Kurvenquietschen: Wenn die Bahn die Nerven reizt

Header

Geräusche des Bahnverkehrs werden von vielen Menschen positiv wahrgenommen. Der ICE in der Ferne weckt Reiselust, die Straßenbahn vor Ort erinnert an die Kindheit. Aufgrund des glatten Abrollgeräusches der Räder auf den Schienen, das teilweise beruhigend wirkt, hatte der Gesetzgeber in den Bestimmungen des Lärmschutzes dem Schienenverkehr einst einen „Schienenbonus“ eingeräumt. Stadtbahnverkehr ist aber für viele Menschen auch nervig, wenn die Geräuschkulisse durch unangenehme Töne bzw. Frequenzen gekennzeichnet ist.

Ein Beispiel: Es ist morgens, 7 Uhr, und der Tag fängt schlecht an. Man fühlt sich wie gerädert, ist unausgeschlafen und irgendwie schlecht gelaunt. Dabei war es gestern Abend sehr schön. Bei angenehmen Temperaturen klang der Tag aus, es war warm und natürlich blieb das Fenster im Schlafzimmer „auf Kipp“. Doch um kurz nach 4 Uhr kam die erste Stadtbahn um die Kurve – damit war die Nacht zu Ende.

Die Bahn kam im wahrsten Sinne des Wortes „um die Kurve“, denn die Wohnung
dieses beispielhaften Mitmenschen liegt am Chlodwigplatz, dort wo die Stadtbahnen der Linien 15 und 16 zwischen Salierring und Ubierring die Kurve am Kreisverkehr nehmen. Beruhigende Abrollgeräusche sind dabei nicht das vordringliche Thema; hier nerven die Geräusche der Bahnen, wenn diese in die Kurve gehen. Die KVB kennt diese Situationen und möchte den Alltag der Menschen durch verschiedene Ansätze verbessern.
 
Kurvenquietschen

Viele Kölner wohnen in direkter Nähe zu Stadtbahn-Linien. Wohnen sie im Bereich von Gleiskurven (wie hier am Aachener Stern in Braunsfeld), dann ist es häufig unangenehm.

Viele Kölner wohnen in direkter Nähe zu Stadtbahn-Linien. Wohnen sie im Bereich von Gleiskurven (wie hier am Aachener Stern in Braunsfeld), dann ist es häufig unangenehm.

Im Zusammenhang mit dem gestiegenen Umweltbewusstsein in den vergangenen Jahrzehnten wird Verkehrslärm als eine der stärksten Belastungen wahrgenommen. Spitzenreiter sind hierbei schwere Güterzüge in Ortslagen, startende Flugzeuge, Hauptverkehrsstraßen mit hohen Geschwindigkeitsprofilen und auch Straßenbahnen in Kurvenlagen. Zugleich findet Verkehr mit allen seinen Auswirkungen dort statt, wo Menschen aktiv sind.

Als Kurvenquietschen wird bei Schienenfahrzeugen das Geräusch bezeichnet, das beim Quergleiten des Rades über enge Kurvenradien entsteht. Das Rad-Schiene-System bekommt nämlich in Kurven seine Probleme: Die Radien der Innen- und der Außenschiene sind dort unterschiedlich lang. Die parallelen Räder müssen also unterschiedlich lange Wege zurücklegen. Zudem treffen die im Durchmesser geraden Räder in der Kurve auf gebogene Schienen, was dem Rad-Schiene-System eigentlich entgegensteht. Und die beiden gegenüberliegenden Räder eines Radsatzes sind durch die Achse fest miteinander verbunden, sie können sich also nicht flexibel bewegen.

Kurvenquietschen entsteht durch das „Quergleiten“ des Rades auf der gebogenen Schiene.

Kurvenquietschen entsteht durch das „Quergleiten“ des Rades auf der gebogenen Schiene.

