Nach dem Fahrplanwechsel ist vor dem Fahrplanwechsel

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„Ich schreibe einen Artikel über den Fahrplanwechsel“, sage ich zu meinem Kollegen Micha, der ins Büro kommt und mich fragt, woran ich gerade arbeite. Er verzieht das Gesicht. „Ist doch jedes Jahr dasselbe. Was willst Du denn darüber schreiben?“ fragt er, der übrigens schon rund 20 Jahre bei der KVB arbeitet. „Das habe ich mich auch schon gefragt“, gebe ich zu und runzele die Stirn. An sich ein eher trockenes Thema. „Aber ich will ja nicht die einzelnen Änderungen dieses Fahrplanwechsels erklären, sondern eher die Hintergründe. Mir wird schon was einfallen, dass auch Du den Artikel bis zu Ende liest“, gebe ich zurück. „Oh, da bin ich aber gespannt“, erwidert er und verlässt grinsend mein Büro.

Also beginne ich zu recherchieren und stoße bald auf ein paar interessante Infos, die mir noch nicht bewusst waren. Der Fahrplanwechsel findet jedes Jahr im Dezember statt – und zwar nicht nur bei uns, sondern in ganz Europa am selben Tag. Dieser Tag wurde Anfang des neuen Jahrtausends von der EU-Kommission auf den Sonntag nach dem zweiten Samstag im Dezember festgelegt. Das ist dann für dieses Jahr der 9. Dezember 2018. Nächstes Jahr ist es der 15. Dezember 2019, 2020 ist es der 13. Dezember.

Einige alte Fahrpläne befinden sich noch in unserem Archiv.

In unserem Archiv befinden sich noch einige alte Liniennetzpläne…

Vor der Jahrtausendwende wurde die Fahrplanperiode eines Jahres in einen Sommer- und Winterabschnitt geteilt und in getrennten Fahrplanbüchern veröffentlicht. Diese wurden meist im Mai oder Juni veröffentlicht und dann nochmal im September. Da kann ich mich noch ganz gut dran erinnern. Als ich noch bei meinen Eltern wohnte, galt der Papierfahrplan für die KVB und die Deutsche Bahn immer nur ca. ein halbes Jahr. Seit Ende 2002 gibt es in Europa aber offiziell nur noch einen Jahresfahrplan.

Einige alte Fahrpläne befinden sich noch in unserem Archiv.

 …und Fahrpläne aus vergangenen Fahrplanperioden.

Fahrpläne und Fahrplantabellen gibt es bereits, seitdem es öffentliche Verkehrsmittel gibt. Den ersten Kutschdienst mit Fahrplan gab es vermutlich in Großbritannien im Jahr 1784. Der erste Zugfahrplan soll 1840 veröffentlicht worden sein. Damals wurden die Linienwege und Fahrpläne zunächst nur in Tageszeitungen publiziert. Die schnell wachsenden Verkehrsnetze erforderten jedoch bald eigene Druckerzeugnisse der Verkehrsgesellschaften. So veröffentlichten sie bald die ersten eigenen Fahrplanhefte. In Köln gab es die ersten Fahrpläne zum Jahresende 1883. Sie hingen zunächst nur an Hauptverkehrspunkten, anschließend auch an den Haltestellen selbst aus. Außerdem wurden die Fahrplanhefte in Wirtschaften und Geschäften verteilt, die an Verkehrsknotenpunkten lagen (siehe auch Kölner Mobilität – 125 Jahre Busse und Bahnen).

Ein Fahrplan der Linie 10 aus einem Fahrplanbuch aus dem Jahr 1975/76.

Ein Fahrplan der Linie 10 aus einem Fahrplanbuch aus dem Jahr 1975/76.

Die heutigen Fahrpläne werden nicht mehr in Wirtschaften verteilt, sondern liegen in KundenCentern sowie Vertriebsstellen der KVB (z.B. Kioske) aus und sind zum Download verfügbar.

Ich möchte gerne wissen, wie sie erstellt werden, wer daran alles beteiligt ist und wie lange das Ganze dauert. Dazu treffe ich mich mit Andreas, Leiter der Fahrplanung, in seinem Büro. Er arbeitet in der Abteilung Angebotsplanung. Diese Abteilung ist Dreh- und Angelpunkt eines jeden Fahrplanwechsels. Viele andere Abteilungen sind später ebenfalls involviert und ohne deren Leistungen wäre ein logistisches Meisterwerk wie der Fahrplanwechsel nicht zu stemmen. Es beginnt jedoch alles genau hier. Hier werden die Pläne geschmiedet.

Einer der ersten Fahrpläne in Köln ist aus dem Jahr 1883 (siehe auch Seite 53, Kölner Mobilität – 125 Jahre Bahnen und Busse)

Einer der ersten Fahrpläne in Köln ist aus dem Jahr 1883 (siehe auch Seite 53, Kölner Mobilität – 125 Jahre Bahnen und Busse)

Wir setzen uns an den kleinen runden Tisch in seinem Büro. „Wann beginnt der Fahrplanwechsel für Eure Abteilung?“ frage ich ihn und rechne damit, dass er etwas antwortet wie „Im Januar oder Februar“. Er überrascht mich und erzählt, dass er gerade mit seinem Chef eine Liste für die Änderungen zum Fahrplanwechsel 2019/2020 angefertigt hat. Okay, denke ich. Nach dem Fahrplanwechsel ist also gar nicht vor dem Fahrplanwechsel, sondern vor dem Fahrplanwechsel ist vor dem Fahrplanwechsel!

„Eigentlich ist der Fahrplanwechsel ein laufender Prozess“, sagt Andreas. „Über reine Fahrplanäderungen hinaus, erarbeitet die Verwaltung der Stadt Köln gemeinsam mit uns kontinuierlich Maßnahmen. Zu solchen Maßnahmen gehört beispielsweise, den Linienverlauf einer neuen Buslinie festzulegen. Damit die KVB diese Maßnahmen rechtzeitig zum Fahrplanwechsel umsetzen kann, muss die Stadtverwaltung die entsprechenden politischen Beschlüsse vor den Sommerferien einholen. Diese Beschlüsse bzw. Entscheidungen werden z. B. im Rat oder im Verkehrsausschuss getroffen.

„Im Sommer findet dann die konkrete Fahrplanung statt“, so Andreas weiter. Im Anschlussr werden alle Änderungen in Angriff genommen, die dadurch entstehen. Und das sind einige! Es ist nicht damit getan, neue Fahrpläne zu schreiben und diese zu veröffentlichen. Danach geht es eigentlich erst richtig los. Ich bin überrascht, was für ein Rattenschwanz an einem Fahrplanwechsel dran hängt.

Liniennetzpläne, Fahrplanbuch, Taschenfahrpläne… Die Druckmedien rund um einen Fahrplanwechsel sind trotz Digitalisierung immer noch vielfältig.

Liniennetzpläne, Fahrplanbuch, Taschenfahrpläne… Die Druckmedien rund um einen Fahrplanwechsel sind trotz Digitalisierung immer noch vielfältig.

„Wann ist die wirklich heiße Phase des Fahrplanwechsels“, will ich von Andreas wissen. „Die ist bei jeder Abteilung zu einem anderen Zeitpunkt“, meint er. „Ab Anfang September werden die Umlauf- und Dienstpläne entwickelt“, erklärt er mir. „Denn wenn sich Fahrpläne ändern, ändern sich auch Umläufe.“ Ein Umlauf beinhaltet die Zeit, die ein Bus oder eine Bahn von der Starthaltestelle bis zur Endhaltestelle und zurück fährt. Der Umlauf beinhaltet nicht nur die Fahrtzeit, sondern auch die Wendezeit an beiden Endhaltestellen. Wird zum Beispiel die Fahrtzeit auf einer Strecke um mehrere Minuten verlängert, weil eine neue Haltestelle hinzukommt, kann es sein, dass die Wendezeit nicht mehr ausreicht und ebenfalls verlängert werden muss. Das kann dazu führen, dass insgesamt auf den Tag verteilt ein Umlauf mehr eingeplant werden muss. Ein Umlauf mehr bedeutet: ein weiteres Fahrzeug sowie mindestens einen zusätzlichen Fahrer. „All das muss neu geplant werden und die Fahrer darüber informiert werden“, so Andreas. „Je nach Menge der Fahrplanänderungen muss die KVB außerdem neue Fahrer einstellen und schulen sowie neue Busse kaufen.“ Die Information der Fahrer über die Neuerungen zum Fahrplanwechsel passiert in der Regel ab November. Die Fahrer erhalten die Informationen dann über Aushänge und ihre persönlichen Dienstpläne. Für neue Linienwege erhalten sie detailliert ausgearbeitete Beschreibungen. Insofern sind Fahrpläne nicht nur für die Fahrgäste zur Orientierung nützlich, sondern auch für unsere Mitarbeiter sehr wichtig.

Die neu geplanten Fahrpläne müssen natürlich auch gedruckt werden – auch wenn viele Fahrgäste sich heute online informieren. Hier kommen der Vertrieb und das Marketing ins Spiel. Von Oktober bis Ende November werden sämtliche Druckwerke erstellt. Mini-Fahrpläne, Liniennetzpläne, Fahrplanbücher, Flyer, etc. werden aktualisiert, neu gestaltet und gedruckt. Der Flyer zum Fahrplanwechsel bündelt alle wichtigen Neuerungen, die Mini-Fahrpläne werden für jede einzelne Linie gedruckt. Anschließend müssen die Fahrplanmedien, die wir von einer Druckerei produzieren lassen, in unseren Fahrzeugen, KundenCentern und Vertriebsstellen verteilt werden. Das geschieht in der Regel erst Anfang Dezember, kurz vor dem Fahrplanwechsel.

