesetzgeber misst der Barrierefreiheit im ÖPNV inzwischen eine noch größere Bedeutung zu, als sie sich in den vergangenen Jahrzenten entwickelt hat. Das Personenbeförderungsgesetz (PBefG) definiert in seinem Paragraf 8, Absatz 3, Satz 3: „Der Nahverkehrsplan [eines Aufgabenträgers – hier der Stadt Köln; d. Red.] hat die Belange der in ihrer Mobilität oder sensorisch eingeschränkten Menschen mit dem Ziel zu berücksichtigen, für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs bis zum 1. Januar 2022 eine vollständige Barrierefreiheit zu erreichen.“ Und weiter heißt es: „Die in Satz 3 genannte Frist gilt nicht, sofern in dem Nahverkehrsplan Ausnahmen konkret benannt und begründet werden.

Als Zieldatum wurde somit der 1. Januar 2022 definiert, an dem die vollständige Barrierefreiheit erreicht sein soll. Jedoch sind Ausnahmen möglich, wenn diese konkret benannt und begründet werden. Diese Soll-Vorschrift des PBefG bindet somit alle dem Bund untergeordneten Ebenen unseres föderalen Gemeinwesens, also auch das Land Nordrhein-Westfalen, die Stadt Köln und die KVB als in Köln tätiges ÖPNV-Unternehmen, sehr stark. Das Engagement von Stadt und KVB hat hiermit deutlichen Rückenwind bekommen – über die Finanzierung der Barrierefreiheit hingegen macht das PBefG keine Aussage.

 

Der Umbau von Haltestellen, auch in komplizierten Geländesituationen, hat mit der Novellierung des Bundesgesetzes PBefG eine deutliche Stärkung erfahren. Wie hier an der Haltestelle „Liebigstraße“ (Linie 5) bekommen mobilitätseingeschränkte Fahrgäste zumindest mit einer Rampe barrierefreien Zugang zum ÖPNV.

Warum sind Barrieren überhaupt ein Thema?

Heute werden neue Anlagen des ÖPNV – oberirdische Haltestellen, U-Bahnstationen und Fahrzeuge – selbstverständlich barrierefrei geplant und gebaut bzw. beschafft. Manchmal fordert die Geländelage zu kreativen Lösungen auf, etwa wenn die benachbarte Bebauung die Integration eines Aufzugs schwierig macht. Neue Anlagen sind meist aber nicht das Problem.

Problematisch sind insbesondere bestehende Anlagen. Die Ergänzung verschiedener technischer und baulicher Einrichtungen, um Barrierefreiheit zu erreichen, erfordert gelegentlich viel Kreativität und die Bereitschaft zu Kompromissen. Da kann es sein, dass ein Aufzug nicht in gerader Linie von der Oberfläche des Straßenraums über die Verteilerebene auf die Bahnsteigebene der U-Bahn führt. Manchmal müssen die Nutzer auf ihrem Weg von einem Aufzug in den nächsten wechseln. In anderen Fällen ist die Integration einer Rampe nur an einer Seite eines Bahnsteiges möglich, an der anderen Seite befinden sich dann Treppenstufen.

In Köln ist zum Beispiel die U-Bahn-Station „Friesenplatz“ so eine „harte Nuss“, die es noch zu knacken gilt. An diesem zentralen Knoten im KVB-Netz halten die Stadtbahn-Linien 12 und 15 auf der U-Bahn-Ebene -2, die Stadtbahnen der Linien 3, 4 und 5 auf der Ebene -1. Beide Bahnsteigebenen sind in ihrer räumlichen Ausrichtung gegeneinander versetzt und an der Oberfläche befindet sich dichter Verkehrsraum und durchgehende Blockrandbebauung. Die Integration von Aufzügen bereitet den Fachleuten Kopfschmerzen und wird nur mit erheblichen Kosten zu realisieren sein. Dennoch ist die Umsetzung dieses Vorhabens in den nächsten Jahren wichtig. Zur Zeit wird an der Haltestelle „Kalk Post“ eine Aufzugsanlage nachträglich eingebaut.