Im Ergebnis werden die Räder in der Fahrbewegung eher durch die Kurve geschoben, als dass sie über die Schienen gleiten. Dies führt zu Reibung, die in Luftschall mündet und als mehr oder weniger laute Schallwelle das Gehör von Anwohnern, Passanten und Fahrgästen erreicht. Entscheidend ist der Radius der Kurve. In einer engen Innenstadtstraße liegen häufig kleine Radien vor. Hier ist Kurvenquietschen ein großes Thema.
 
Ein bisschen Physik

Durch den Rollvorgang des Rades auf der Schiene entsteht an Rad, Schiene und Schwelle Luftschall in einem Frequenzbereich von 500 Hz bis 3.000 Hz (Hertz). Je höher der Frequenzbereich ist, desto lauter wird das durch gleichen Schalldruck ausgelöste Geräusch empfunden.

Im Prinzip liegen die Abrollgeräusche des Stahlrades auf der Stahlschiene im mittleren Bereich und überschreiten die Pegel-Grenzwerte in Dezibel von über 55 dB(A) für die Belastung über 24 Stunden (LDEN für Day, Evening, Night) bzw. von über 50 dB(A) (LNight für nachts von 22 Uhr bis 6 Uhr) nicht. Diese Grenzwerte sind in den §§ 44 a ff. des Bundesimmissionsschutzgesetzes festgelegt und gehen auf die EU-Richtlinie 2002/49/EG über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm zurück.

Zum Vergleich: Eine Unterhaltungssprache mit 50 dB(A) wird von Menschen als normal empfunden, erreicht diese 60 dB(A) gilt sie als normal bis laut. Blätterrauschen führt zu 25 dB(A). Die Linien der Arbeitsgeräusche in dB(A) beschreiben exponentielle Entwicklungen. Eine Zunahme von zehn db(A) hat also – bezogen auf das Ausgangsniveau – eine ganz unterschiedliche Auswirkung.
 
KVB aktiv im Lärmschutz

Integration von Rasengleis in Gleisanlagen führt zu Lärmschutz an der Quelle. Hierauf kann die Planung von Schienenwegen Rücksicht nehmen.

Integration von Rasengleis in Gleisanlagen führt zu Lärmschutz an der Quelle. Hierauf kann die Planung von Schienenwegen Rücksicht nehmen.

Das Grundproblem ist nicht lösbar: Dort wo Menschen aktiv sind, entsteht Lärm. Dieser ist nie ganz vermeidbar. Dennoch gilt es, sorgfältig mit dem Thema umzugehen. Verkehrslärm lässt sich vorbeugend in der Planung von Siedlungskörpern und bei der Entwicklung von Fahrzeugen vermeiden und auf das notwendige Maß beschränken. Zugleich ist Lärm an der Quelle seiner Entstehung – hier also an der Schnittstelle von Rad und Schiene – zu mindern. Wenn dies auch nicht ausreicht, dann können Gegenstände der Lärmeinwirkung (z. B. benachbarte Gebäude) abgeschirmt werden. In diesem Kontext arbeitet die Stadt Köln unter Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger in der Lärmaktionsplanung. Lärmkartierung, bauliche und planerische Maßnahmen stehen hierbei im Mittelpunkt.

In diesem Zusammenhang ist auch die KVB, genauso wie andere Unternehmen, gefordert. Und die KVB nimmt ihre Aufgabe sehr ernst.

Wichtig für den Schienenverkehr ist, dass sowohl die Räder als auch die Schienen jeweils glatt und rund geschliffen sind. Unwuchten, Riffel und Flachstellen, die zum Beispiel durch Bremsmanöver entstehen, werden kontinuierlich auf der Radsatzdrehmaschine bzw. durch den Schienenschleifwagen beseitigt. Für die Fahrgäste bedeuten rundlaufende Räder ein ruhiges Fahrgefühl, für Anwohner und Passanten macht sich dies durch einen niedrigeren Geräuschpegel bemerkbar.

Hierdurch können Schallemissionen in weiten Teilen des Stadtbahnnetzes der KVB deutlich reduziert werden. Es vergeht praktisch keine Woche, in der nicht in den nächtliche Betriebspausen irgendwo geschliffen wird. Dennoch lässt sich hierdurch das Grundproblem in den Kurven nicht lösen – gegen die Physik kommen Fleiß und Sorgsamkeit nicht an. Die Situation kann aber gemildert werden.