Der Plotterraum der Abteilung Haltestellenservice: Hier wird in den Wochen vorm Fahrplanwechsel non-stop gedruckt.

Der Plotterraum der Abteilung Haltestellenservice: Hier wird in den Wochen vorm Fahrplanwechsel non-stop gedruckt.

Gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) und einer Grafikagentur gestalten die Abteilungen Marketing und Angebotsplanung ebenfalls die Liniennetzpläne für das Bus- und Bahnnetz jedes Jahr neu. „Irgendeine Änderung gibt es immer“, meint Andreas. Wird zum Beispiel eine neue Linie eingeführt, wie dieses Jahr u.a. die Linie 179, muss sie auf dem neuen Liniennetzplan auftauchen. Desweiteren müssen Umgebungs- und Lagepläne der Haltestellen teilweise neu erstellt werden. Sie sind an vielen Haltestellen zu finden und zeigen den Fahrgästen u.a. auf welchem Bussteig eine Linie abfährt. Um die neuen Pläne an unseren rund 900 Haltestellen auszutauschen, kommt eine weitere Abteilung hinzu: die Kollegen vom Haltestellenservice. Sie wechseln sämtliche Informationen in den Vitrinen an unseren Haltestellen aus – sei es an einer kleinen Bushaltestelle weit draußen oder an zentralen Punkten wie dem Neumarkt mit mehreren Ebenen und Haltepunkten für verschiedene Linien. Diese Medien werden übrigens bei uns im Haus selbst gedruckt. „Im November läuft der Plotter vier Wochen am Stück“, so Andreas. „Warum lassen wir diese Medien nicht auch extern drucken?“, frage ich. „Weil für jede Haltestelle meist nur ein Druck benötigt wird und wir so außerdem noch kurzfristig auf Änderungen reagieren können. Da ist es sinnvoller, die Medien selbst zu drucken“, erläutert er mir.

Zum Fahrplanwechsel tauschen die Kollegen also Umgebungspläne, Liniennetzpläne, die Hausordnung, Tariftabellen sowie insgesamt 2.900 Aushangfahrpläne, die jedes Jahr schon allein deshalb angepasst werden müssen, weil sich neben dem Datum der aktuellen Fahrplanperiode auch die Abfahrtszeiten meistens geringfügig ändern. Die Kollegen vom Haltestellenservice haben in den zwei bis drei Wochen vor dem Fahrplanwechsel richtig Stress. Sie sind ständig unterwegs. „In der Nacht zum Fahrplanwechsel findet dann der letzte Check statt, damit am Tag des Fahrplanwechsels alle Informationen stimmen“, erklärt mir der Kollege Michael vom Haltestellenservice bei einem späteren Gespräch am Telefon.

Auch Halteverbote müssen vor einem Fahrplanwechsel häufig eingerichtet werden.

Auch Halteverbote müssen vor einem Fahrplanwechsel häufig eingerichtet werden.

Während sich die Kollegen des Haltestellenservice um den Austausch der Druckwerke kümmern, stellen die Mitarbeiter der Bauwerkstatt neue Haltestellemasten auf. Die sind nötig, wenn es neue Haltestellen gibt. Der Haltestellenservice kümmert sich dann wiederum um die Haltestellenbeschilderungen. Das beinhaltet nicht nur die Schilder der Haltestellen selbst, sondern auch Beschilderungen der Auf-und Abgänge von Verteilerebenen oder auf den Straßen rund um unsere Haltestellen. Kurz gesagt: Unsere Fahrgäste müssen den Weg zur Haltestelle finden – egal von wo sie kommen. Zum Beispiel haben wir zum diesjährigen Fahrplanwechsel die neue Linie 124 eingeführt. Diese fährt am Breslauer Platz/Hbf an der Haltestelle in der Goldgasse ab, nicht an den Bussteigen direkt neben dem Bahnhofsgebäude. Darauf müssen wir mit Hilfe von Schildern hinweisen.

Außerdem wichtig: Die Kollegen des strategischen Fahrwegmanagements kümmern sich gemeinsam mit den Mitarbeitern der Stadt Köln darum, dass z.B. auf neuen Strecken rechtzeitig ein Halteverbot eingerichtet wird – damit parkende Autos eine neue Buslinie zum Fahrplanwechsel nicht am Durchkommen hindern. In dieser Abteilung werden außerdem bauliche Änderungen geplant, da nicht jeder Linienweg direkt von einem Bus befahrbar ist. Manchmal muss zum Beispiel noch ein Bordstein abgesenkt oder eine Mittelinsel versetzt werden, bevor ein Bus die Straße gefahrlos und komfortabel befahren kann. Die Betriebssteuerung kümmert sich dann darum, dass vor Ort rechtzeitig entsprechende Halteverbotsschilder aufgestellt sind. Kurz vor dem Fahrplanwechsel fahren die Kollegen dann noch den Linienweg ab, um zu überprüfen, ob dieser wirklich problemlos befahrbar ist.

Um all die kleinen und großen Handgriffe zu besprechen, die für jeden Fahrplanwechsel nötig sind, kommen alle involvierten Fachbereiche übrigens ab Oktober regelmäßig in einer Koordinierungsrunde zusammen. Dort wird besprochen, ob alles nach Plan läuft. Und wenn nicht, was getan werden kann, damit es wieder nach Plan läuft.

Wie vorhin schon mal erwähnt, nutzen viele Fahrgäste im Jahr 2018 zum großen Teil digitale Informationen. Neben unseren Druckwerken müssen wir also zum Fahrplanwechsel auch die Daten der Online-Fahrplanauskunft aktualisieren. Im Gegensatz zu den gedruckten Fahrplänen, die beim VRS gebündelt werden, pflegen wir die Daten der Online-Auskunft selbst. „Wegen der riesigen Datenmenge betreiben wir ein eigenes System“, erklärt mir Andreas. „Damit die Daten der anderen Verkehrsunternehmen, wie z.B. der RVK oder der SWB, den Fahrgästen ebenfalls zur Verfügung stehen, werden die Daten in einer gemeinsamen Datenbank gepflegt“, so Andreas weiter. Bis diese Datenmengen aller Verkehrsbetriebe zusammengetragen sind, dauert es in der Regel eine ganz Weile. Deshalb sind die neuen Fahrpläne meistens auch erst wenige Wochen vor dem Fahrplanwechsel online verfügbar.

Ebenfalls online möchten unsere Fahrgäste sämtliche Mini-Fahrpläne, Aushangfahrpläne, Umgebungspläne, etc. finden. Also stellen wir sie ihnen auf unserer Website gerne zur Verfügung. Meine Kollegin Pia vom Social-Media-Team sorgt übrigens dafür, dass all diese Informationen online eingestellt und auch über die Suchfunktion zu finden sind.

Neuen Fahrplandaten müssen schließlich noch auf unsere Busse und Bahnen geladen und neue Routen mit allen Daten zum Fahrweg hinterlegt werden, damit auf den Anzeigern in den Fahrzeugen die richtigen Fahrtziele dargestellt werden können. Dazu gehört ebenso, neue Ansagen zu erstellen. Auch diese Maßnahmen passieren in der Regel im November.

Die Kollegen vom Service und unsere Verkehrsmeister stehen unseren Fahrgästen mit Rat und Tat in den ersten Tagen und Wochen nach dem Fahrplanwechsel zur Seite.

Die Kollegen vom Service und unsere Verkehrsmeister stehen unseren Fahrgästen mit Rat und Tat in den ersten Tagen und Wochen nach dem Fahrplanwechsel zur Seite.

Als letzte Vorbereitungsmaßnahme für einen gelungen Fahrplanwechsel findet die Kommunikation nach außen über sämtliche unserer Kanäle statt: Pressemitteilung, Social Media, App, Website, Laufticker auf unseren Anzeigern, ein Beitrag im Intranet und: dieser Blogartikel.

Am Tag des Fahrplanwechsels selbst und in den Tagen danach, sind dann eigentlich „nur noch“ unsere Verkehrsmeister und das Servicepersonal an Knotenpunkten und Haltestellen mit größeren Änderungen unterwegs, damit alles reibungslos über die Bühne läuft und unsere Fahrgäste sich mit den Änderungen zurecht finden.

„Damit ein Fahrplanwechsel gelingt, sind über das ganze Jahr verteilt also fast alle Mitarbeiter der KVB beteiligt“, meint Andreas zum Schluss. Und im Januar geht’s dann wieder von vorne los.

Bevor dieser Text veröffentlicht wurde, habe ich ihn natürlich als erstes von meinem Kollegen Micha lesen lassen. Sein Fazit: „Da sind ein paar Rechtschreibfehler drin. Ansonsten finde ich ihn recht gut gelungen und informativ. Ich habe ihn sogar bis zu Ende gelesen!“

Alle Informationen unter: www.kvb.koeln/fahrplanwechsel

Hier können Sie sich den Flyer zum Fahrplanwechsel herunterladen.