An der Haltestelle „Chlodwigplatz“ (linkes Bild) ließ sich ein Aufzug zur neuen Nord-Süd Stadtbahn direkt an der Lauflinie vieler Fahrgäste einplanen und bauen. An der Haltestelle „Kalk Post“ werden derzeit Aufzüge nachträglich eingebaut, von denen einer zum Glück auch auf der Platzfläche nahe einem Überweg über die Kalker Hauptstraße erreichbar sein wird.

Im Kern müssen heute Probleme gelöst werden, die früher durch eine andere Wertschätzung von Menschen mit Einschränkungen geschaffen wurden. Die Gesellschaft war insgesamt jünger – die Anzahl alter Menschen, deren körperliche Fähigkeiten abgenommen haben, war viel geringer. Damals nannte man das „Restgröße“. Eben Rest, bedeutete so viel wie „darum kümmern wir uns am Ende“. Doch bis dahin kam man nicht. Menschen mit Behinderungen waren damals vor allem Rollstuhlfahrer oder Blinde. Deren Anzahl war „verschwindend gering“. Eben „verschwindend“ in der Planung des ÖPNV. Für sie gab es spezielle Mobilitätsdienste mit Taxen und Kleinbussen, ob sie das wollten oder nicht.

Die Anzahl blinder Menschen ist auch heute noch sehr gering. Im Gegensatz zu früheren Jahren werden die ÖPNV-Anlagen aber dennoch auf blinde oder sehbehinderte Menschen ausgerichtet.

Die Anzahl blinder Menschen ist auch heute noch sehr gering. Im Gegensatz zu früheren Jahren werden die ÖPNV-Anlagen aber dennoch auf blinde oder sehbehinderte Menschen ausgerichtet.

Zum Glück hat sich das Bewusstsein heute wesentlich geändert, in der Wertschätzung der Menschen und in den gesetzlichen Bestimmungen. Doch die Folgen der damaligen Denkweisen begleiten uns heute noch und machen zum Beispiel die zehn Prozent der noch nicht stufenfreien Stadtbahn-Haltestellen in Köln aus. Nachlassen ist dabei keine Lösung. Vielmehr muss das bisher Erreichte Ansporn für alle Beteiligten sein.

Was kostet das?

Die Kosten von Maßnahmen zur Realisierung der Barrierefreiheit sind sehr unterschiedlich und meist von der jeweiligen Ortslage abhängig. So kostet zum Beispiel der Umbau eines oberirdischen Bahnsteigs der Stadtbahn ca. 300.000 Euro, kann aber auch teurer werden. Die Anpassung des Rohbaus einer U-Bahnstation schlägt – projektbezogen – schnell mit mehreren Millionen Euro zu Buche.

Der Erwerb eines Anzeigers der dynamischen Fahrgastinformation (DFI) für den Bus-Betrieb kostet (ohne Rohbaumaßnahme und ohne Softwareanpassung) ca. 10.000 Euro. Für den Stadtbahn-Betrieb kostet ein solcher Anzeiger bereits ca. 25.000 Euro.

Blinde und sehschwache Menschen benötigen ein mit dem Stock tastbares und kontrastreich auffallendes Leitsystem. Dieses führt auch zu den Schaltern der akustischen Ansagesysteme. Auch die neuen Ticket-Automaten der KVB verfügen mit dem von Sehschwachen erkennbaren Vier-Ecken-Modus über eine angepasste Benutzeroberfläche.

Gleichfalls in die Millionen geht der Einbau von Aufzügen. Auch hier ist die Ortslage mitentscheidend; sie hat Auswirkungen auf die Motorisierung und auf die Anordnung der Türen und das Volumen der Kabine.

