Von Rolltreppen, und warum sie manchmal nicht rollen…

Rolltreppe-gesperrt_Header

Ihr kennt das! Man war in der City zum Shoppen, steigt vollbepackt aus der Bahn aus und strandet an der nächsten Rolltreppe – das Lämpchen blinkt, Stillstand! Und so kämpft man sich mühsam die Treppen hinauf, sofern alternativ kein Aufzug zur Verfügung steht.

Wieso stehen die Rolltreppen manchmal gefühlt mehr still als dass sie rollen? Und wie können wir zukünftig die Verfügbarkeit der Rolltreppen verbessern? Diese Fragen lassen mich nicht los. Und so stehe ich bei Timo, dem Leiter Rolltreppen/Aufzüge im Büro und suche nach Antworten.

Als erstes möchte ich der Korrektheit halber erwähnen, dass Rolltreppen im Fachbereich eigentlich Fahrtreppen genannt werden. Da aber die Mehrheit unserer Fahrgäste von Rolltreppen spricht, behalte ich diesen Begriff im Blogartikel bei.

Insgesamt haben wir 264 Rolltreppen, die durch die KVB betreut und instand gehalten werden. Davon befinden sich 180 in der Verteiler-/Bahnsteigebene, 84 führen auf die Straße. Insgesamt sind 20 Kollegen für die Wartung, Reparatur und Entstörung unserer Rolltreppen zuständig.

Sind unsere Rolltreppen wirklich so oft defekt?

Grundsätzlich haben unsere Rolltreppen eine Verfügbarkeit von 94 bis 98 % – ein Wert der sich durchaus sehen lassen kann. Für Defekte gibt es vielfältige Gründe: Vandalismus, Missbrauch der Notbremse aber auch eine alte, unzuverlässige Technik. Auch das Warten auf Ersatzteile, Wartungsarbeiten oder die Gewährleistung/ Instandsetzung durch den Hersteller können dazu führen, dass Rolltreppen temporär außer Betrieb sind.

Auch witterungsbedingte Störungen können auftreten, z.B. wenn Laub die Technik verdeckt bzw. verdreckt oder sich Steinchen in den Rillen der Stufen absetzen.

Gegenstände, die in die Rolltreppe gelangen, können ein Problem darstellen, wie z.B. Blätter, Plastiktüten, Rückstände von Fast-Food-Ketten etc. Was unsere Kollegen regelmäßig aus unseren Rolltreppen herausholen ist wirklich erstaunlich und teilweise eklig. Das berühmteste Fundstück war ein sehr teurer Diamantenring, den die Kollegen glücklicherweise der Besitzerin zurückgeben konnten:

Finderglück: KVB-Mitarbeiter fischen Diamant aus Rolltreppe. (KStA)
1,6 Karat: KVB-Techniker finden Diamanten in U-Bahn-Station. (EXPRESS)

Und ein wirklich großes Problem sind auch Rolltreppen an bestimmten Brennpunkten, die leider immer wieder manipuliert werden. Da helfen dann auch regelmäßiges Warten und Ölen nichts.

Mutwillig abgerissener Handlauf (links), verschüttete Lackfarbe (Mitte) und ein aufgeschlitzter Handlauf (rechts) sind nur einige Bespiele der Vandalismusschäden an Rolltreppen.

Rolltreppen haben in der Regel eine Mindestlebensdauer von 20 Jahren, wobei insbesondere die älteren Modelle störanfälliger sind. Alte Ersatzteile müssen oft bestellt oder gar maßangefertigt werden, größere Reparaturen müssen wir zum Teil erst ausschreiben. Unter Umständen kann die Fehlersuche auch mal etwas länger dauern, da die Technik, die hinter den Rolltreppen steckt, äußerst komplex ist. In den letzten Jahren wurden pro Jahr fünf bis sechs Fahrtreppen ausgetauscht. Die Tendenz ist aber steigend, sodass zukünftig ca. zehn Fahrtreppen pro Jahr ausgetauscht werden sollen.