 

KVB-Gleisschleifbahn unter der KVB-Gleisschleifbahn
„Kollege“ 6405 schleift für die Nachtruhe der Anwohner

 
Schmieren gegen das Kurvenquietschen

Neben ständigem Schleifen und Radsatzdrehen sowie weiteren Ansätzen – wie dem Einbau elastisch gelagerter Gleise und dem Einsatz leiser Baumaschinen – arbeitet die KVB insbesondere mit folgenden Einrichtungen gegen das Kurvenquietschen an:

Die Mehrzahl der KVB-Stadtbahnen ist mit einer Spurkranzschmieranlage ausgestattet. Diese sprüht zeit- oder weggesteuert Schmierstoff auf die Innenseite des Spurkranzes der Räder, um die Spurkränze, die vor allem dem Entgleisungsschutz dienen, vor Verschleiß zu schützen. Zugleich wird der Schmierstoff dann von den Spurkränzen aus durch die Räder während der Fahrt auf die Schienen verteilt. Hierdurch erhöht sich der Gleitfaktor, wodurch sich der Verschleiß an Rädern und Schienen reduziert. Die dann geringere Rauigkeit lässt weniger Luftschall während des Quergleitens entstehen. Das Kurvenquietschen nimmt ab und stört nicht mehr so kräftig.

Da diese Methode aufwändig und nicht genau genug ist, plant die KVB die zeit- und taktgesteuerte Schmierung durch eine ortsabhängige Spurkranzschmierung zu ersetzen. Auch diese Anlagen sind dann in die Fahrzeuge integriert, geben das Schmiermittel aber zielgenauer an den definierten Orten aus. Hierdurch erhofft man sich noch bessere Ergebnisse.

Aktuell sind rund 250 stationäre Schmieranlagen in Betrieb, die also nicht am Fahrzeug, sondern in der Schiene eingebaut sind. Diese pumpen nach Impulsen, die die Stadtbahnfahrzeuge auslösen, Fließfett-Tropfen auf die Schienenoberfläche. Die darüberfahrenden Räder verteilen das Fließfett auf den Schienen und reduzieren somit die Aufrauhung und Luftschallentstehung. Diese stationären Anlagen befinden sich vor allem an zahlreichen Gleiskurven im Kölner Stadtbahnnetz.

Durch eine Düse wird Wasser direkt an die Quelle der Schallentstehung gesprüht.

Durch eine Düse wird Wasser direkt an die Quelle der Schallentstehung gesprüht.

An der Einfahrt zum Betriebshof West ist versuchsweise eine Wassersprühanlage in die Schiene integriert worden. Basis für diesen Ansatz ist die physikalische Gesetzmäßigkeit, nach der sich Luftschall weniger stark ausbreitet je feuchter die Umgebungsluft ist.

Auch an dieser Anlage löst die herannahende Stadtbahn einen Impuls aus, durch den dann Wasser aus einem Vorratsbehälter durch eine Düse direkt in den Bereich von Rad und Schiene versprüht wird. Nachteilig ist jedoch, dass hierfür erhebliche Erdarbeiten und der Platz für die Wasserbevorratung erforderlich sind. Dies lässt sich im Kölner Stadtbahnnetz nicht in größerem Umfang realisieren, so dass dieser Ansatz nicht weiterverfolgt werden wird.

Eine sehr ähnliche Lösung wird jedoch in diesen Tagen erstmalig in einige Stadtbahnfahrzeuge eingebaut. Hierbei wird über die GPS-Ortung der Bahn genau an den richtigen Stellen vor einer Kurve der Impuls ausgelöst, so dass der Bereich von Rad und Schiene mit einem dünnen Wasserfilm benetzt wird. Auch die 20 neuen Hochflurbahnen, die bestellt sind und in den nächsten Jahren ausgeliefert werden, erhalten eine solche Anlage.
 