Die Kosten teilen sich die Stadt Köln als Eigner der Infrastruktur mit einem Eigenanteil von meist 15 Prozent und das Land NRW aus Mitteln aus dem ÖPNV-Gesetz NRW mit einem Anteil von bis zu 85 Prozent.

Wie werden Prioritäten gesetzt und umgesetzt?

Niemand kann zaubern und es braucht noch etwas Zeit, bis auch die verbliebenen Haltestellen umgebaut sind. Wie aber kommt es zu Prioritäten und wie werden die Prioritäten umgesetzt?

Hierbei sollten für jede Haltestelle eigentlich zwei Daten im Mittelpunkt stehen: Die Anzahl der Ein-, Aus- und Umsteiger sowie die Entfernung zur nächstgelegenen barrierefreien Haltestelle auf der entsprechenden Linie. Letzteres findet sich jedoch nicht in der Bewertungsmatrix, was dazu führt, dass die Stadtbahn-Linie 13 für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ein echtes „No go“ ist. Weitere Kriterien sind die Verknüpfungsfunktion der jeweiligen Haltestelle, die Existenz besonderer Einrichtungen im Umfeld und der bauliche Aufwand. Eine hierauf basierende Prioritätenliste stimmt die Stadtverwaltung mit der KVB und den Behindertenorganisationen ab. Anschließend geht diese Liste in die politischen Gremien der Stadt.

Die Beratung der Kommunalpolitiker kann dann zu Verschiebungen führen, schließlich setzen sich insbesondere die Bezirksvertretungen für ihre Stadtteile ein. So ist der nachträgliche Einbau von Aufzügen an der stark frequentierten Haltestelle „Kalk Post“ durch die politische Beratung weiter „nach oben gerutscht“. In jedem Fall aber muss die Beratung der baulichen Seite auch mit der Beratung über die notwendigen finanziellen Mittel einhergehen. Die Haushaltsmittel werden letztendlich durch die Ratsversammlung im Rahmen des Beschlusses über den Haushalt der Stadt Köln bereitgestellt.

Im Haushalt muss der Eigenanteil der Stadt sichergestellt sein, bevor sich das Land NRW – als Träger des meist größten Teils der Finanzierung – festlegt. Eine finanzielle Zuwendung des Landes erfolgt aufgrund der Anmeldung der Maßnahmen zum ÖPNV-Bedarfsplan und nach der Verfügbarkeit benötigter Mittel im Haushalt des Landes NRW. Bis also der Umbau einer Haltestelle verkündet wird, kann es weitere Verschiebungen in den Prioritäten gegeben haben, etwa weil die Finanzmittel für eine teure Baumaßnahme nicht ausreichen und deshalb eine kleinere Maßnahme vorgezogen wird.

Derzeit stehen die Stadtbahn-Haltestellen „Kalk Post“ und „Vingst“ auf den beiden ersten Plätzen der Präferenzliste, an beiden wird auch bereits gebaut. Es folgen die Haltestellen „Barbarossaplatz“, „Nußbaumerstraße“ und „Subbelrather Straße/Gürtel“. Seitens der Stadt Köln wurde der Bedarf von insgesamt 102 Millionen Euro für den barrierefreien Umbau von insgesamt 23 Stadtbahn-Haltestellen als Maßnahmenbündel zum ÖPNV-Bedarfsplan 2017 des Landes NRW angemeldet. Des Weiteren sollen 440 Bus-Haltestellen barrierefrei ausgebaut werden. Dies beansprucht weitere 17,6 Millionen Euro. Die Vermutung liegt nahe, dass uns Baumaßnahmen zur Barrierefreiheit noch ein paar Jahre begleiten werden. In dieser Zeit verschieben sich auch Prioritäten, etwa weil sich im Umfeld der Haltestellen die Stadt mit Wohnflächen, Einrichtungen des Handels, der Dienstleistungen etc. weiterentwickelt.