Was passiert bei einem Defekt?

Die meisten unserer Rolltreppen (ca. 90%) sind direkt mit der Leitstelle verbunden. Dahinter steckt ein komplexes System, an dem mehrere Fachbereiche beteiligt sind. Wenn also eine Rolltreppe der Leitstelle automatisiert als defekt gemeldet wird, so wird diese Meldung unmittelbar an den Fachbereich weitergeleitet, der dann die Liste der Störungen abarbeitet.

Verfügt die Rolltreppe nicht über eine moderne Steuerung und es wurde die Notbremse gezogen, so muss jedes Mal ein Kollege rausfahren und diese wieder einschalten. Das ist nicht nur zeit- sondern auch kostenintensiv. Die neueren Modelle hingegen können nach Zwangsstopps sogenannte „Selbsttests“ durchführen und eigenständig wieder in Betrieb gehen.

Störungen werden in vier verschiedene Kategorien unterteilt:

gesperrte Rolltreppe

Gesperrte Rolltreppe.

    • Kategorie I: Diese Störung kann ohne Werkzeug behoben werden und hierzu zählen 75% aller Störungen (typisches Beispiel: Missbrauch der Notbremse). Die Stillstandzeit liegt hier im Durchschnitt bei 1,6 Std.
    • Kategorie II: Diese Störung kann mit Werkzeug aber ohne Materialaustausch behoben werden. Hier liegt die durchschnittliche Stördauer bei 5,6 Stunden.
    • Kategorie III: Hier kann die Störung mit Werkzeug und vorhandenem Material durchgeführt werden. Die Dauer liegt i.d.R. bei 15 Stunden.
    • Kategorie IV: Ersatzteile/Material müssen von externen Dienstleistern bestellt, ggfls. sogar ausgeschrieben werden. Hier liegt der Stillstand im Durchschnitt bei 19,5 Stunden.

Warum stehen die Rolltreppen manchmal so lange still?

Pauschal lässt sich die Frage nicht beantworten. Verschiedene Gründe können dazu führen, dass sich die Instandsetzung verzögert:

    • Zum einen ist hier die Ersatzteilbevorratung zu nennen. Wir haben diverse Ersatzteile eingelagert und beziehen auch Ersatzteile von Lieferanten der näheren Umgebung. Dennoch ist es unmöglich, alle Ersatzteile auf Vorrat zu lagern, da wir eine Vielzahl an unterschiedlichen Fahrtreppen haben, die überwiegend Spezialanfertigungen sind.
    • Unsere ältesten Rolltreppen sind aus den 70er Jahren – für diese gibt es zum Beispiel gar keine Ersatzteile mehr. Tritt hier ein Defekt auf, so schicken wir die defekten Teile ein, sodass sie dann wieder aufbereitet werden. Bei so einer alten Anlage kostet beispielsweise eine einzelne neue Stufe 1000 €, wenn wir sie neu bauen lassen. Das dauert natürlich, ist aber oft nicht anders händelbar. Denn viele Hersteller haben die Produktion elektrischer Bauteile älterer Treppen eingestellt.
    • Viele Hersteller haben leider häufig Lieferschwierigkeiten und kommen mit der Produktion nicht nach. So kann die Wartezeit auch schon mal zwei bis vier Wochen dauern, bei neuen Stufenketten liegt die Lieferzeit zum Beispiel bei acht Wochen. Das ist nicht nur für unsere Fahrgäste, sondern auch für uns ärgerlich.
Rolltreppenwartung

Rolltreppenwartung

  • Ein weiterer Grund, der Instandsetzungen verzögert, ist die gesetzlich vorgeschriebene Ausschreibung. Dies ist bei größeren Reparaturen notwendig und dahinter steckt auch viel Bürokratie: es muss ein Auftrag angelegt werden, unser Einkauf schreibt die Reparatur aus. Firmen/Lieferanten geben ihr Angebot ab und nach Prüfung der Angebote erhält ein Anbieter den Zuschlag und führt dann auch die Reparatur durch.
  • Einige Reparaturen können aufgrund der Gewährleistung durch den Hersteller nicht durch uns durchgeführt werden. Nach dem Einbau neuer Rolltreppen gibt es für jede Anlage eine fünfjährige Gewährleistung durch den Hersteller. Der Hersteller führt in diesem Zeitraum auch die Wartungen und Reparaturen durch – würden wir es selbst durchführen, würde die Gewährleistung erlöschen.