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60 Kommentare

  • PeLa

    Das ist ja eine Menge Arbeit! Jetzt wäre es noch super, wenn auch alle Bahnen die im Fahrplan stehen, tatsächlich fahren würden und nicht Tag für Tag massiv ausfallen wie auf der Linie 1 die Fahrten in der Rush Hour morgens und nachmittags zwischen Brück und Junkersdorf

  • Rüdiger Krause

    Statt die neuen Buslinie 179 einzuführen, hätte man besser die Verstärker der Linie 9 bis Ostheim verlängert. Notfalls auch mit einem Wagen statt als Doppelzug, wenn es nicht genug Fahrzeuge gibt.

    Die Bahn braucht 8 Minuten von Deutz bis Ostheim, der Bus über 20. Attraktiv ist anders!

    Meine Prognose zur Linie 179: Sie wird nur warme Luft kutschieren und auf der Rösrather Straße gerade morgens im Stau stehen – wie heute schon die Linie 157.

    • Rüdiger Krause

      Heute habe ich eine erste Probefahrt mit der Linie 179 von Deutz nach Ostheim gemacht. Die Fahrt um 18:13 Uhr ab Lanxessarena fiel ohne Information aus. Die folgende Fahrt startete pünktlich um 18:23 Uhr mit einem Gelenkbus für zwei(!) Fahrgäste. Bis Ostheim erhöhte sie die Anzahl der Fahrgäste auf rekordverdächtige sechs Personen, von denen allerdings zwei irrtümlich an der TH eingestiegen sind und eigentlich mit der Linie 153 fahren wollten.

      Die Ankunft an der Servatiusstraße erfolgte mit nur 2 Minuten Verspätung, was aber angesichts kaum durchzuführender Fahrgastwechsel nicht weiter verwundert. Zudem fuhr der Fahrer sehr zügig.

      Zumindest in der Anfangszeit ist es sinnvoll, die Gelenkbusse auf Linien einzusetzen, die es dringender nötig haben. Zurzeit reichen auf dieser Linie durchaus Solobusse aus.

      Bleiben noch folgende Fragen zu klären:

      – Wie soll diese Linie die überlastete Ost-West-Achse retten?
      – Wieso sind 6 zusätzliche Busse billiger als zwei zusätzliche Bahnen bis Ostheim durchfahren zu lassen?
      – Wieso sid Parallelverkehre von Buslinien zur Stadtbahn wieder zulässig? Wir erinnern uns an die 1990er Jahre als es bereits eine Busverbindung von Rösrath über Rösarther Straße, Ostheimer Straße, Kalker Hauptstraße zum Hauptbahnhof gab. Diese Linie, die unter anderem an der Stadtbahnhaltestelle Königsforst und in Höhe der Gröppersgasse in Rath/Heumar hielt, musste damals wegen unzulässigem Parallelverkehr zur Stadtbahnlinie 9 nach Chorweiler (!) eingestellt werden.

      • MrsNew

        So einen Parallelverkehr gibt es in Rodenkirchen nun auch wieder. Die Linie 130 fährt von Rodenkirchen Bf bis fast Michaelshoven parallel zu den linken 16 und 17.

      • Hallo Rüdiger, geben wir dem Ganzen noch etwas Zeit, bis das Angebot bekannter ist und sich ggf. weitere Kunden getraut haben die Alternative zu nutzen. Dieser Parallelverkehr gehört zu der Interimslösung, die kurzfristig die Linie 9 entlasten soll. Dass das langfristig nicht die Ideallösung ist, ist uns bewusst. Aber es ist eine Maßnahme, die kurzfristig umgesetzt werden konnte. Wir müssen beobachten wie sich das Ergebnis entwickelt. Dazu benötigt es allerdings etwas mehr als 2 Tage. VG Pia

        • Rüdiger Krause

          Hallo Pia,

          sicher ist es nicht ganz fair, die gerine Auslastung am ersten Einsatztag zu bemängeln. Ich werde mal die Auslastung in den nächsten Wochen und Monaten beobachten. Aufgrund der Fahrzeit bis Deutz glaube ich aber nicht an einen Erfolg der Buslinie.

          Andererseits kann ich natürlich auch fragen, ob es fair von Politik und vor allem der KVB ist, den Fahrgästen seit mehreren Jahren kein adäquates Angebot auf der Linie 9 zu machen. Meine Vorschläge zur Verlängerung der Verstärkerzüge der Linie 9 bis Ostheim (derzeit enden sie am Bf. Deutz) werden immer wieder mit meines Erachtens vorgeschobenen Begründungen abgelehnt. Mal gibt es keinen Bedarf (seltsam, dass die Busse dann aber zu genau den Zeiten ohne Bedarf fahren), mal nicht ausreichend Fahrzeuge. Auf das Gegenargument, dass man dann eben Kurzzüge fahren lassen könnte, die mehr Kapazität als ein Gelenkbus haben und deutlich schneller sind, wird nicht eingegangen.

          Anderes Beispiel: An der Ostseite des Neumarkts besteht ein Begegnungsverbot für ein- und ausfahrende Züge wegen der Weiche. Diese Weiche wurde erst vor kurzem ersetzt. Das Begegnungsverbot besteht jedoch noch immer. Warum rüstet man diese Weiche nicht so auf, dass das Begegnungsverbot aufgehoben werden kann? Das würde den Verkehrsfluss dort schon wesentlich verbessern.

          Samstags (mit Ausnahme an den Adventssamstagen) fahren alle Stadtbahnlinien im 15-Minutentakt. Die Linien 1 und 18 werden durch Verstärkerzüge ergänzt, weil die Nachfrage andernfalls nicht bedient werden kann. Die übrigen Linien sind meist auch überfüllt. Dennoch weigert man sich, auch am Samstag einen 10-Minutentakt einzuführen.

          Beispiel Linie 154: Der Bus verkehrt samstags im 30-Minutentakt. Jedoch findet von etwa 9 bis 15 Uhr ein Trödelmarkt im Autokino Porz an der Rudolf-Diesel-Straße statt. Die Buslinie ist daher vollkommen überlastet, weshalb man Verstärkerbusse zwischen etwa 9 und 15 Uhr einsetzt, die den Abschnitt von Porz Markt bis Königsforst bedienen.

          Aber anstatt diese Busse genau zwischen zwei regulären Fahrten einzusetzen, sodass ein 15-Minutentakt entsteht, fahren diese Busse mit nur zwei Minuten Abstand zum regulären Kurs. Die Folge ist, dass an der Haltestelle Rudolf-Diesel-Straße der Fahrgastwechsel teilweise bis zu 5 Minuten dauert, weil jeder in den ersten Bus möchte.

          Hier wäre es ohne Mehrkosten und zusätzlichen Aufwand möglich, das ganze zu entzerren, indem man einen 15-Minutentakt mit dem Verstärkerkurse aufbaut und diese zusätzlich im Fahrplan aufführt.

          Den Bürgern in Neubrück wird seit 60 Jahren versprochen, dass sie einen Stadtbahnanschluss bekommen. Die Trasse wurde auch bisher freigehalten. Alleine passiert ist bisher nichts. Ist das fair?

          Auf der Frankfurter Straße wird in Kürze die Brücke über die Stadtautobahn abgerissen. Diese Brücke wurde vor rund 50 Jahren gebaut und so konstruiert, dass sie die Stadtbahn in der Mitte hätte aufnehmen können. Nun wird eine neue Brücke gebaut, die ebenfalls statisch eine Stadtbahnstrecke aufnehmen kann. Mal sehen, ob es jemals dazu kommt. Denn auch die Idee der Verlängerung der Linie 13 als rechtsrheinische Ringlinie ist nicht wirklich neu.

          Derzeit wird die Strecke von den Buslinien 151 und 152 bedient, die abends leider auf einen 30-Minutentakt reduziert werden. Zum Vergleich: Die Linie 13 verkehrt auf dem linksrheinischen Ring im 15-Minutentakt.

          Die Ideallösung in der Innenstadt wäre sicher eine viergleisige Strecke zwischen Deutz und Neumarkt (ca. 1,8 km). Dies scheint leider auch seitens der KVB nicht gewollt zu sein. Angeblich wäre dies nicht machbar, da der NKF zu klein wäre. Jedoch haben sowohl Bonn wie auch Düsseldorf und Duisburg einen viergleisigen U-Bahn-Abschnitt in der Innenstadt. Alle diese Städte sind kleiner als Köln und haben deutlich weniger Einwohner.

          Selbst im kleinen Karlsruhe (etwa 312 000 Einwohner) baut man gerade einen Innenstadttunnel und belässt gleichzeitig die oberirdische Strecke. Warum ist dies dort möglich in Köln aber nicht?