Mit guten Informationen Barrieren umgehen

Nun ist es gut, wenn die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs ohne Barrieren möglich ist. Dabei müssen die Betroffenen jedoch auch wissen, wie ihre Wege verlaufen und wo sie an die Informationen, zum Beispiel über die nächsten Fahrten, gelangen können. Insbesondere auch dann, wenn noch Barrieren bestehen, ist eine Information hierüber und über alternative Fahrtmöglichkeiten zwingend notwendig. Deshalb wird das bauliche Bestreben um Barrierefreiheit durch die kommunikative Arbeit ergänzt. Die Aufgabenstellung Barrierefreiheit besitzt mit dem Bereich Information und Kommunikation einen zweiten Hauptstrang, an dem kräftig für die Fahrgäste gezogen wird.

Vor Ort auf den Wegen zum und vom Fahrzeug kommt einer guten Ausschilderung große Bedeutung zu. Mit ihr erhalten Gelegenheitsfahrgäste zum Beispiel die wichtige Info, wo sich der nächste Aufzug befindet. An den Bussen befinden sich dann auch mit Piktogrammen gekennzeichnete Türschalter, deren Betätigung beim Einstieg zu einer längeren Türöffnung führen. Gleiches gilt für den Ausstieg bei der Meldung eines Ausstiegswunsches über solche Schalter.

Für blinde Menschen ist vielfach bereits ein Blindenleitsystem installiert. Die Farbgebung von Haltestangen, Sitzen etc. in den Fahrzeugen gehört auch dazu und dient auch den Menschen, die „nur“ sehschwach“ sind. Gleiches gilt für die Beleuchtung in Zu- und Abwegen, an Haltestellen.

 

Eine geschickte und durchgängige Wegweisung hilft, Barrieren zu umgehen und den ÖPNV leichter nutzen zu können.

Etwas abseits des konkreten Weges informiert die KVB zum Beispiel, bezogen auf die Stadtbahn, mit dem Netzplan „Touren ohne Treppen“ darüber, welche Haltestellen noch nicht vollständig stufenfrei sind. In der Wegeplanung ermöglicht das den Betroffenen, sich für alternative Routen zu entscheiden.

Eine Broschüre mit zahlreichen Tipps in einfacher Sprache kann allen Fahrgästen dienen.

Eine Broschüre mit zahlreichen Tipps in einfacher Sprache kann allen Fahrgästen dienen.

Seit dem vergangenen Jahr bietet die Broschüre „Mit Bus und Bahn unterwegs – Tipps in einfacher Sprache“ eine weitere Informationsmöglichkeit. An dieser Veröffentlichung haben Menschen mit Behinderung aktiv mitgewirkt. Ihre Erfahrungen sind hierin eingeflossen. Inzwischen wird die Broschüre bundesweit nachgefragt. Sie wird den Ansprüchen von Menschen mit eingeschränkten geistigen Möglichkeiten gerecht, kann aber genauso gut von allen anderen Fahrgästen genutzt werden. Insbesondere wirkt sie auch gegen die Barriere „Angst“, indem sie Tipps für den Umgang mit kritischen oder gar gefährlichen Situationen beinhaltet.

Des Weiteren kann über verschiedene Kanäle der direkte Kontakt mit der KVB aufgenommen werden: die Kundenberater kommunizieren über die (gebührenpflichtige)   „Schlaue Nummer“ (01806) 50 40 30, schnell sind auch die Social-Media-Kanäle facebook (www.facebook.com/kvbag) und twitter (www.twitter.com/kvbag). In den fünf KundenCentern der KVB am Neumarkt (HUGO-Passage), Wiener Platz (U-Bahnstation), in Ehrenfeld (Ehrenfeldgürtel 14), in der Südstadt (Karolingerring 10) und in Braunsfeld (KVB-Zentrale, Scheidtweilerstr. 38) beraten Kundenberater der KVB.