Werden die Rolltreppen zu wenig gewartet?

Alle Rolltreppen werden regelmäßig gewartet. Die zwei bis dreistündigen Wartungen erfolgen alle zwei Monate und werden in den frühen Morgenstunden durchgeführt. Außentreppen werden zusätzlich regelmäßig geölt. Durch den TÜV werden die Treppen einmal im Jahr zwischen Juni und August geprüft. Dieses Video gibt einen Einblick in die Aufgaben, die ein Fahrtreppenwärter bei der regelmässigen TÜV-Kontrolle von Fahrtreppen durchzuführen hat:

Was kostet eine Rolltreppe überhaupt?

Die Investitionskosten einer Rolltreppe liegen bei ca. 350.000 €. Hinzu kommen der Einbau und die Anschlüsse mit Kosten von ca. 80.000€.

Warum darf ich nicht mit dem Kinderwagen, Hund oder Sperrgut die Rolltreppe nutzen?

Bei unseren Vierbeinern besteht die Gefahr, dass Haare oder Pfötchen in die Kammplatte geraten können. Also bitte lieber die Treppe nehmen oder – sofern vorhanden – den Aufzug nutzen. Auch mit dem Kinderwagen kann eine Rolltreppenfahrt gefährlich werden: Durch die Form der Stufen können die Räder des Kinderwagens das Setzen der Stufen verhindern. Die Stufen können dann ausbrechen, die Treppe beschädigen und auch Mutter und Kind können verletzt werden. Der Transport von Sperrgut kann die Treppe beschädigen und unsichtbare Folgeschäden hervorrufen, die dann für Fahrgäste, die im Anschluss die Rolltreppe nutzen, gefährlich werden können.

Kammplatte (links) und Hinweisaufkleber (rechts).

Rolltreppen im Wechselbetrieb

Die meisten Rolltreppen können je nach Bedarf in zwei Richtungen fahren – im sogenannten Wechselbetrieb. Der Richtungswechsel wird über eine Lichtschranke angefordert.

Hat aus der entgegengesetzten Richtung ein Fahrgast die Lichtschranke zuerst passiert, so muss man warten, bis das Wartesymbol erlischt und die Rolltreppe ihre Fahrtrichtung ändern kann. Der Wechselbetrieb kann immer wieder zu Konflikten führen, wenn permanent Fahrgäste aus einer Richtung eintrudeln und die Rolltreppe die Fahrtrichtung nicht ändern kann. Bitte nehmt hier Rücksicht auf die, die auf die Rolltreppen angewiesen sind. Die Münchner Kollegen haben dazu ein nettes Video produziert:

Werden unsere Rolltreppen zukünftig mehr rollen als stillstehen? Wie geht es weiter?

Durch den stetigen Austausch älterer Modelle ist auch hinsichtlich der Zuverlässigkeit Besserung zu erwarten. Der Fachbereich arbeitet zudem an Konzepten, die Zuverlässigkeit der Rolltreppen zu erhöhen. Diese Lösungen müssen aber auch immer finanzierbar sein.

Und es gibt gute Neuigkeiten: der NVR (Nahverkehr Rheinland), die Stadt Köln und wir als KVB investieren rund 15 Millionen Euro in neue Fahrtreppen. Nachdem in den nächsten Jahren insgesamt 39 Fahrtreppen in U-Bahnhaltestellen erneuert werden sollen, hat der NVR nun einem Förderantrag stattgegeben und fördert die fast 15 Millionen Euro hohe Maßnahme mit rund 12,7 Millionen Euro – die Restsumme übernehmen KVB und Stadt Köln als Eigenanteil.