          Die Verkehrswende in Köln sieht also so aus, dass man lieber dieselbetriebe Busse parallel zu einer kohlendioxidneutralen Stadtbahn fahren lässt. Klingt (öko)logisch. 😉

          Viele Grüße
          Rüdiger

    • Rüdiger Krause

      Heute Morgen der zweite Test mit der Line 179. Die Fahrt um 8:14 Uhr ab Servatiusstraße fiel aus. Der nachfolgende Bus kam dafür extrem pünktlich. Leider stimmte das Zielschild nicht. Beschildert war „179 Ersatzbus Linie 7“. Das muss korrigiert werden.
      Auch diesmal fuhr ein leerer Gelenkbus. Insgesamt drei Fahrgäste waren an Bord. Ab der Haltstelle Vingst/Kuthstraße reduzierte sich die Anzahl Fahrgäste auf zwei. An der Oranienstraße stieg wieder ein Fahrgast, an der Würzburger Straße vier Fahrgäste hinzu. Mit nun sieben Fahrgästen war das Maximum auf der Fahrt erreicht. Ab der Haltestellt Kalk Post war ich alleine im Bus. Am Walter-Pauli-Ring und an der TH erfolgte kein Fahrgastwechsel mehr. Die Ankunft an der Lanxessarena war um 8:49 Uhr und damit drei Minuten später als vom Fahrplan vorgegeben.
      Zu Fuß und mit der Stadtbahnline 9 wäre die Ankunft übrigens um 8:28 Uhr und damit 21 Minuten eher erfolgt.

      Daher bleibt die Frage, warum man bis auf Weiteres nicht Solobusse auf der Linie 179 einsetzt und die Gelenkbusse auf der Linie 157, wo sie notwendiger sind?

      • Lars Kliewer

        Als stiller Leser der Blogs melde ich mich dann auch mal zu Wort. Ohne über die Sinnhaftigkeit der Buslinie 179 sprechen zu wollen, würde es mich sehr interessieren, wie das von den Schichtplänen und logistig auf dieser Linie funktioniert die morgens nur 2 Stunden in die eine und nachmittags 4 Stunden nur in die andere Richtung fährt/bedient wird und woher diese Busse kommen und wo diese Busse nach der fahrt wieder eingesetzt werden? Merheim? Niehl? usw…? oder auf anderen Linie als Verstärker?
        Über eine Antwort würde ich mich freuen!
        Mit freundlichen Grüßen Lars Kliewer

  • MrsNew

    Ich kann dem Wechsel im Bereich Sürth Weiß Rodenkirchen nichts positives abgewinnen. Menschen stehen 30 Minuten in der Kälte, weil ein Bus ausfällt und der 130 nicht mehr durch Weiß fährt (wo er immer voll war) und der 134 nur zu Zeiten fährt, die für Arbeitnehmer nahezu uninteressant sind. Unterm Strich wird aus meinem 12-Stunden Tag nun ein 13-14-Stunden Tag weil die KVB die Linie 130 umgelenkt hat, anstatt einfach die Linie 134 zusätzlich mit neuer Strecke einzusetzen und zu planen. Und Busse fahren zu lassen die auf der Tafel nicht angezeigt werden, das ist dabei noch die Krönung!
    Vielen Dank für nichts, mehr kann ich dazu mir sagen. Bin Montagabend bereits bedient.

    • Hallo Mrs New. Für den Großteil der Arbeitnehmer sollten diese Uhrzeiten schon interessant sein, und an diese richtet sich das Angebot. Wenn Sie zu einer früheren Zeit als der Hauptverkehrszeit unterwegs sind, haben Sie ja immer noch den 20-Minuten-Takt wie vorher. Wir werden die Situation und das aktuelle Angebot allerdings im Auge behalten und gegebenenfalls weitere Änderungen vornehmen. Wenn ein Bus ausfällt, können Sie evtl. die Mobilitätsgarantie in Anspruch nehmen. Kennen Sie diese? Hier finden Sie alle Informationen: http://www.kvb.koeln/mobigarantie. Gruß, Regina Weiß

  • Rüdiger Krause

    Handelt es sich bei der Linie 184 nun um ein Anruf-Sammel-Taxi, dessen Nutzung 2,90 EUR (Kinder) bzw. 3,90 EUR (Erwachsene) kostet, wie unter https://www.kvb.koeln/service/ast_und_taxibus.html aufgeführt oder aber um einen TaxiBus, der kein zusätzliches Entgelt kostet, wie unter https://www.kvb.koeln/fahrtinfo/aushangfahrplaene_2019.html aufgeführt?

    • Hallo Rüdiger, da hat sich ein Fehler eingeschlichen, danke für den Hinweis! Die 184 ist eine TaxiBus – Linie. Wir haben es auf der Seite https://www.kvb.koeln/service/ast_und_taxibus.html direkt geändert. VG Pia

      • Rüdiger Krause

        Liebe Pia,

        ich wollte die Linie 184 gestern nutzen und habe daher die Rufnummer 547-1850 angerufen. Mir wurde die Abfahrt um 18:48 Uhr ab Reichensperger Platz bestätigt. Leider kam jedoch kein Fahrzeug.

        Also rief ich nochmals an. Aussage der Hotline war: Der Bus wäre wohl an mir vorbeigefahren und ich hätte ihn nicht gesehen. Es käme aber sofort ein weiteres Taxi. Auch dieses erschien natürlich nicht.

        Ein dritter Anruf erbrachte dann nur die Information, dass es in letzter Zeit häufiger Probleme mit dem Taxiruf und den Fahrten auf den TaxiBus-Linien gäbe. Man wolle es in das Fahrtenbuch eintragen, könne mir aber ansonsten aus der Eifel leider auch nicht weiterhelfen. Man riet mir, mich selber an den Taxiruf in Köln zu wenden.

        Kurz und knapp: Nette Idee mit dem Taxibus, nur funktioniert es offensichtlich nicht.

        Mein besonderer Dank gilt hier auch Herrn Reiner Holznagel, Präsident des Bundes der Steuerzahler, der sich schon seit Jahren für die Einstellung der Linie 127 auf diesem Abschnitt eingesetzt hat. Mobilitätseingeschränkte Mitglieder scheint dieser Verein wohl nicht zu haben oder sie haben alle einen eigenen Chauffeur.

        Es wird übrigens dringend Zeit, auch die U-Bahn-Haltestelle Reichenspergerplatz barrierearm auszubauen. Leider geschieht dies ja frühestens in vier Jahren. Bisher gibt es für diese Haltestelle noch keinen Zeitplan. Eigentlich ein Armutszeugnis für Köln

  • Georg Jochem

    Hallo liebe KVB Mitarbeiter,
    erst einmal ein großes Lob für den Artikel über den alljährlichen Fahrplanwechsel!
    Ich weiß, alle KVB-Kunden wird man nie gerecht werden, aber ich bin auch vor ein großes Problem gestellt worden.
    Ich arbeite in Hürth-Kalscheuren (Gronerstr.) und schaffe es immer mit ganz viel Glück meine Anschlüsse zu bekommen. Angefangen mit der Linie 130 (Bernkasteler Str.), die es bisher nie geschafft hat pünktlich zu sein.
    Dann die ärgerliche Ampelführung auf dem Klettenberggürtel (3 Ampelanlagen auf nicht mal 50 Metern !?), kostet mich dann je nach Ampelschaltung 5-10 Min. .
    Mit etwas Glück erreiche ich dann den Sülzgürtel pünktlich, um auf die Linie 18 nach Hürth-Hermülheim zu wechseln, denn um 08.10 h fährt dort der Bus 714 in Richtung TV-Studios den ich bekommen muß, um pünktlich auf der Arbeit zu sein (8.30 h Dienstbeginn!), was in letzter Zeit nicht immer geklappt hatte und meine Chefin doch sehr verärgert hatte (sorry, aber ich möchte den Job noch länger ausüben!).
    Mittags die Rückfahrt (12.30 h Dienstende) ist genauso katastrophal, spätestens am Sülzgürtel komme ich nicht mehr in den Bus, weil Solobusse zur Schulspitzenzeit eingesetzt werden (wozu gibt es Gelenkbusse?), ist mir bereits 3x passiert, aus Kulanz hat die KVB einmal die entstandenen Taxikosten wegen Nichtbeförderung erstattet (aus Kulanz sage ich DANKESCHÖN KVB).

    Meine Frage nun zum Fahrplanwechsel:

    Was bringt mir eine Linie 134 die zu Zeiten fährt, die mir nicht weiterhelfen?
    Die Linie 130 fährt um 07.33 h (früher 07.39 h) und die Linie 134 fährt um 07.43 h, kann ich meinen Anschluß zur Linie 18 in die Tonne werfen…
    …der 07.33 h Bus ist meistens mit Schülern überfüllt, sodaß ich erst garnicht die Möglichkeit bekomme einzusteigen.
    Liebe KVB macht mir mal einen Vorschlag, wie ich pünktlich von A nach B komme und das ohne PKW.
    Bis dahin verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
    Georg Jochem aus 50969 öln-Zollstock

    • Hallo Herr Jochem, vielen Dank für das Lob. Zu Ihrem Anliegen: Wir können leider nicht jeden Anschluss für jeden Kunden perfekt machen. Eigentlich ist es aber gut, dass der Bus jetzt früher fährt, so ist der Anschluss auf die Linie 18 Richtung Hürth sicherer. Der Schülerverkehr auf der Strecke muss sich noch einpendeln und die Schüler lernen, dass sie jetzt auch einen Bus später nehmen können, nämlich die Linie 134 um 7:43h. Wir gehen also davon aus, dass sich die Auslastung der Fahrt um 7:33h noch entspannen wird. Gruß, Regina Weiß

      • Georg Jochem

        Guten Tag Frau Weiß,
        zuerst einmal Dankeschön für die Rückmeldung.
        Wenn ich Sie recht verstanden habe, soll ich also früher aus dem Haus gehen, damit ich den Bus um 07.33 h Richtung Sülzgürtel nehmen kann?
        Klasse, die KVB stellt den Fahrplan um und die Kunden sind die Dummen!?
        Sie glauben doch nicht wirklich, das die Schüler „lernen“, den späteren Bus um 07.43h zu nehmen (mit dem sie dann noch „entspannter“ zur Schule fahren könnten…
        …schon mal etwas von Mia&Me gehört, die in das Traumland Utopia mit ihrem magischen Armreif reisen kann???
        Die Busfahrer bekommen es ja noch nicht mal hin, die Fahrgäste (im besonderen Schüler/Studenten) davon zu überzeugen, das sie bitteschön ihre Rucksäcke und Schulranzen im Bus vom Rücken nehmen können, damit etwas mehr Platz im Bus ist und auch alle Fahrgäste befördert werden können!!!