Über die Internet-Seite der KVB (www.kvb-koeln.de) gelangen Fahrgäste zu aktuellen Infos über Störungen im Bus- und Stadtbahn-Betrieb sowie über die Aufzugverfügbarkeit. Genauso informiert die KVB-App „KVB-mobil“ über die aktuelle Betriebslage im KVB-Netz.

Mit etwas mehr Vorlauf können Fahrgäste Hilfestellung in den zahlreichen Mobilitätstrainings der KVB erhalten. So wurde die Anzahl der Teilnehmer immer wieder erhöht – 2011 begann man mit rund 730 Menschen, dann stieg die Zahl in den Folgejahren auf jeweils über 2.000 jährlich und überschritt in 2016 erstmals die 3.000er Marke. Die Inhalte der Mobilitätstrainings tragen sich auch im Ansatz der „Hilfe zu Selbsthilfe“ weiter fort. Interessenten melden sich am besten über die E-Mail-Adresse markus.schoenbein@kvb-koeln.de.

Alles gut?

Die Ansätze und das Erreichte im KVB-Netz sind vielfältig. An den noch verbliebenen Barrieren wird gearbeitet. Alles gut? Sicher noch nicht. Wichtig ist, dass die Aufmerksamkeit bleibt, stets ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stehen und insbesondere die menschliche, persönliche Ansprechbarkeit in unserem Massengeschäft ÖPNV gesichert wird.

 

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17 Kommentare

  • Maria Prill

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Mehrfach habe ich Ihre Artikel zur Barrierefreiheit gelesen. Ich bin 89 Jahre alt und von dem Problem schwer betroffen. Ich wohne in der Ottostrasse 81, also bietet sich für mich die Haltestelle Nussbaumerstr. an. Für mich ist der Einstieg in 5 und 13 nicht möglich, er ist einfach zu hoch. Ich brauche einen Rollator. Die möglichen Zustiege Lenauplatz und Liebigstr. sind weit entfernt.
    Manchmal benutze ich den Bus 142, sehr oft muß man den Fahrer zur Absenkung auffordern, die Zwischenräume zum Gehweg sind breit, weil verkehrsbehindernd geparkt wird. Sehr schlecht ist das auch an Haltestelle Geisselstr. (Friedhof). Freundl.Grüße Maria Prill

    • Sehr geehrte Frau Prill,

      leider gehören Sie derzeit noch zu dem Personenkreis, bei dem die bisher realisierte Barrierefreiheit am eigenen Wohnort etwas vorbei gelaufen ist. Bestenfalls die Linie 142 und die inzwischen umgebaute Haltestelle, an der Liebigstr, sind da zu nennen. Der Rest ist noch alter Bestand, der immer noch darauf wartet, barrierefrei umgebaut zu werden.

      Zum Trost, besteht jedoch die Aussicht darauf, dass nun als nächste Haltestellen, sowohl die Haltestelle Subbelrather Straße/Gürtel, wie auch die Haltestelle Nusbaumerstraße nun als nächste Haltestellen zum Umbau auf der Prioritätenliste ganz oben stehen. An den Barbarrossaplatz glaube ich nämlich erst, wenn die Nord-Süd U-Bahn vollständig eröffnet wird, so dass die Linie 18 dann einen Hochbahnsteig, auf der gegenüberliegenden Seite des Barbarrossaplatzes, erhalten kann.

      Insgesamt sind ohnehin, entlang des Gürtels, noch die meisten Haltestellen barrierefrei auszubauen, wer also im Einzugsbereich der Gürtelhaltestellen wohnt und auf barrierefreiheit angewiesen ist, kann die KVB bis heute leider nur sehr eingeschränkt nutzen. Das weiß man bei der KVB auch und es wird nun in Zukunft wohl auch verstärkt angegangen werden, wobei die Ehrenfelder Haltestellen, entlang der Linie 13, den Anfang machen werden. In Ihrem Fall kann ich Ihnen leider nur empfehlen, einmal mit Ihrem Arzt zu sprechen und sich in einem Sanitätshaus beraten zu lassen, damit sie für draußen ein Hilfsmittel bekommen können, dass ihnen eine bessere Beweglichkeit in Ihrer Umgebung ermöglicht. Da ist durchaus einiges machbar, insbesondere dann, wenn Sie im Besitz eines Schwerbehindertenausweises mit dem Merkzeichen „G“ sind.