An zwölf Haltestellen in den Stadtbezirken Innenstadt und Ehrenfeld werden die Rolltreppen erneuert:

  • Innenstadt (Einbau zwischen 1970 und 1999): Appellhofplatz, Dom/Hbf., Friesenplatz, Heumarkt, Reichenspergerplatz und Rudolfplatz.
  • Ehrenfeld (Einbau zwischen 1988 und 1991): Akazienweg, Äußere Kanalstraße, Körnerstraße, Leyendeckerstraße, Piusstraße und Venloer Str./ Gürtel.

 

Rolltreppenaustausch Venloer Str./Gürtel

Durch die Erneuerung der teils knapp 50 Jahre alten Fahrtreppen erhoffen wir uns eine geringere Störanfälligkeit und wir können teilweise Verbesserungen für mobilitätseingeschränkte Personen erzielen. Die ersten Rolltreppen sollen ab Mitte diesen Jahres ausgetauscht werden. Es ist also mittelfristig damit zu rechnen, dass unsere Rolltreppen zuverlässiger und stabiler laufen. Unsere Kollegen geben tagtäglich rund um die Uhr alles, um die Rolltreppen am rollen zu halten!

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54 Kommentare

  • Nico

    Das Thema ist schön und gut liebe KVB, aber seit 5 Jahren läuft vor dem Haus Ebertplatz 1 die Rolltreppe nicht. Wie ist dies zu erklären? An den Kosten kann es nicht liegen, denn eine Straßenbahn ist teurer als eine Rolltreppe.

  • Jule

    Und welche Grund gibt es, dass die Rolltreppe an der Neusser Straße/Gürtel vom Zwischengeschoss zur Linie 13 nach Holweide seit ca. 4 Monaten still steht?

    • Hallo Jule, durch Vandalismus ist dort eine Stufe gebrochen. Beim Austausch dieser Stufe ist jedoch aufgefallen, dass auch noch eine Kette defekt ist. Das war vorher nicht direkt zu sehen. Die Reparatur dieser Kette ist beauftragt. Ich kann aber leider noch nicht sagen, wann die Reparatur abgeschlossen sein wird. Gruß, Regina

  • Christian

    Warum haben die Rolltreppen überhaupt Notbremsen? In Kaufhäusern oder Einkaufszentren gibt’s ja auch keine – zumindest nicht in dieser Form.

  • Daniela

    „Manchmal“ ist schon mal falsch, ständig und an vielen, sehr vielen Stellen geht gar nichts. Meine Mutter kommt deshalb nicht mehr nach Köln, sie ist gehbehindert und hatte bei jedem Besuch massive Probleme mit nicht funktionierenden Rolltreppen und Aufzügen. Aber Hauptsache die Preise steigen jedes Jahr in unverschämter Weise!

  • Dude222

    Sehr interessanter Artikel! Darf ich fragen wo im Moment das Problem am Neumarkt liegt? (Treppen zur Linie 1, 7, 9)

    • Freut uns sehr, dass Ihnen der Artikel gefällt. Am Neumarkt sind die veralteten Steuerungen defekt und werden ausgetauscht, sodass wir hier zukünftig (abgesehen von andauernden Vandalismusschäden) die Verfügbarkeit erhöhen können.
      VG Carola