        Der KVB ist schon klar, das die zahlenden KVB- Fahrgäste dazu beitragen für sichere Arbeitsplätze der Mitarbeiter zu sorgen, denn ohne Fahrgäste keine Arbeitsplätze!

        Warum ist es denn bitteschön auch nicht möglich, an der Haltestelle Bernkasteler Str. eine elektronische Fahrgastinformation zu installieren?
        An jeder „Dorfhaltestelle“ steht so eine Anzeige, nur an der Bernkasteler Str. nicht!
        Hätte man(n) im Blick das der Bus mal wieder verspätet bzw. nicht kommt, könnte man(n) einen kurzfristigen Plan B in Betracht ziehen.
        Letzte Woche Donnerstag sollte z.B. um 08.18h die Linie 134 Richtung Sürth kommen (was aber nicht passierte), stattdessen durfte ich mit einigen Fahrgästen bis kurz nach 08.30h ausharren, um in eine überfüllte Linie 130 einsteigen zu können :-((
        So treibt die KVB immer mehr Kunden weg vom klimaschonenden Beförderungsmöglichkeiten hin zum eigenem PKW (wovon Köln mehr als genug hat!).
        Das war mein Wort zum Sonntag und ich verbleibe mit freundlichen Grüßen
        Georg Jochem

        P.S. Nehmen Sie sich ein Beispiel an der Stadt Tübingen, die Fahrgäste umsonst befördert und erst kürzlich die Testphase für dieses Projekt verlängert hat, da es von Autofahrern anstelle des eigenen PKW´s angenommen wird.
        Hier in Köln scheint es ja wichtiger zu sein, eine Ost-West-Achse für 3 km „unter die Erde“ zu legen…

        • Guten Tag Herr Jochem, des einen Freu ist des anderen Leid. Regina hat in ihrer letzten Antwort ja bereits deutlich gemacht, dass wir es leider nicht allen recht machen können, die Umstellung aber für viele auch Vorteile mit sich bringt. Die Beschaffung weiterer Haltestellenanzeiger ist geplant. Bis zur Auslieferung kann es allerdings noch einige Zeit dauern.

          Zu Ihrem Beispiel aus Thüringen: Auch wir befürworten Anreize für Autofahrer auf den ÖPNV umzusteigen. Im Moment fahren wir hier in Köln allerdings schon an unseren Kapazitätsgrenzen. Um mehr Fahrgäste mitnehmen zu können, müssen wir zunächst die Infrastruktur ausbauen.

          Mit freundlichen Grüßen Pia

          • Heike Voigt

            @Pia: TÜBINGEN, nicht Thüringen. 🙂

            @Herr Jochem,

            die Anzeigen an den Haltestellen funktionieren jedoch nicht richtig oder liefern Fehlinformationen und das nicht nur, wenn Unfälle etc. passieren. An der Bushaltestelle Merheim der Linien 157 und 158 steht da meist nur Blödsinn. Die Linie 158 wird teilweise gar nicht aufgeführt.
            Also ein großer Fortschritt wären die Dinger nicht. Was den kostenlosen ÖPNV angeht, wäre ich dafür, denn es ist schon eine Frechheit, für fast 90 Euro im Monat im Abo eine derart katastrophale Leistung zu erhalten. Das, was in Köln passiert, ist kein Verkehrschaos mehr, sondern ein Verkehrsinfarkt.

          • Georg Jochem

            Hallo Pia,
            ständig höre ich von Seiten der KVB das die Anschaffung von elektronischen Fahrgastinformationsanzeigen zu teuer ist oder in Planung ist…
            …wenn dann auch mal „Taten“ folgen würden, wäre ich ja schon ein wenig erfreut darüber, aber es herrscht hier eine Art „Stillstand“! (Frau Heike Voigt, stimme Ihnen teilweise zu, was die Funktion der Anzeigen betrifft, denn seit ca. 3 Tagen hängt die Laufschrift an der Haltestelle Sülzgürtel in Richtung Sülz/Sürth fest).
            Pia, welche Vorteile bringt eine zusätzliche Linie 134 die entwerder zu spät kommt oder ohne Vorwarnung ausfällt?
            Da soll ich als Fahrgast noch entspannt bleiben und mich in mein Schicksal fügen, die durch diese m.E. unsinnige Fahrplanumstellung entstanden ist?!
            Durch diese ewigen Verspätungen riskiere ich meinen Job, denn nicht jeder Chef ist so entspannt, wenn die Mitarbeiter aufgrund von Verspätungen zur Arbeit gelangen! ( wenn Ihr einen Job bei der KVB habt, meldet Euch bei mir…)
            In diesem Sinne verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

          • Hallo Georg, ich vermute, dass die Probleme die Du schilderst nicht durch den Fahrplanwechsel entstanden sind. Seit November haben wir vor allem im Busbereich viele Verspätungen, weil auch wir im Kölner Stau feststecken.
            Die Anschaffung neuer Anzeige ist tatsächlich geplant. Allerdings ist die Planung einer solchen Anschaffung auch nicht von heute auf morgen beendet. In den letzten Monaten wurden Modelle entwickelt, Prototypen erstellt und in Interviews von Kunden bewertet.
            Es tut sich also etwas 😉

            Auch wenn Du es nicht ernst gemeint hast, nutze ich einfach mal die Gelegenheit 😉 :
            Aktuelle Stellenanzeigen und Infos rund um die KVB als Arbeitgeber veröffentlichen wir hier: http://www.kvb.koeln/jobs

            VG Pia

          • Rüdiger Krause

            Liebe Frau Voigt,

            ein kostenloser Nahverkehr wäre kontraproduktiv. Denn er führt dazu, dass die jetzt schon überlasteten Linien noch mehr Zulauf erhalten, weil zu Fuß und per Rad zurückgelegte Wege dann auf einmal auf den ÖPNV verlagert werden.

            Womit Sie leider Recht haben ist, dass die Preise im ÖPNV schneller steigen als die allgemeine Preissteigerung. Dies ist aber politisch gewünscht. Der ÖPNV darf ja den Steuerzahler nichts kosten. Nur ist die Rechnung nicht ehrlich. Während Straßen und Gehwege grundsätzlich aus dem Steueraufkommen – ggf. unter Beteiligung der Anwohner – finanziert werden, werden die Kosten für den Bau und Unterhalt von Schienen zumindest teilweise auch dem ÖPNV-Nutzer berechnet.

          • Georg Jochem

            Guten Abend Pia,
            das mit den Stellenangeboten bei der KVB war von mir durchaus Ernst gemeint.
            Aber ich denke mit 54 Jahren bin ich dann doch zu alt, oder? (könnte mir durchaus vorstellen, als Fahrausweisprüfer für die KVB tätig zu werden…)

            Wünsche allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest. Glück und Gesundheit füp das neue Jahr 2019.

          • Am besten Sie versuchen einfach Ihr Glück! Ihnen auch schöne Weihnachten und einen gute Rutsch!

  • René

    Was ist eigentlich aus der Taktverdichtung der Linie 18 zwischen Brühl Mitte und Brühl Schwadorf geworden? Die Gleise liegen seit mindestens 1,5 Jahren. Wollen Sie mir die selbe Ausrede wie letztes Jahr präsentieren das die Signalanlagen noch nicht fertig sind?

  • Heike Voigt

    Vielleicht könnte man auch mal die Erreichbarkeit des Anschlusses an der Aachener Straße/Gürtel verbessern. Jedes Mal, wenn man mit der 13 kommt (insbesondere aus Richtung Sülz), ist an o. g. Haltestelle die 1 in Richtung Weiden weg. Da man noch über ein paar Ampeln muss, kann man sich sicher sein, dass man der Bahn immer nur noch hinterherwinken kann.

    • Hallo Heike Voigt,
      ich habe Deinen Hinweis ans Nahverkehrsmanagement weitergeleitet. Evtl. ist ja eine Optimierung möglich? Grundsätzlich verändern sich aber alle Anschlüsse, wenn man einen anpasst. Es besteht also immer das Risiko, dass sich andere Anschlüsse verschlechtern.
      Gruß
      Markus

    • Hallo Frau Voigt,
      ich habe Ihren Vorschlag mit den Kollegen der Fahrplanung besprochen. Leider ist eine Verbesserung des Anschlusses an der Aachener Straße/Gürtel nicht möglich. Dieser Anschluss von Sülz Richtung Weiden hat keine Priorität, andere Anschlüsse sind wichtiger, insbesondere im Innenstadtbereich. Die Fahrplanlage der Linie 1 ist zudem relativ fest und kann nicht groß verändert werden, weil diese sich ja im Innenstadtbereich mit der Linie 7 und 9 ein Gleis teilt. Die Fahrplanlage der Linie 13 wiederum ist auch relativ fest so wie sie derzeit ist. Grund dafür ist der Thielenbrucher Ast, dort müssen Anschlüsse auf die Linien 3 und 18 hergestellt werden.
      Viele Grüße, Regina Weiß

  • Sebastian aus Rodenkirchen

    Hallo KVB,
    mit der Einführung der Linie 130 am 9.12.18 wurde auch eine Haltestelle in
    Michaelshoven (Friedhof) eingerichtet. Es wurde kurz vor Inbetriebnahme ein
    Haltestellenschild (224) montiert und ein Seitenstreifen zur Haltebucht deklariert.
    In diesem Bereich parkten seit etlichen Jahren die Mitarbeiter der Diakonie verkehrsgerecht ihre Fahrzeuge. Die Einrichtung einer Haltestelle war vielen nicht bekannt. Die KVB hat dann am 10.12 18 nichts besseres zu tun, als an dieser Haltestelle „schön Knöllchen“ zu schreiben.
    Etwas mehr Informationen oder Hinweise über diese Haltestelle wären wohl angebracht gewesen.

    Grüße

    Sebastian aus Rodenkirchen

    • Rüdiger Krause

      Das Verkehrszeichen 224 verbietet das Parken 15 m vor und hinter dem Schild:

      „Wer ein Fahrzeug führt, darf bis zu 15 m vor und hinter dem Zeichen nicht parken.“

      Dies sollte jedem Kraftfahrer bekannt sein. Das Argument, dass die Haltestelle vielen nicht bekannt war, kann ich nicht nachvollziehen. Denn Schilder sind für gewöhnlich nicht unsichtbar. Von daher verstehe ich das Argument mit dem Mehr an Informationen oder Hinweisen. Das Schild sollte Information und Hinweis genug sein.

      Die Fahrzeugführer sollten viel mehr froh sein, dass die Fahrzeuge nicht abgeschleppt wurden. Meines Erachtens sollte häufiger abgeschleppt werden.

      Im übrigen werden „Knöllchen“ vom Ordnungsamt der Stadt Köln geschrieben. Ansonsten steht es jedem – also auch der KVB – frei, eine Fremdanzeige anzufertigen.

      • Sebastian aus Rodenkirchen

        Sehr geehrter Herr Krause,
        vielen Dank für die Erklärung des Verkehrsschildes 224 und der angehängten Belehrung. War aber schon alles hinreichend bekannt.
        Bitte haben sie verständnis dafür, dass ich hier nur mit der „KVB“ und deren Stellungnahme kommunizieren möchte.
        Mit feundlichen Grüßen
        Sebastian

    • Hallo Sebastian, von den Kollegen habe ich gerade die Rückmeldung erhalten, dass 72 Std vor der Inbetriebnahme einer neuen Haltestelle durch die Stadt Köln Halteverbotszonen eingerichtet und Markierungen angebracht werden. VG Pia

      • Sebastian aus Rodenkirchen

        Hallo Pia,
        gestern und heute waren die beschriebenen Schilder nicht Vorort. Auch Haltestelle
        Rotdornstrasse nicht.

        Möchte noch erwähnen, dass ich persönlich kein Knöllchen bekommen habe,
        somit bin ich in dieser Thematik „unbelastet“.

        Von meiner Seite aus möchte ich das Thema hiermit abschließen.
        Ich bedanke mich bei dir für dein Mühe und Stellungnahme und verbleibe

        mit freundlichen Grüßen
        Sebastian

      • Gudrun Schmitz

        Es sind nach wie vor keine Halteverbotsschilder oder Markierungen vorhanden.

  • Pierre Ofzareck

    Hallo Regina,

    erst einmal Danke, für den doch recht locker und dennoch informativ geschriebenen Blogbeitrag. Die Tonmischung aus profunder Sachlichkeit und Unterhaltung wurde nahezu perfekt getroffen und so ist ein lesenswerter und kurzweiliger Blogbeitrag entstanden.

    Aber wenn ich jetzt die Kommentare zu diesem Blogbeitrag lese, bekomme ich schon wieder das blanke Grausen:

    Zunächst fallen ja so viele Bahnen der Linie 1 in der HVZ aus. Das diese Linie dann in diesem Streckenabschnitt im 5 Minuten Takt verkehrt und dennoch an ihrem Leistungslimit fährt – Verspätungen größer als die Taktdichte eingeschlossen – geht in den Kopf einfach nicht rein. Und nein, pünktlicher ist dieser Fahrgastansturm, mit der gegebenen Infrastruktur leider nicht zu bewältigen. Das sieht inzwischen ja selbst die Stadt Köln ein und hat unlängst den Ausbau der Linie 1 für Dreiwagenzüge beschlossen. Dass dieser Ausbau aber, neben den verlängerten Bahnsteigen, auch einen Ausbau der übrigen Betriebsanlagen, für die über 30 zusätzlich notwendigen Wagen, erfordert, sieht der Fahrgast natürlich nicht. Auch nicht, dass diese Bahnen nicht von heute auf Morgen geliefert werden können. Ebensowenig, wie man dafür, in wenigen Tagen, die Abstellanlagen bauen kann.

    Dann der „Knoten“ Aachener Straße/Gürtel. Wie soll denn hier noch eine Optimierung gehen? Die 13 hält Anschluss irgendwo, mit sämtlichen anderen Kölner Stadtbahnlinien, mit einigen sogar zweimal. Dazu kommen etliche Buslinien. Hier sämtliche Anschlüsse optimieren zu wollen, ergibt die Quadratur eines Kreises. Es geht einfach systembedingt schon nicht und funktionierende Anschlüsse sind auf der Linie 13 daher eher ein Glücksfall, denn Berechnung. Im Übrigen fahren sämtliche Stadtbahnlinien dort, mindestens im 10 Minuten-Takt, da kommt sicherlich bald schon die Nächste. In der Schwachverkehrszeit könnte sich eventuell der Umweg durch die Stadt lohnen, weil dort die Anschlüsse abgewartet werden. Es hat schon seinen Grund, warum die Linie 13 am Nachtverkehr nicht teilnimmt. Wie lange gibt es diese Linie in Köln jetzt schon und war das jemals anders?

    Einer zählt in der ersten Woche, nach dem Fahrplanwechsel die (noch) nicht vorhandenen Fahrgäste.
    Das der Gelenkbus spätestens dann extrem notwendig wird, wenn auf der 9 mal nichts mehr geht, erkennt er dabei leider nicht. Doch man versuche mal die Fahrgäste einer Bahn in einen Standardbus zu quetschen. Das geht, wenn man vorher sämtliche Fahrgastsitze ausbaut.

    Der Nächste beschwert sich, dass der Bus nun nicht mehr zur gewohnten Zeit fährt und der Bus um 7:33 Uhr stets überfüllt ist. Da fährt kein Bus um 7:23 Uhr?

    Die Krönung ist dann, dass sich jemand beschwert, dass er dort, wo die Stadt Köln nun eine Bushaltestelle eingerichtet hat, nicht mehr parken darf, wie er es seit Jahren gewohnt ist.

    Da erreicht die geistige Flexibilität die Qualität von Stahlbeton…

    Ich begrüße deutlich den Willen der Stadt, den durch ihre ständig in die Zukunft verschobenen Infrastrukturausbau, nun mit Busentlastungslinien, wenigstens rudimentär zu kompensieren. Was die Politik in den letzten Jahrzehnten vergeigt hat, ist derart hanebüchen, dass es eigentlich einem Wunder gleicht, dass sich im Kölner ÖPNV überhaupt noch Räder drehen. Wird die KVB doch seitens der Stadt bereits seit Jahren auf kleinster Flamme totgeköchelt. „Billig“ eingekauftes Rollmaterial erweist sich dabei inzwischen als extrem wartungsintensiv. So wartungsintensiv, dass dem Betrieb an manchen Tagen nicht genügend fahrbereite Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Hinzu kommt eine eher prekäre Ersatzteilsituation, weil der Hersteller dringend benötigte Ersatzteile, über Monate, einfach nicht liefert. Ausfallende Kurse sind die unmittelbare Folge.

    Fazit: Sparen ist gut und sparsam mit den zur Verfügung stehenden Mitteln umzugehen, sollte auch selbstverständlich sein. Doch wenn man zu billig wirtschaftet, geht das irgendwann eben nur noch auf Kosten der Qualität und damit auch der Zuverlässigkeit.

    Ich hoffe nur, die KVB hat für ihre künftigen Ausschreibungen gelernt und die garantierte Verfügbarkeit des Wagenparks nun in die Ausschreibung mit aufgenommen. Denn Bahnen, die wegen fehlender Ersatzteile nutzlos herumstehen, helfen niemandem weiter.

    Wenn ich heute sehe, wie Bahnen, die 2001 geliefert wurden und dabei 2,2 Mio DM billiger waren, als ihre 1993 gelieferten Vorgänger aus Düsseldorf – die dafür bis heute recht klaglos laufen – dabei aber schon ernste Ausfallerscheinungen aufweisen und zudem nicht nur durch Dröhnen, Rappeln und Vibrationen unangenehm auffallen, bekomme ich Mitleid mit Eurem Werkstatt und Fahrpersonal, dass sich ständig damit herumschlagen muss. Türschäden sind auch ein großes Problem in Köln. Klar geht immer mal irgendwann in diesem harten Alltag eine Tür kaputt. Doch so wie sich das in den letzten Jahren häuft, ist das alles Andere, als normal.