      Mit freundlichen Grüßen
      Pierre Ofzareck

  • Suevenstr. zumbeispiel der Abstand zur Bahn ist ein paar centimeter zu Groß. Am Deuezer Bahnhof/Messe
    genau dasselbe woh ich schon in die Lücke reingefahren bin und mit Hilfe Anderer Leute Mühsam wieder Raus kam.Und die Bordsteinkannten Lassen auch zuwünschen übrig sind alle zu Hoch sollten Ebenerdig sein.

    • Leider liegen beide genannten Haltestellen in einem Gleisbogen. Durch die Hüllkurve, der in der Kurve ausschwenkenden Wagenkästen, muss, bei im Gleisbogen liegenden Haltestellen, der Abstand größer gewählt werden, damit der Wagenkasten auch im Bogen noch am Bahnsteig vorbei passt.

      Lösbar wäre dieses Problem nur mit einer beweglichen Spaltüberbrückung am Fahrzeug. Diese kann jedoch, aufgrund der benötigten Klapptrittstufen, nicht eingebaut werden.

      Damit jedoch auch hier künftig eine echte Barrierefreiheit geleistet werden kann, werden die Stadtbahnwagen, sowohl im Hochflur, wie auch im Niederflurnetz, derzeit alle mit mobilen Überfahrbrücken ausgerüstet. Wann diese Geräte dann auch endlich zum Einsatz kommen, darüber schweigt sich dieser Blogbeitrag leider aus. Wie der Umgang mit diesen Brücken gestaltet werden soll, erschließt sich mir auch nicht ganz, da die Entnahme der Brücke aus dem Behälter, das Auslegen und anschließende Wiederverstauen, ordentlich von der Zeit konsumiert, die in keinem Fahrbuch steht.

      Empfehlen kann ich daher nur, einmal eines der Mobilitätstrainigs bei der KVB mitzumachen. Es gibt so manchen Kniff, den man einfach nur kennen muss, damit man zum Beispiel nicht mit seinem Rollator im Spalt „landet“.

  • Lubig

    Habe Mittwoch Abend in der U-Bahn einen Hinweis auf diesen Blogbeitrag gesehen und die Seite während der Wartezeit gelesen.

    Passend dazu hielt der Bus, in den ich später umsteigen musste, ca. einen halben Meter vom Bordstein entfernt. Ich bat den Fahrer näher heranzufahren, da ich durch meine deutlich sichtbare Gehbehinderung nicht in der Lage war, so einzusteigen.

    Trotz Fürsprachen von Fahrgästen weigerte sich der Fahrer, mir das Einsteigen zu ermöglichen und fuhr ohne mich weg. Der nächste Bus kam fahrplanmäßig eine halbe Stunde später.

    Immerhin verfügte die Haltestelle über eine elektronische Anzeige, so dass ich den ständig durchlaufenden Hinweis zur Barrierefreiheit bewundern konnte, was mir die Wartezeit nicht lang werden ließ.

  • Heike

    Seit einiger Zeit sind am Neumarkt die Rolltreppen und teilweise auch der Fahrstuhl defekt. Sieht auch nicht so aus, als ob sich da groß was ändert. Und das beim derzeitigen Weihnachtsmarkt.