  • Thomas

    An diesem Beitrag und den bisherigen Kommentaren wird sehr gut sichtbar, wie viele Welten zwischen gemessener und erlebter Wirklichkeit liegen können.
    Statistisch, fachlich und rechtlich beschreibt der Eintrag die Situation gewiss so, wie sie ist.
    Trotzdem dürfte jeder interessierte KVB-Fahrgast mindestens ein oder zwei Rolltreppen seines täglichen Weges im Kopf haben, die aus gerechnet zu den zwei Prozent zählen, die durch gravierende technische Defekte oder rechtliche Hürden schon seit längerem still stehen.
    Mich selbst hat gewundert, dass viele Rolltreppen der verhältnismäßig modernen Station Heumarkt Ende letzten Jahres für Wochen nicht in Betrieb waren.
    Auch die Rolltreppe am Dom-seitigen Aufgang der Station Dom/Hauptbahnhof tat/tut es (schon) mehrere Wochen nicht, obwohl auch dies eine relativ neue Anlage ist.
    Ich hatte in diesem Zusammenhang mal versucht, einen Kanal zu finden, über den man das an die KVB kommunizieren könnte. Habe aber nur die Adresse eines Web-Masters auf der Homepage gefunden.
    Neben technischen Störungen, die sich einfach ergeben können, ist Vandalismus sicher ein maßgeblicher Faktor. Nicht nur im Zusammenhang mit den Rolltreppen, würde ich mir insgesamt eine stärkere Präsens von Aufsichts- bzw. Servicepersonal wünschen. Wichtig wäre dann nur, dass dieses das Hausrecht der KVB auch in angemessener Weise repräsentiert und nicht desinteressiert mit den Händen in den Hosentaschen die Bahnsteige entlangschlurft als würde sie das ganze Drumherum nichts angehen.
    Den Verweis auf rechtliche Hürden finde ich bei öffentlichen-rechtlichen Institution bzw. deren Tochtergesellschaften immer etwas schwierig. Recht fällt nicht vom Himmel oder wird in Brüssel erdacht und nach Köln durchgestellt. Gerade in den Gremien kommunaler Gesellschaften sitzen genug Politiker/innen, die ein solches Recht maßgeblich mitgestalten könnten. Wenn sich Regelungen als hinderlich und unpraktisch erweisen, ist es Auftrag der politischen Vertreter/innen dies auch in ihre politischen Gremien zurückzumelden um entsprechende Lösungen zu initiieren. Da wird mir zusehr in eine „Fahrtrichtung“ gedacht.

  • H. Lührs

    Vielen Dank für den informativen Artikel. Mich würde interessieren, wieso die hinunter führende Rolltreppe am Neumarkt vor der großen Buchhandlung monatelang defekt war und nun schon wieder einige Zeit stillsteht. Mich würde auch noch interessieren, ob eigentlich unterschieden wird zwischen der Rolltreppen die nach unten führen und denen, die nach oben führen was die Dringlichkeit der Reparatur angeht. Am Neumarkt gibt es ja auch noch an der andere Seite Rolltreppen Richtung Schildergasse sowie einen Fahrstuhl. Wird in diesem Fall eine Reparatur eher verschoben oder hat das keinen Einfluss?

    Liebe Grüße

    H. Lührs

    • Hallo H. Lührs,
      es gibt beim Neumarkt keine Unterschiede zwischen auf und abwärtsfahrenden Fahrtreppen, alle haben die Priorität „wichtig“!
      Die Steuerung verursacht aktuell nur noch Störungen. Desweiteren hat Siemens die Produktion eingestellt, darum bekommen wir das Ersatzteil nicht mehr. Wir werden alle Steuerungen der Außenfahrtreppen umbauen, die Materialien wurden schon bestellt. Sobald die neue Steuerung eintrifft, werden wir sie einbauen.
      VG Carola

      • Anonymous

        Hallo nochmal,

        Jetzt bin ich doch noch neugierig geworden. Eine Rolltreppe rollt idr. rauf oder runter. Dazu kommt noch ein wenig Errorhandling, auf jeden Fall etwas was ein Raspberry Pi für 35€ Wahrscheinlich für alle Rolltreppen am Neumark mit ein paar Zeilen Code nebenbei steuern könnte. Wäre das keine Option? So einen Motor kann man doch recht einfach steuern. Vllt wäre das etwas für eine Projtekt Arbeit an der Uni Köln. Da gibt es das Know How.