    Guter ÖPNV kostet eben gutes Geld. Am falschen Ende gespart, zahlt man am Ende immer drauf. Von dieser Warte aus, sehe ich nun dem neuen HF6 mit gemischten Gefühlen entgegen. Doch Bombardier kann auch Qualität liefern, wenn man diese bestellt und bezahlt. Lassen wir uns also da jetzt mal überraschen.

    • Rüdiger Krause

      Lieber Herr Ofzareck,

      sie haben richtig erkannt, dass die Politik und leider auch die KVB die letzten 10, 15 Jahre verschlafen haben. Längere Züge auf den Linien 1, 7 und 9 sind ja nicht erst seit heute notwendig, sondern schon die letzten 5 bis 10 Jahre. Einzig getan hat sich nichts.

      Jetzt auf einmal wacht man in den Vorstandsetagen auf und tut so, als käme der Fahrgastzuwachs und die überfüllten Bahnen von heute auf morgen und wären nicht vorauszusehen gewesen. Aber anstatt sinnvolle Maßnahmen zu ergreifen, werden nutzlose Busersatzverkehre eingerichtet, die fahrzeittechnisch alles andere als attraktiv sind. Ich habe darauf schon im Sommer hingewiesen. Ich glaube nicht, dass diese Busse jemals auch nur annähern voll fahren – außer vielleicht bei Störungen auf der Linie 9.

      Zumindest in der Anfangszeit hätte man daher Solobusse einsetzen und die Gelenkbusse auf Linien einsetzen sollen, die die Kapazität eher nötig haben. Derzeit führt das zu der perversen Situation, dass auf der Linie 179 Gelenkbusse mit drei bis vier Fahrgästen über die Rösrather Straße fahren gefolgt von Solobussen der Linie 157, die rappelvoll sind. Auch eine Möglichkeit Fahrgäste zu vergraulen. Meiner Meinung nach muss das Angebot sich nach der Nachfrage richten, denn der ÖPNV ist für den Fahrgast da, nicht umgekehrt.

      Alternativen zur Linie 179 hatte ich mehrmals aufgezeigt, werden aber seitens der KVB nicht angenommen. Buslinien parallel zur Stadtbahn werden niemals eine Alternative darstellen. Ihre Kritik an mir ist daher völlig fehl am Platze.

      Die Linie 13 hat eigentlich nur dann Sinn für umsteigende Fahrgäste, wenn sie deutlich häufiger fährt. Andernfalls ist der Umweg über die City – also meist den Neumarkt – immer sinnvoller, weil nicht langsamer, aber nur einmaliges Umsteigerisiko. Es wäre also dringend nötig, die Linie 13 tagsüber im 5-Minutentakt verkehren zu lassen. Problem ist zurzeit nur, dass es nicht ausreichend Fahrzeuge hierfür gibt. Aber die nächsten kommen ja schon in zwei Jahren.

      Recht haben sie mit dem Rollmaterial im Niederflurbereich. Die K4000 sind Schrott. Das waren sie aber schon von Anfang an. Diese Fahrzeuge sind für Köln nicht geeignet. Ab 50 Kilometer in der Stunde dröhnen und vibrieren die Fahrzeuge so sehr, dass eine Fahrt alles andere als entspannt ist. Meines Erachtens sollte man sich grundsätzlich auf Stadtbahnlinien von Nieder- und Mittelflurfahrzeugen verabschieden und wieder auf komfortable Hochflurfahrzeuge setzen. Die alten 2000er und 2100er waren und sind noch heute eine Wohltat gegenüber den K4000.

      Man hätte jetzt die Chance gehabt, zumindest die Ost-West-Linien auf Hochflur umzustellen. Denn im Zuge des Ausbaus muss jeder Bahnsteig – bis auf die U-Bahnhöfe – angepasst werden. In dem Zuge hätte man auch eine Erhöhung der Bahnsteige auf 90 cm über Schienenoberkante vornehmen können. Nun sind die Ausschreibungen für die neuen Züge raus und die Chance für die nächsten mindestens 25 Jahre leider vertan.

      Auch wenn er Fenske sagt, dass die zwei Systeme keine Einschränkung darstellen, ist dies noch lange nicht korrekt. Derzeit können zwar die Linien 16 und 18 bei Störungen im Innenstadttunnel über den Ringetunnel umgeleitet werden – dies wird ja dann auch genutzt. Andersherum ist dies jedoch nicht möglich, bzw. nur mit der Einschränkung, dass ein Fahrgastwechsel im Innenstadttunnel mit Niederflurfahrzeugen nicht möglich ist. Mit anderen Worten: Es gibt sehr wohl Einschränkungen.

      Ihre Kritik an den Herstellern und der Ersatzteilverfügbarkeit ist nur zum Teil gerechtfertigt. Normalerweise wird die Verfügbarkeit von Ersatzteilen für 20 bis 30 Jahre garantiert bei solchen Fahrzeugen. Die Einsatzdauer ist vielen Fahrzeugen jedoch bei Weitem überschritten. Zudem muss die Herstellung der Teile auch wirtschaftlich sein. Im Ersatzteilgeschäft geht es aber regelmäßig um sehr kleine Stückzahlen, die kaum mehr wirtschaftlich produziert werden können. Die Anzahl der Stadtbahnwagen B wird ja von Jahr zu Jahr kleiner.

      Mein Vertrauen in Bombardier ist leider nicht sehr groß. Ich erwarte nicht viel Gutes von den neuen HF6. Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf, dass man diesmal vielleicht bessere Qualität geliefert bekommt.

    • Sebastian

      Die Krönung ist dann, dass sich jemand beschwert, dass er dort, wo die Stadt Köln nun eine Bushaltestelle eingerichtet hat, nicht mehr parken darf, wie er es seit Jahren gewohnt ist.
      Da erreicht die geistige Flexibilität die Qualität von Stahlbeton…

      Sehr geehrter Herr Ofzareck,

      ich möchte hier klarstellen, dass ich in der Nähe der beschriebenen Haltestelle weder arbeite noch wohne und somit dort keinen Parkplatz brauche.
      Es ging mir auch nicht um den Wegfall einiger Parkplätz.
      Offensichtlich haben sie in dieser Angelegenheit ein signifikantes Verständnisproblem.
      Somit führen sie ihre weitere abfällige und niveaulose Bemerkung selbst
      ad absurdum.

      Hier noch einen Auszug aus den KVB-Blog-Regeln.
      Bitte beachten Sie beim Kommentieren folgende Hinweise:
      Respekt
      Behandeln Sie andere bitte so, wie Sie selbst behandelt werden möchten. Beleidigungen, persönliche Angriffe und Diskriminierung dulden wir nicht. Wir wünschen uns einen respektvollen und toleranten Umgang miteinander. Kommunizieren Sie offen und respektieren Sie die Meinung anderer, selbst wenn Sie sie persönlich nicht teilen.

    • Einen ganz lieben Dank für das Lob, Pierre. 😉 Das freut mich. LG, Regina

  • Lars Kliewer

    Als stiller Leser der Blogs melde ich mich dann auch mal zu Wort. Ohne über die Sinnhaftigkeit der Buslinie 179 sprechen zu wollen, würde es mich sehr interessieren, wie das von den Schichtplänen und Logistik auf dieser Linie funktioniert, die morgens nur 2 Stunden in die eine und nachmittags 4 Stunden nur in die andere Richtung fährt/bedient wird und woher diese Busse kommen und wo diese Busse nach der fahrt wieder eingesetzt werden? Merheim? Niehl? usw…? oder auf anderen Linien als Verstärker?
    Über eine Antwort würde ich sehr mich freuen!
    Mit freundlichen Grüßen Lars Kliewer

    • Hallo Lars, die Rückfragen können wir gerne mit dem Nahverkehrsmanagement besprechen. Gib uns nur bitte etwas Zeit, bis alle aus ihrem wohlverdienten Winterurlaub zurück sind 😉 VG Pia

    • Hallo Herr Kliewer,
      die Linie 179 Linie wird nur in Lastrichtung gefahren, da sie ja als Verstärker der Linie 9 dient. Die Busse kommen alle vom Betriebshof Nord, da wir nicht genügend Stellplatzkapazität in Merheim haben (nur 15 Stück). Die dazugehörigen Umläufe werden in unterschiedlichste Dienstarten verplant: Früh, Tag, Mittel, und Spät, sodass immer die Wirtschaftlichkeit gewährleistet ist.
      Viele Grüße, Carola

  • Heike Voigt

    Am letzten Montag stieg ich in eine (vermutlich) ganz neue Bahn der Linie 13 in Richtung Holweide (Bahn 2407) und musste, obwohl ich weder gehbehindert noch im Rentenalter bin, auch nicht kleinwüchsig, ganz schön staunen, wie hoch die Einstiege sind. Ist das aus irgendeinem Grund beabsichtigt und wie sollen da alte Leute reinkommen? Vielleicht wird ja noch ein Treppenlift eingebaut? 😉

    • Hallo Frau Voigt,
      an welcher Haltestelle war das denn?
      Grundsätzlich entscheidet der Rat, hier der Verkehrsausschuss der Stadt Köln im Rahmen einer Prioritätenliste über den weiteren Ausbau der Barrierefreiheit von Haltestellen. Die Stadt Köln, die KVB und die Behinderten- und Seniorenverbände haben diese Liste im Vorhinein gemeinsam erarbeitet. Sie orientiert sich an Fahrgastzahlen, daran, ob es umliegend Einrichtungen mit erhöhtem Bedarf gibt und daran, ob es in der Nähe bereits barrierefrei ausgebaute Haltestellen gibt bzw. andere barrierefreie Fahrbeziehungen existieren. Wie  an dem weit fortgeschrittenen barrierefreien Ausbau von Haltestellen im Kölner Stadtbahnnetz (89 % der Haltestellen sind barrierefrei ausgebaut) zu erkennen ist, haben sowohl Stadt Köln wie auch KVB ein großes Interesse an der zügigen Umsetzung des barrierefreien Ausbaus.
      VG Carola

      • Heike Voigt

        Hallo Carola,

        das war an der Zülpicher Str./Gürtel. Die neue Bahn roch noch richtig neu und viele Fahrgäste haben sich gewundert, dass die Stufen so hoch sind. Also nicht nur mein Eindruck.

        • Rüdiger Krause

          Hallo Frau Voigt,

          die 24xx sind umgebaute 21xx. Dabei wurden meines Wissens die untere ausfahrbare Stufe entfernt, weil man meint, dass diese nicht mehr benötigt wird. Mir ein Rätsel, wie solche Züge mal auf freier Strecke bei Bedarf evakuiert werden sollen. In diesen Fällen liegt der Boden ja sogar ggf. unter Schienenunterkante.

          • Anonymous

            Danke für die Antwort Herr Krause. Sind Sie eigentlich so etwas wie ein Haus- und Hofberichterstatter der KVB? Ich lese hier immer sehr viel von Ihnen. 🙂

          • Rüdiger Krause

            Als Vielnutzer der KVB bin ich sehr kritisch – im Positiven wie Negativen – und sehr interessiert, warum etwas so läuft wie es läuft.

          • Hallo Rüdiger,
            die untere Trittstufe wurde damals nur für niedrige Bahnsteige genutzt, die gleich waren mit der Schienenoberkante. Diese haben wir nicht mehr! Eine Evakuierung auf offener Strecke ist aber auch weiterhin möglich, je nach Örtlichkeit benötigen einige Fahrgäste sicherlich Hilfe, da hast Du recht. Bei mobilitätseingeschränkten Personen benötigen wir im Ernstfall sowieso professionelle Hilfe, auch mit unterer Trittstufe.
            Gruß
            Markus

          • Rüdiger Krause

            Hallo Markus,

            es gibt noch mindestens eine Haltestelle auf Höhe der Schienenoberkante: Longerich Friedhof. Zumindest, wenn man diesem https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=549718&type=do& Dokument glauben darf. Zugegeben hier fahren nur Niederflurzüge und nur stundenweise, weshalb das für die 2400er nicht so relevant ist. Ein Einstieg wäre hier mit rund 55 cm Stufenhöhe wohl nur sehr schwierig möglich. 😉

            Was die Evakuierung auf freier Strecke angeht, bleibt nur zu hoffen, dass es niemals zu einem Fahrzeugbrand auf freier Strecke kommt, bei dem das Fahrzeug fahruntüchtig ist. Andernfalls wäre dies für mobilitätseingeschränkte Personen eine tödliche Falle. Ein Rollstuhl lässt sich ohne Hilfsmittel nur schwerlich aus einem Zug mit fehlender Trittstufe herausholen. Allenfalls könnte man versuchen, die Person ohne Rollstuhl aus der Bahn herauszuholen.

            Wie schnell sich ein Fahrzeugbrand ausbreitet, kann man gut bei brennenden Reise- und Linienbussen beobachten. Bis die Feuerwehr da ist, stehen die Fahrzeuge in Vollbrand. Für eine Rettung von Personen ist es dann meist schon zu spät.

            Viele Grüße
            Rüdiger

  • Sascha

    Hallo!

    Erstmal vielen Dank für den sehr informativen Blog!

    Es war mir eine Freude diesen zu lesen.

    Nun kommen wir zum aber 🙂

    Am gestrigen Montag wollte ich die 1 von Weiden West in Fahrtrichtung Bensberg nehmen.
    Da laut Fahrplan die erste 1 erst um 4:28 in Weiden West losfahren sollte entschließ ich mich das Auto zu nehmen. Am Rudolfplatz angekommen stellte ich fest, dass eine Bahn wohl doch früher gefahren ist.
    Nach Rücksprache mit dem Fahrer, übrigens sehr sehr nett, teilte dieser mir mit, dass er planmäßig um 4:03 in Weiden losgefahren ist.

    Was stimmt denn nun hier?
    Sämtliche Apps / Fahrpläne sagen 4:28….

    Grüße

    Sascha

    • Hallo Sascha,
      es stimmt quasi beides. Laut Fahrplan fährt die erste Linie 1 ab Weiden West um 4:28 Uhr. Dies war dann eine Bahn, die auf dem Weg zur Aachener Straße war und dort ab 4:18 Uhr im Liniendienst eingesetzt war. Diese Fahrten sind nicht im Fahrplan aufgeführt, da sie je nach Fahrzeugdispo nicht immer stattfinden bzw. die Bahnen von unterschiedlichen Startpunkten/ Betriebshöfen aus starten.
      Viele Grüße, Carola

  • klaus

    der service wird von jahr zu jahr schlechter beispiel linie 1 richtung weiden ab aachenerstr. soll morgens um 5:50 kommen leider kommt die linie 1 richtung weiden west erst zehn bis 20 minuten spaeter oder faellt ganz aus .das jeden tag das gleiche gilt fuer die line 7 nachmittags .was besonders nervt ist das das nicht angezeigt wird das zuege ausfallen besonders morgens ,nachmittag linie 1,7

  • Sophia

    Guten Tag,

    auf der Linie 13 fahren seit einigen Tagen vermehrt die umgebauten 2100/ 2400er. Leider kommt man mit Krücken praktisch nicht hinein oder heraus. Arbeitsweg Mülheim – Marsdorf. Die Verbindung ist generell die Bessere Wahl weil man nur aus und wieder einsteigen muss. Vor kurzem mussten wir andere ältere Fahrgäste herausheben. Was für die älteren Damen und Herren wirklich unangenehm war.

    Auf der Strecke Marsdorf – Dürener fallen oft Bahnen aus wenn auf der anderen Rheinseite ein Auto falsch parkt. Es gibt keine Alternative Busverbindung, keinen Taxistand und bei Totalausfall der 7 stehen wir Aufgrund der 20 Minuten Taktung dann mal gerne 40 Minuten oder mehr. Ersatzbusse wurden schon angekündigt, aber bei uns fährt dann nichts mehr. Im Feierabendverkehr dauert es dann ähnlich lange bis überhaupt ein Taxi zu uns durchkommt.
    Oft steht auch nicht an der Anzeige das eine Bahn ausfällt sondern Zählt langsam runter. steht also 20 Minuten auf fährt in 10 Minuten…. bis dann irgendwann 2 Bahnen im Minutentakt fahren.

    Wir brauchen einen Sinnvollen Anschluss in Marsdorf. Ersatzbusse bei Ausfall. Oder das zumindest die Strecke bis zur Dürener/Aachener Str. befahren wird wenn auf der anderen Rheinseite mal wieder jemand falsch Parkt!

    Gewerbegebiet, Industrie, Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, Integrationsunternehmen etc.
    Ebenso brauchen wir einen Gesicherten Fußgängerübergang an der Haltestelle. Hier kreuzen Morgens in der Dunkelheit hunderte Menschen den LKW und PKW Verkehr!

    Vielleicht wäre es möglich dies weiterzugeben und zu besprechen. Vielen Dank.
    Mit freundlichen Grüßen
    Sophia

    • Hallo Sophia,
      ich kann Deine Verärgerung gut verstehen, leider läuft nicht immer alles so rund, wie wir uns das wünschen!
      Das Thema Barrierefreiheit auf der Linie 13 ist uns bekannt, wir sind hier im Austausch mit der Stadt und auch mit Senioren- und Behindertenverbänden. Der barrierefreie Umbau der Kölner Haltestellen läuft nach einem Priortätenplan -https://ratsinformation.stadt-koeln.de/to0050.asp?__ktonr=109487&search=1.
      Deine Hinweise zu den Problemen in Marsdorf habe ich an das Nahverkehrsmanagement weitergeleitet!
      Gruß
      Markus

      • Sophia

        Hallo Markus,
        ach Verärgerung ist ein zu starkes Wort, da bin ich eher Typ Schilfrohr, und passe mich den Gegebenheiten an. Aber da diese Dinge immer wieder um mich herum zu Unmut führen bin ich interessiert daran ob nicht doch eine Verbesserung, wenn auch Langfristig möglich ist.
        Es hat sich ja schon viel getan und zb. Klimaanlage gerade auf Oberirdischen Linien wie der 7 finde ich top!

        Vielen Dank für die Informationen und das Weiterleiten.
        Grüße
        Sophia

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