Sie möchten noch weitere Artikel lesen?
„Da beschwere ich mich mal bei der KVB!“ – Ein Tag im Verbesserungsmanagement
KVB-Fahrer – ein Job für jedermann?
Soko 1422 – der Einsatztrupp für alle Fälle
Lernen fürs Leben: Die Berufsausbildung bei der KVB

Sie möchten regelmäßig per E-Mail über neue Blogbeiträge benachrichtigt werden?
Dann klicken Sie hier!

17 Kommentare

  • Autorenbild' Jörg Seidel

    Vielen Dank für diesen interessanten Beitrag. Eine Kurvenschmieranlage brauchen wir unbedingt auf der Linie 1 in Bensberg in der „90 Grad Kurve“ zwischen den Hst. Neuenweg und Kölner Straße. Bei trockener Witterung ist das Gequietsche unerträglich für die Anwohner.

    • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

      Hallo Herr Seidel,
      vielen Dank für den Hinweis, den ich gerne an die zuständige Fachabteilung weitergebe. Dank solcher Hinweise können wir immer ein bisschen besser werden.
      Beste Grüße,
      Stephan Anemüller

  • Autorenbild' Deventer

    Vielen Dank für den Artikel. Sie schreiben, dass das Kurvenquietschen lauter ist, je enger die Kurve ist. Dann muss es noch andere Ursachen für ein Quietschen der Schienen geben. Denn wir wohnen an der Haltestelle Suevensstraße in Deutz und bei der Anfahrt auf diese Haltestelle quietschen die Bahnen mit einem unerträglichen Maß! Im Sommer kann man das Fenster nicht offen lassen, um die Wohnung zu lüften. Ich denke, dass die Bremsanlagen bzw. das Bremsverhalten dafür verantwortlich sind, da die Kurve, die die Bahn bei Anfahrt auf die Haltestelle Suevenstrasse, von der Brücken kommend, fährt, recht gering ist. Das Quietschen fängt schon weit vor der Haltestelle an und zieht sich so über mehrere Sekunden bis die Bahn an der Haltestelle hält. Ich bin der Meinung, dass der Bremsprozess der Bahn bzw. des Fahrers verantwortlich dafür ist. Es lässt sich nämlich beobachten, dass die Intensität der Geräusche je nach Bahn variiert. Es gibt Bahnen die quietschen kaum. Das ist jedoch die Ausnahme. Es gab in den letzten Jahren immer wieder Baumaßnahmen, mit denen wir auf eine Besserung des Zustandes gehofft haben, aber es ist nur schlimmer geworden.
    Da muss sich was ändern, denn das mindert sehr stark die Lebensqualität rundum die Haltestelle Suevenstrasse, gerade im Sommer!
    Ich bitte sie also, liebe Frauen und Männer der KVB, führen sie eine gründliche Analyse des Quietschens in der Anfahrt auf die Haltestelle Suevensstraße durch, um diesem Problem Herr zu werden. Meiner Meinung nach würde eine Einweisung der Fahrer durch geschickteres Bremsen bzw. viel langsamerer Einfahrt in die Haltestelle schon Wunder wirken.
    Ich freue mich auf ein Feedback und darauf, dass endlich was passiert.

    Vielen Dank im Vorraus und verbleibe mit freundlichen Grüßen

    • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

      Hallo Herr Hade,

      vielen Dank für diese Infos! Sehr gerne gebe ich die Anfrage an die Fachabteilung weiter, in der Hoffnung, dass sich die Situation vor Ihrer Haustür bald bessert.

      Grundsätzlich entstehen Geräusche auch beim Bremsen und das Bremsverhalten der Fahrer(innen) hat Einfluss hierauf. Zudem führen auch Riffel, also Aufrauhungen, auf den Schienen zu Schall. Deshalb werden die Schienen immer wieder auch geschliffen.