        MfG

        H. Lührs

        • Rasperry Pi? Ich verstehe nichts, leite den Vorschlag aber gerne an den Fachbereich weiter.
          VG Carola

        • Rüdiger Krause

          Hallo Herr Lührs,

          das ganze muss aber auch sicher sein. Stoppen bei Betätigung der Notbremse, Überwachung der Sicherheitseinrichtungen etc. Das ganze muss dann zertifiziert werden und vor allem auch bei Temperaturen von -20 bis +80 °C sicher funktionieren. Der Raspberry Pi mag für private, nicht sicherheitskritische Funktionen ganz nett sein, ist aber im industriellen Bereich mit den Verfügbarkeitsanforderungen und der notwendigen funktionalen Sicherheit eher unbrauchbar.

          • H. Lührs

            Hallo,

            Es gibt auch spezielle Versionen vom Pi für Industrieanlagen (Raspber­ry-Pi-In­dus­trie­mo­dul CM3+). Diese sind sehr wohl für den Industriellen Betrieb gedacht. Ich kenne die genauen Spezifikationen bzgl. Temperaturbereich usw. Nicht. Softwarenäßig können die Sicherheitsanforderungen implementiert werden. Und öfter ausfallen als jetzt werden die Steuerungen sicherlich auch nicht. Es war ja auch nur ein Tipp für eine Alternative.

            LG

            H. Lührs

          • Rüdiger Krause

            Hallo Herr Lührs,

            nicht nur die Software muss sicher sein, sondern auch die Hardware muss die funktionale Sicherheit sicherstellen. Es ist dabei zu prüfen, ob durch den Ausfall eines Bauteils das Gerät unsicher ausfallen kann und wie ein Hardwarefehler auf der Platine erkannt wird.

            So ganz einfach ist das alles bei Sicherheitsprodukten nicht. Immerhin geht es hier um Menschenleben. Vielleicht wäre es mit einem Raspberry Pi tatsächlich möglich. Aber der Entwicklungsaufwand ist immer immens bei einem Sicherheitsprodukt und muss bezahlt werden.

  • Astrid in Köln

    Das erste Mal, dass ich euren Blog wahrnehme und lese. Artikel auf Fahrzeiten-Tafel bewerben hat funktioniert – auch, weil das Thema relevant für mich ist.

    Interessanter Inhalt! Und gut geschrieben. Wenn ich das nächste Mal Treppe steigen muss, habe ich mehr Verständnis.

    Weiter so!

    Viele Grüße
    Astrid

  • Annemie

    Liebe Kvb
    Die Rolltreppe zur Komödienstr ist seit vor Weihnachten defekt bin Behindert und muss zur Dom Residenz . Wie lange kann es noch dauern.

  • Benny

    Guter Artikel – ich lese gerne Artikel über technische Aspekte bei der Stadtbahn. Gerne mehr davon!

    Eine Frage: Die Rolltreppe Dom/Hbf Zugang Dom is nun auch schon wieder länger defekt. Was ist denn hier das Problem?

    • Hallo Benny,
      freut uns, dass dir der Artikel gefällt. Am Dom/Hbf war die Stufenkette defekt und die Lieferzeit betrug leider 6 Wochen (ist mittlerweile eingetroffen). Wenn alles gut geht, sollte die Treppe am Freitag wieder laufen.
      VG Carola

  • Heike Voigt

    Mein Kommentar auf die Antwort von Thomas wurde nicht eingestellt. Ich habe nur Tatsachen geschildert und niemanden beleidigt oder ähnliches.

  • Jens Peters

    Sehr informativer Artikel – wie fast alle im KVB-Blog. Schade, dass die verschnarchten Bonner Stadtwerke so etwas nicht haben. Manchmal wünsche ich mir, dass die KVB auch den Nahverkehr in Bonn ( zumindest den schienengebundenen ) übernehmen. Gab es nicht mal irgendwann Fusions-Überlegungen? Woran sind diese Pläne gescheitert ?

    • Hallo Jens, danke für das Lob zu unserem gesamten Blog. 🙂 Da freuen wir uns natürlich. Ja, diese Pläne gab es mal Anfang der 2000er Jahre. Die Idee dahinter war es Verwaltungskosten zu optimieren. Dann hat man aber relativ schnell festgestellt, dass das in diesem Fall eigentlich keinen Sinn macht, weil die beiden Verkehrsgebiete doch sehr weit auseinander sind, was bedeutet, dass man trotzdem mehrere Standorte, wie Werkstätten, Lager, etc. vorhalten muss und dann gar nicht so viel einsparen kann. So wurden die Pläne nicht weiter forciert. Die Zusammenarbeit ist seither aber besser geworden, es besteht ein gutes Netzwerk, das man gemeinschaftlich nutzt, wenn zum Beispiel neue größere Anschaffungen wie Gleise, Weichen oder Züge gemacht werden müssen. Durch gemeinsame Bestellungen lassen sich dann bessere Stückzahlen erzielen. Das gilt aber auch für viele andere Städte in NRW, wie zum Beispiel die Düsseldorfer. 🙂 LG, Regina

  • Christina

    Hallo liebe KVB,
    ist mit Verfügbarkeit von 94% wirkliche Lauffähigkeit gemeint oder ist die Begehbarkeit gemeint.
    Entgegen ihrer Darstellung möchte ich bemerken, dass z.B. am Reichensberger Platz – kein Aufzug die Rolltreppe schon wochenlang nicht funktioniert. Auch die Rolltreppe am Neumarkt ist seit Wochen nicht lauffähig.
    Oder sind diese Rolltreppen auch der Stadt Köln und nicht der KVB und liegt das Problem der nicht rollenden Treppen an den Zuständigkeiten.

    Viele Grüße

    • Hallo Christina,
      damit ist die wirkliche Lauffähigkeit gemeint. Wenn man bedenkt. dass wir insgesamt 264 Rolltreppen haben, kommt der Wert schon hin. An Knotenpunkten fällt ein längerer Stillstand natürlich besonders auf. :-/
      Viele Grüße, Carola

      • Anonymous

        Liebe KVB,
        ich möchte nur bemerken, dass beide Rolltreppen bis jetzt noch nicht funktionieren.
        Vandalismus liegt hier nicht vor.
        Wenn der KVB klar ist, dass dies Knotenpunkte sind, warum dauert die Reparatur so lange.
        Das sind ja jetzt schon mindestens 4 Monate.

        mit freundlichen Grüßen
        Christina

  • Christian

    Welche Rolltreppe ist denn eigentlich die älteste im KVB-Betrieb? Mich interessiert das, um die Evolution der Rolltreppen nachzuvollziehen, und dabei ist natürlich spannend zu wissen, welche Baujahr 1970 ist.

  • Karin

    Guten Tag,
    die Rolltreppe am Wiener Platz ist seit November 2018 defekt. Wenn das eine Rolltreppe der Stadt sein sollte, ist interessant das die Absperrung von der KVB ist.
    Gruß Karin

    • Hallo Karin,
      da wir von der Stadt Köln mit der Instandsetzung aller Rolltreppen beauftragt sind, ist es eher Nebensache, ob es sich um unsere Rolltreppen oder eine der Stadt handelt.
      Am Wiener Platz wird das komplette Steuerungselement ausgetauscht. Die Rolltreppen werden Anfang April wieder zur Verfügung stehen!
      Gruß
      Markus

      • Karin

        Anfang April ist lange vorbei. Warum läuft die Rolltreppe immer noch nicht?
        Gruss Karin

        • Hallo Karin, am Wienerplatz gibt es aktuell zwei defekte Rolltreppen. Beide sind allerdings erst im Juni ausgefallen. Ich gehe deshalb davon aus, dass die Rolltreppe die Du meinst zwischenzeitlich wieder funktionstüchtig war. Die Rolltreppe zur Buchheimerstr. muss tatsächlich wegen Rost stillgelegt werden. Die andere sollte aktuell repariert werden. VG Pia

  • Zahlenspieler

    „Grundsätzlich haben unsere Rolltreppen eine Verfügbarkeit von 94 bis 98 % – ein Wert der sich durchaus sehen lassen kann.“
    94% entsprechenden 22 Tagen ausfall 98% ist immer noch eine Woche.
    Meiner Meinung nach sind Verfügbarkeiten unter 99,999% (umgerechnet auf’s Jahr 5 Minuten) nicht beeindruckend.