    • Hallo Heike,
      bei den defekten Fahrtreppen am Neumarkt sind Ketten kaputt. Diese müssen erst angefertigt werden, was den Ausfall leider etwas verlängert. Tut mir leid!
      Viele Grüße, Carola Sodermanns

      • Ruth Neumann

        Wäre es nicht sinnvoller, „solche auswechselbaren Ketten“ ( und andere Ersatzteile ) allzeit bereit liegen zu haben und sie nicht erst im Bedarfsfall anfertigen zu lassen ?! Vieles bei der KVB lässt leider zu wünschen übrig…. und das den teuren u. ständig steigenden Fahrpreisen ! ( Autofahren ist inzwischen günstiger ). Unter anderem was die Barrierefreiheit u. die „sicheren“ Sitzplätze innerhalb der Wagen für Mütter mit Kinder/Zwillingswagen, Rollstuhlfahrer und Rollatoren-Nutzer.

  • Josef Schmitz

    Liebe Mitarbeiter der KVB: Was macht ihr eigentlich beruflich?
    ÖPNV kann’s nicht sein, bei dem Maß an Dilettantismus. Hauptsache die ganze Familie bei der KVB, nicht wahr?

    • Rüdiger Krause

      Kritik ist wichtig. Aber sachlich sollte sie schon sein. Sonst hat der Kritisierte keine Chance, sich zu verbessern. 😉

  • Maria Liberidou

    Köln,Halltestelle Maria Himmelfahrtstr.,ich komme nicht in die 18+3 Linie Bahn rein mit meinem E-Rollstuhl weil dieser Bahnboden viel zu Hoch ist und diese Haltestelle nennt sich Barriere freie Haltestelle !!!““

  • Lara Getto

    Hallo, wie sieht es aus mit der Haltestelle REICHENSPERGERPLATZ? Ist für ältere Menschen oder Eltern mit Kinderwagen einfach komplett ungeeignet. Finde es jedes Mal eine echte Zumutung für eine so zentrale Haltestelle. Wann wird sich dort etwas ändern? MfG L.G.

    • Hallo Lara Getto,
      ich höre mal bei den Kollegen nach und melde mich, wenn ich mehr weiß.
      Viele Grüße, Carola

    • Hallo Lara Getto,
      im Rahmen der sogenannten Prioritätenliste hat die Stadt Köln festgelegt, welche noch nicht barrrierefreien Haltestellen in den nächsten Jahren in welcher Reihenfolge für einen barrierefreien Zugang ausgebaut werden. Wichtig ist bei der Priorisierung in erster Linie, wie viele Ein- und Aussteiger eine Haltestelle hat und wie schnell die erforderlichen Baumaßnahmen dort umgesetzt werden können. Hier kannst Du die Liste einsehen. https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=549718&type=do& Wie Du dort siehst, steht der Reichenspergerplatz leider nicht sehr weit oben in der Liste. Die baulichen Gegebenheiten am Reichenspergerplatz für einen Aufzug sind leider sehr schlecht. Außerdem ist der Ausbau vieler anderer Haltestellen zunächst wichtiger.
      Viele Grüße, Regina Weiß

  • Richard Majewski

    Es gibt EU Gesetze – wo hält die KVB sich dran? Abstände zwischen Bahnsteig und Bahnen- Aufzüge, Rampen? in den Fahrzeugen genügend Plätze für Rollstuhl, Rolli, E-Scooter an den Türen? Hier sollten die „Klugen Köpfe“ mal nach Wien fahren und die Augen weit öffnen. (alle 3-5 Minuten eine Bahn) Eine Jahreskarte 365€ für Erwachsene, Rentner/Personen ab 65 Jahre fahren zum Kinderpreis! Hier in Köln werden die KFZ aus der Stadt verbannt und was macht die KVB außer nichts? Behinderte mit Ausweisvermerke AG, B, H sollten grundsätzlich frei fahren können ohne weiteren Nachweis. Alle Rentner zum Kinderfahrpreis (Rentnerausweis oder Perso 65 Jahre zur Kontrolle muss genügen)
    MfG
    Priv. Dozent
    Richard Majewski

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