      Beste Grüße
      Stephan Anemüller

    • Autorenbild' Giermann

      Guten Tag,
      wir wohnen auch an der Haltestelle Suevenstraße und das Quietschen der einfahrenden Bahnen ist wirklich unerträglich. Der ÖPV ist für unsere Stadt sehr wichtig, und ich habe eine eher hohe Toleranzgrenze, was Störungen durch den ÖPV angeht (z.B. langsame und selten fahrende Bahnen und Busse; zu volle Bahnen; zu kalte oder zu heiße Bahnen/Busse; kalte und harte Sitze; …). Aber dieses schrille, lang anhaltende Quietschen (vor allem im Sommer, wenn es heiß und trocken ist?) ist wirklich unerträglich. Wegen dem starken Autoverkehr vor unserem Haus kann man die Fenster tagsüber sowieso nicht lange öffnen, aber auch bei geschlossenem Fenster ist dieses Quitschen unerträglich.
      Vielleicht würde an dieser Haltestelle auch so eine Befeucht-Anlage helfen?
      Grüße, Giermann

      • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

        Hallo Herr Giermann,

        im Bereich zwischen Severinstraße und Suevenstraße gibt es bereits sogenannte Gleispflegeanlagen, die dabei helfen, die Lärmemissionen zu verringern. Der Einbau weiterer Anlagen ist leider nicht möglich, da die Schienen dort leicht abfällig verlaufen. Wir wünschen Ihnen für die Zukunft trotzdem alles Gute.

        Gruß, Regina Weiß

  • Autorenbild' Patrick Hahn

    Liebe KVB,

    eine besonders schön quietschige Kurve ist auch zwischen den Haltestellen Barbarossaplatz und Eifelwall gelegen, wo Trierer und Luxemburger Str aufeinandertreffen. (Höhe Blue Shell) Von Betriebsbeginn in den frühen Morgenstunden an ist hier an Nachtruhe nicht mehr zu denken (noch in 200 m Entfernung), da sich die Straßenbahnen hier mit einem fürchterlichen Kreischen und Krachen in die Kurven schieben. Bis wann und wie gedenken Sie hier Maßnahmen zu ergreifen, die wirksam sind?

    Ihre physikalisch-mechanische Erklärung weiter oben in Ehren – aber was ich nicht verstehe, warum in einer Stadt wie Stuttgart Straßenbahnen leise und pünktlich und wohlklimatisiert verkehren können und in Köln nicht.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Patrick Hahn

    • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

      Hallo Herr Hahn,

      vielen Dank für Ihren Hinweis! Es mag sein, dass im genannten Bereich gerade mehr Lärm zu spüren ist, weil dort gebaut wird und die Schienen erst am Ende geschliffen werden. Wir hoffen trotzdem, dass Sie ausreichend Nachtruhe bekommen und vor allem, dass es bald besser wird. Den Hinweis gebe ich gerne an die entsprechende Fachabteilung weiter.

      Grundsätzlich funktioniert die Physik in Köln genauso wie in Stuttgart. Auch im Ländle kennt man das Kurvenquietschen und die Maßnahmen dagegen sind grundsätzlich die gleichen wie hier in Köln. Die Klimatisierung ist ein anderes Thema. Es mag sein, dass die Bahnen in Stuttgart fast alle mit einer Temperierungsanlage ausgestattet sind. Und mit der Pünktlichkeit kämpfen die Stuttgarter im Großstadtverkehr genauso wie wir.

      Beste Grüße
      Stephan Anemüller

      • Autorenbild' Patrick Hahn

        Sehr geehrter Herr Anemüller, vielen Dank für Ihre kundige Antwort. Die Baustelle ist nun schon lange beseitigt, von Maßnahmen des Lärmschutzes ist nichts zu spüren.
        Wann gedenken die KVB aktiv zu werden?
        Mit freundlichen Grüßen
        Patrick Hahn

        • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

          Lieber Herr Hahn, wenn es dort konkreten Verbesserungsbedarf gibt, bitte ich Sie, sich an das Verbesserungsmanagement der KVB zu wenden: http://www.kvb-koeln.de/vbm. Die Kollegen aus dem Fachbereich werden sich dem Thema dann annehmen.
          Viele Grüße, Regina Weiß

        • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

          Hallo Herr Hahn,
          wir haben nun noch eine Information bekommen: Die Bauarbeiten zwischen Barbarossaplatz und Eifelwall sind noch nicht komplett beendet. Die dortige Gleispflegeanlage konnte also noch nicht wieder in Betrieb genommen werden. In zwei bis drei Wochen sollte dies aber der Fall sein und dann sollte auch der Lärm in den Kurven wieder weniger werden.