  • Heike Voigt

    Wieso fällt die Rolltreppe am Neumarkt in Richtung der Linien 1, 7 und 9 stadtauswärts immer wieder aus? Sie läuft mal ein paar Tage, dann steht sie wieder.

  • Heike Voigt

    Mein Kommentar zur wieder mal stehenden Rolltreppe am Neumarkt wurde nicht eingestellt. Warum?

  • Karin

    Guten Tag,

    seit Dezember 2018 ist die Rolltreppe im Zwischengeschoss Wiener Platz und Buchheimer Str defekt. Die Absperrung ist von der KVB. Gestern war der Aufzug und die Rolltreppe vom Bahnsteig Wiener Platz zum Zwischengeschoss defekt, zusätzlich ist der Brücken Weg vom KVB Center zur Treppe nach unten gesperrt. Ich frage mich ob ich den anderen Teil der Brückenwege überhaupt noch benutzen soll.
    Mit freundlichen Grüßen
    Karin

    • Hallo Karin,
      die Rolltreppe an der Buchheimer Str. wurde vom TÜV außer Betrieb genommen weil das Gerüst durchgerostet ist (die Fahrtreppe wurde als Urinal benutzt). Sie wird leider erst nächstes Jahr ausgetauscht.

      An der anderen Rolltreppe wurde ein Gummistiefel seitlich eingezogen, dadurch kam es zum Stufenbruch.
      Nun müssen einige Teile getauscht werden, deren Lieferzeit um die 8 Wochen beträgt.

      Der Reparaturauftrag für den Aufzug wurde an eine Fremdfirma vergeben, wir rechnen damit das er in zwei Wochen wieder in Betrieb genommen wird.
      Sorry für die Unannehmlichkeiten und viele Grüße,
      Carola

  • Rick

    Die Situation der Aufzüge und der Fahrgasttreppen an der Haltestelle Wiener Platz ist seit Monaten mehr als auffällig. Als gesunder, junger Mann habe ich persönlich keine Probleme damit, ständig nicht funktionierende Fahrgasttreppen zu benutzen, aber die Situation für z.B. Mütter mit Kinderwagen o.Ä. ist nicht zu ertragen.

    Ich steige täglich zweimal an der Haltestelle Wiener Platz um und kann guten Gewissens behaupten, dass die kleinen Fahrgasttreppen zur Linie 18 im letzten Jahr mind. 50% der Zeit nicht oder nur teilweise funktionierten. Ähnlich schlimm sieht es bei den Aufzügen aus.

    Jetzt mal Hand aufs Herz, liebe KVB. Ist Euch das nicht peinlich? Wer ist denn seitens der Verwaltung für diese auffäuligen Mißstände und offensichtlich grobe Fehlplanungen (angeblicher chronischer Mangel an Ersatzteilen) verantworlich?

    Ich habe schon in mehreren Großstädten in Deutschland gelebt und die dortigen öffentlichen Verkehrsmittel genutzt. Der Zustand von Haltestellen und Bahnen im rechtsrheinischen Teil der Stadt ist erschreckend schlecht. Von den ständigen Ausfällen und Verspätungen der Linie 4 will ich gar nicht erst anfangen, wobei es mich ernsthaft interessieren würde, ob es diesbezüglich öffentlich zugängliche Statistiken gibt.

    Mit freundlichen Grüßen

  • Heike Voigt

    Vor kurzem wurde in Kalk ein Fahrstuhl nach gefühlt mehrjähriger Bauzeit in Betrieb genommen, nach ein paar Tagen steht er nun schon wieder. Wie kann das sein?

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