          Gruß, Regina

  • Autorenbild' Vera b

    Unerträgliche unzumutbare Geräuschentwicklung an der Suevenstr. von den herabfahrenden Straßenbahnen. 128dB wurden hier mit einem geeichten Messgerät in 10m Entfernung gemessen. Wir bitten nun noch einmal höflich um eine Beseitigung dieses Zustandes.

    Mit freundlichen Grüßen

    V.B.

  • Autorenbild' Kerstin Kühnast

    Hinsichtlich von Lärmbelästigungen der Straßenbahnen durch Quietschen möchte ich noch auf eine weitere Lärmquelle verweisen, die seit drei Wochen am Verkehrskreisel Chlodwigplatz urplötzlich aufgetreten ist: ein extrem lautes Dröhnen beim Überqueren des Rondells an der Zufahrt Ecke Karolingerring ( übrigens auch die Busse betreffend). Woran mag es liegen, dass sich diese Lärmschwelle gebildet hat? Kaum überquert, säuseln die Verkehrsmittel davon. Das ständige Auf und Ab dieses extremen dumpfen Grollens ist eine wahre Lärmfolter.
    Gibt es weitere Anwohner, die dies bemerkt haben?
    Denn bis etwa Mitte Januar dieses Jahres bestand trotz der hohen Verkehrsdichte der öffentlichen Verkehrsmittel nur eine sehr gedämpfte, kaum wahrnehmbare Geräuschkulisse.
    Ich hoffe nunmehr dringlichst auf Abhilfe!

    • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

      Liebe Frau Kühnast,

      unsere Mitarbeiter waren zwischenzeitlich vor Ort, um den
      Gleisabschnitt zu begutachten. Der zuständige Fachbereich unseres Hauses teilte
      uns mit, dass bei der Überprüfung keine Mängel festgestellt werden konnten. Vermutlich befand sich temporär ein Fremdkörper im Gleis, welcher die von Ihnen beklagten Geräusche verursacht hat. Für die dadurch entstandenen Beeinträchtigungen bitten wir um Entschuldigung.

      Gruß, Regina Weiß

      • Autorenbild' Kerstin Kühnast

        Liebe Frau Weiß,
        wenn es kein Fremdkörper gewesen ist, der in den Schienen lag, dann muß der Grund für die weiterhin bestehenden Geräusche woanders liegen. Noch immer entsteht ein dumpfes, vibrierendes Grollen, sobald die Bahnen in den Bereich Verkehrskreisel/ Karolingerring einfahren. Ich würde von einer Lärmbrücke oder einem Lärmtrichter sprechen, die Vibrationen von enormer Lautstärke produzieren.
        Ich bitte nochmals darum, weiterhin zu untersuchen, wo die Ursachen liegen können: Schienen, zu schwere Bahnen, Unterboden der Bahn, Schacht der U -Bahn, Pflaster des
        Chlodwigplatzes? Zu bedenken wäre auch, wieso dieses dumpfe Grollen und Vibrieren erst seit Anfang dieses Jahres aufgetreten ist. Welche Veränderungen am Platz oder den Schienen sind vorgenommen worden?
        Es grüßt Sie
        Kerstin Kühnast

        • Kölner Verkehrs-Betriebe AG

          Hallo Frau Kühnast,

          wir haben am Chlodwigplatz bereits vor einigen Tagen das Gleis in Fahrtrichtung Ubierring geschliffen. Das Gleis in Fahrtrichtung Barbarossaplatz wurde gestern geschliffen. Auf dem Gleis haben sich noch leichte Riffel befunden. Hat sich die Situation nun verbessert?

          Gruß, Regina Weiß

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *