Von der Achterbahn bis zur Krawattenklammer – KVB-Schätze aus dem Internet

Sie haben sich doch bestimmt auch schon mal selbst gegoogelt, geben Sie es ruhig zu.
Früher wurde im Familienalbum gestöbert, heute wird durchs Netz gesurft. Wir haben den virtuellen Internet-Dschungel jetzt nach allerlei Devotionalien durchforstet, die im Zusammenhang mit den Kölner Verkehrs-Betrieben stehen. Zwei Suchwörter. Dutzende Treffer.
Es ist immer wieder erstaunlich, was im Netz alles zu finden ist. Neben Schadenfreude, Erotik und Sensationslust ist Nostalgie ein wichtiger Motor, der das Internet antreibt.

Wer ins Suchfenster der Auktionsplattform „ebay“ die Worte KVB und Köln eingibt, landet nach wenigen Klicks bei einem Herrn im dunklen Anzug, der einst an seinem Arbeitsplatz fotografiert wurde. Schütter ist sein Haar, klobig die Hornbrille. Mit der rechten Hand bedient er Knöpfe, am Bildrand lässt sich ein schwarzes Telefon erahnen, durch eine große Fensterfront blickt er auf die Ostseite des Neumarkts, wo sich gerade zwei Straßenbahnen begegnen. Die Aufnahme ist irgendwann in den 1950er Jahren in der damaligen Leitstelle der KVB entstanden, die sich im Gesundheitsamt befand. Und der Mann im Anzug stellt Weichen und Signale.
Die Aufnahme wird von einem Antiquitätenhandel in Berlin für 17 Euro angeboten, der Anbieter hat eine ganze Reihe historischer Schwarzweiß-Fotografien im Sortiment, viele davon zeigen alte Kölner Straßenbahnen. Da ist zum Beispiel die Linie 3 vor der Hauptwerkstatt in Weidenpesch – das Jahr der Entstehung dieser Aufnahme ist nicht angegeben. Ein Foto des Triebwagens mit der Nummer 1310 wird offeriert, ebenso die Aufnahme einer Bahn der Linie 21, die zuletzt in den Jahren 1964 bis 1967 nach Klettenberg fuhr. Für diese Aufnahmen werden 20 Euro pro Stück verlangt. Nostalgie hat ihren Preis.

Krawattenklammer eines alten DÜWAG-Modells

Ein modisches Accessoire aus vergangener Zeit: diese Krawattenklammer zeigt eine Stadtbahn der Linie 2 nach Frechen.

Ja, manche Stadtbahnen sind echte Schmuckstücke. Beispielsweise die Linie 2, die einst nach Frechen fuhr. Ein gewerblicher Händler preist eine Krawattenklammer an, auf der ein cremefarbener Achtachser des Modells „Düwag GT 8“ zu erkennen ist.

Zu seinem Sortiment gehört auch eine Krawattenklammer, die ein 4000er-Modell der Linie 1 schmückt, „Junkersdorf“ steht als Fahrtziel am Triebwagen. Für 13,90 Euro pro Stück ist der Anbieter bereit, sich von seinen Klammern zu trennen.
Dass sich Fahrscheine online kaufen lassen, ist im App-Zeitalter Normalität. Ticket kaufen, einsteigen, los geht’s.

Zugegeben: Einen Kinderfahrschein aus dem Jahr 1974 hat die KVB nicht mehr im Angebot – dieser findet sich jedoch mit dem Qualitätsmerkmal „unbenutzt“ bei „ebay“. Damals hat der Papierstreifen 50 Pfennig gekostet, jetzt wird er für zehn Euro zum Kauf angeboten.
Auch bei „Kleinanzeigen“ lassen sich gebrauchte Fahrscheine finden – eine Anbieterin aus Bickendorf verkauft sechs Kurzstreckentickets aus dem Jahr 2022, gezogen wurden diese zum Beispiel in der Lohsestraße, am Rochusplatz oder der Weißhausstraße, wie den Scheinen zu entnehmen ist. Für einen Euro würde sich die Dame von den Fahrscheinen trennen, „sie befinden sich in gutem bis sehr gutem Zustand. Vielleicht wären sie somit noch etwas für Sammler“, preist sie die Tickets an.

Angebotene historische Fahrscheine

Die Fahrscheine bitte: Gleich 100 Tickets lassen sich bei einem Anbieter für einen Euro kaufen. Nachgezählt haben wir nicht.

Sehr ordentlich hat sie die Fahrscheine auf schwarzem Untergrund drapiert. Es wirkt ein wenig so, als habe sie sich bestens vorbereitet, falls plötzlich ein Fahrausweisprüfer für eine nachträgliche Kontrolle in ihrem Wohnzimmer auftauchen sollte. Doch das ist nichts gegen die 100 Fahrscheine, die ein privater Nutzer ebenfalls für einen Euro bietet. Seltenheitswert hat das „Schülerwochenticket“ des Bieters „Sammler 1927“ von 1950 für 17 Euro.

Ein Herr aus Rethwisch in Schleswig-Holstein ist in Sachen Fahrkarten deutlich radikaler unterwegs.

Aufnäher mit dem Titel eine Kölsch-Rock-Songs

So geht es natürlich nicht: Die Zeile dieses Aufnähers stammt aus dem Lied „Müngersdorfer Stadion“ der Zeltinger-Band.

Er bietet einen Aufnäher an mit der halb empörten, halb frustrierten Behauptung: „Mir reicht’s. Ich fahr schwarz mit der KVB“. Der Satz entstammt der rockigen Nummer „Müngersdorfer Stadion“ – eines der bekannteren Stücke der Band von Rockmusiker Jürgen Zeltinger. Im kölschen Original heißt es übrigens: „Ich fahr schwatz met der KVB, die Markfufzisch dät denne och nit wieh“ – wir lassen diese Behauptung mal unkommentiert als künstlerische Freiheit durchgehen. Der Song ist übrigens Anfang der 1990er Jahre entstanden.

Wer im Internet stöbert, findet natürlich Modelle von Bahnen und Bussen, alte Fotografien wie etwa ein Foto der Flughafen-Buslinie 154 aus den 1970er oder 1980er Jahren, „gebraucht, aus privater Sammlung“ ist zu erfahren, fünf Euro soll das Bild kosten.

Literatur ist ebenfalls reichlich vorhanden, etwa das Werk „Kölner Mobilität – 125 Jahre Bahnen und Busse“, das die KVB anlässlich ihres 125-jährigen Bestehens herausgebracht hatte.
Zur Geschichte der Mobilität in Köln gehört ebenso die Werbung für Angebote der KVB – bunte Zeitzeugnisse aus den Kreativschmieden der Welt der Reklame. „Morgens Karin, abends Klaus“ – so klang in den 1990er Jahren die Werbung für das 9 Uhr-Umweltticket. Die schicke Karin, roter Minirock, roter Blazer, adrette Kurzhaarfrisur überreicht das Ticket wie bei einer Staffelübergabe an Klaus, der in Ballonseide mit Tennisschläger auf dem Weg zum Sport zu sein scheint. Für 1,29 Euro wird die einstige „Gratispostkarte“ von einer Privatperson gehandelt.

Eines der KVB-Kultplakate

Das Wahrzeichen von Köln: Mit der Fahrt von Lindenthal zur Gotik warb die KVB damals für die Kurzstrecke.

Wer ein Faible für ältere Werbeposter hat, muss sich jedoch nicht mit Postkarten oder Plakaten begnügen. Unter dem Stichwort „Kultplakate“ sind viele trendige und zum Teil denkwürdige Werbebotschaften auf der Internetseite der KVB zu finden. Erinnert sich noch jemand an die zwei Kölschstangen auf blauem Hintergrund? „Mal eben zu Heinz“ lautet der Slogan, der Zusatz: „Die Kurzstrecke – schnell und preiswert.“ Auch die Ansicht des Mittelschiffs des Kölner Doms ist dort zu finden, „Von Lindenthal zur Gotik“ lautete der Werbespruch. Und dann sind da noch Kamele, die um den Dom spazieren, der bis zu den Spitzen im Wüstensand steckt. „Ihr Beitrag zum Klima?“, lautet die provokative Frage. Einfach runterladen und in gewünschter Größe drucken. Und das sogar kostenlos.
Kamele am Dom sind längst noch nicht alles. Bei „Kleinanzeigen“ bietet ein Nutzer aus Rodenkirchen ein Foto der Haltestelle Dom/Hauptbahnhof an. Klingt erstmal unspektakulär, doch aus der Bahn der Linie 18 steigt gerade eine Giraffe, ein ausgewachsener Pandabär hat sich einen Fensterplatz gesichert.

Waschbärenband

Unter dem Label „Stadtecken“ bietet die Düsseldorfer Firma Qnootsch allerlei Fotomontagen aus Köln und anderen Städten an. Auch die tierischen Automatendiebe.

Die Fotomontage stammt aus dem Hause der Düsseldorfer Firma „Qnootsch“, die viele lustige Bilder über ihren Online-Ableger „Stadtecken“ vermarktet. Die Haltestelle am Dom gibt es wahlweise auch mit einfahrender Achterbahn. Unter dem Titel „King Kong“ findet sich ein Gorilla, der den Pylon der Kölner Seilbahn als Kletterstange missbraucht. Forsch unterwegs ist auch eine Waschbären-Bande, die an einer U-Bahn-Haltestelle einen Fahrkartenautomaten ausräumt. Der Titel: „Automatendiebe“. Die Bilder im Acrylrahmen werden für 6,50 Euro angeboten. Natürlich sind die Angebots- und Auktionsseiten im Netz auch ein Sammelbecken für Devotionalien aller Art, die einst im offiziellen KVB-Shop angeboten wurden oder dort noch immer zum Sortiment gehören.

Auf „ebay“ wird ein MAN-Gelenkbus, Maßstab 1:87 für stolze 84,99 Euro angeboten. Zum Vergleich: den aktuellen Elektrobus in gleicher Größe gibt es im KVB-Shop für 19,95 Euro. Händler bieten das identische Modell übrigens für 39,95 Euro an. Dann wäre da noch ein zwölfteiliges Postkarten-Set „Kölns bunte Bahnen“, die im Netz für 9,90 Euro offeriert werden. Viele Fotografien dieser Bahnen, die in kompletter Größe als Werbefläche dienten und ein entsprechend farbenfrohes Bild abgaben, sind auch auf der Internetseite „bahnbilder.de“ zu finden – allerdings zum Teil in dürftiger Auflösung.
Die Eingabe des Wörtchens „Köln“ in jedwede Internet-Suchmaske garantiert eher früher als später einen Abstecher zum Karneval. Da sich schon 1956 die „Pänz vun der Päädsbahn“ als karnevaleske Interessengemeinschaft der KVB gegründet hatten, sind allerlei historische Orden zu finden, die je nach Zustand und Anbieter für fünf bis 25 Euro angeboten werden. Seit dem Jahr 2000 ist aus der Interessengemeinschaft dann ein Verein geworden, die jährlichen Sitzungen – samt Ordensverkauf – gibt es noch immer.
Vom Brauchtum zurück zur Nostalgie. Auf den unterschiedlichen Plattformen im Internet finden sich immer wieder DVD’s von Mitfahrten in Stadtbahnen – beispielsweise von Thielenbruch nach Bonn (15 Euro). Erstellt wurden die Aufnahmen von Straßenbahn-Liebhabern, die ihre Mitschnitte und Dokumentationen professionell aufgearbeitet unter dem Label „tram-tv“ vermarkten – Hauptsitz des Unternehmens ist Köln. Einige Zusammenschnitte sind auf „Youtube“ zu finden, aus dem umfangreichen Filmmaterial ist jedoch beispielsweise auch eine filmische „Nahverkehrszeitreise“ mit dem Titel „Köln in den 60er Jahren“ entstanden.
Der Film beinhaltet auch folgende Szene: Ein Busfahrer fährt schwungvoll von einer Haltestelle los, bevor sich ein Fahrgast gesetzt hat. Daraufhin wendet sich dieser dem Fahrer zu und raunzt im tiefsten Kölsch: „Sie däte besser Stein oder Klütte fahre als Fahrgäss.“ Dann meldet sich aus dem Off der Sprecher zu Wort: „Ihre Kurventechnik, mein Herr, ist zwar ausgefeilt, aber leider im Personenverkehr nicht gefragt. Die Fahrgäste schätzen es nicht, wenn sie in einer Kurve wie Fliegen an der Wand hängen.“ Ach ja, das waren Zeiten.

www.kvb-shop.de

Fotos: Ebay und Kleinanzeigen.de

Wer Interesse an weiteren Beiträgen hat, findet sie hier:

Wo ist die Linie 11 geblieben?

Nichts für schwache Nerven – Busfahrer bei der KVB

Sputnik soll wieder fahren

22 Kommentare

  • Guido

    „Müngersdorfer Stadion“ ist von 1979, nicht von Anfang der 90er Jahre.

  • Planespotter

    Was für ein ungewöhnlicher Artikel,
    Ich würde bei dem ganzen Kram bei EBay und co. aufpassen, gerade so Sachen wie Fotos oder Papiertickets kann man ja auch faken und man sollte nix ohne einen Echtheits Nachweis kaufen.
    20€ für ein Foto was angeblich alt und original ist, sowas ist ja pure abzocke und höchst unseriös. Woher willst du denn wissen, ob das wirklich von damals ist und nicht nur neu ausgedruckt und etwas gealtert wurde? Ist nicht allzu kompliziert und mit relativ einfachen Mitteln möglich.

    Für 20€ bekommt man z.B. komplette Bücher mit alten Bildern, würde eher sowas kaufen statt irgendwelche Angebote von unseriösen EBay Anbietern.

    Jeder kann dort einen Account erstellen und irgendwas anbieten. Da wird keine Ware überprüft oder ähnliches. Bei Privatverkäufern auf EBay und co. hat man meistens auch kein Widerrufsrecht und kann deshalb den Artikel nicht umtauschen.

    Am besten man kauft nur bei seriösen Onlineshops und/oder gewerblichen Anbietern. Ohne Widerrufsrecht sollte man besser nix teures kaufen. Bei so vermeintlich Exklusiven Angeboten von historischen Dingen sollte man misstrauisch sein und lieber mehrfach hinschauen. Leider gibts mittlerweile haufenweise Fake Angebote.

    • Hallo,
      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar!
      Du hast völlig recht: Gerade bei historischen KVB-Schätzen aus dem Internet ist Vorsicht geboten. Nicht alles, was angeboten wird, ist authentisch. Auch wir empfehlen, solche Dinge möglichst bei vertrauenswürdigen Quellen zu kaufen und immer auf Echtheitsnachweise zu achten.
      Gruß, Doreen

  • Gunther

    Im Netz wird heutzutage zu 90% Müll angeboten, da musst du aufpassen…

    Übrigens was ist jetzt plötzlich in Porz Markt los eine Baustelle ist einfach aufgetaucht und es gab vorher keinerlei Informationen für die Fahrgäste. Da hat wohl jemand vergessen, die Infos zu veröffentlichen. Wie lange geht die Baustelle noch? 1-2 Tage oder mehrere Wochen? Fahren die Bahnen trotzdem normal oder gibts Ersatzbusse? Bin gestern mit dem Bus angekommen und war verwundert über die Baustelle ohne Ankündigung und an den Infotafeln an der Station stand auch nix.

    • Hallo Gunther,
      wir haben keineswegs etwas vergessen. Die Kollegen sind aktuell dabei, uns mehr Informationen diesbezüglich zu geben. Sobald wir hier mehr wissen, melden wir uns natürlich. Hier handelt es sich um eine kurzfristig aufgetretene Situation. Wir bitten daher um Verständnis. Gruß Lisa

  • Joe

    Zur Baustelle in Porz habe ich nur das hier gefunden:

    Notbaumaßnahme an der (H) Porz Markt * Die (H) Porz Markt wird in Richtung (H) Zündorf nicht angefahren * Nutzen Sie an der (H) Rosenhügel die Bahnen in Richtung (H) Frechen-Benzelrath um die (H) Porz Markt zu erreichen *

    Zur Dauer gibt es leider keine Angaben. Kann doch nicht sein, das man da einfach eine Baustelle plant und dann nirgends die Dauer kommuniziert wird und man erst die Infos suchen muss. Wieder was neues, eine „Notbaustelle“ was auch immer das sein soll. Was ist denn da passiert, das man das als „Notbaustelle“ bezeichenet? Gab es dort einen Unfall oder ähnliches? Hoffe, das es dann bei der Baustelle besser läuft als bei den Infos für die Fahrgäste.

  • Bahnuser

    Wie lange ist das jetzt noch in Porz mit der Baustelle? Wieso wird das als Notbaustelle bezeichnet? Wieso konnte man darüber nicht im Vorfeld informieren? Es wurde ja z.B. auch eine Straße gesperrt.

    Wie kann man einfach eine Baustelle aufmachen ohne vorher die Dauer festzulegen und Infos zu veröffentlichen? Man wird ja nicht einfach hingehen und sagen „jo Leute lasst mal eine Baustelle aufmachen. Wir haben zwar keinen Zeitplan aber schauen wir mal wann es fertig wird… Planung wird überbewertet“

    Das Ganze wird langsam lächerlich und da könnte man fast einen Extra 3 Beitrag drehen. Eine Baustelle taucht plötzlich an Bahnstrecke auf und es gibt keine Infos über die Dauer… Perfekt sage ich da nur. Zuverlässige Infos für ÖPNV Nutzer? Braucht man nicht, stattdessen Überraschungen.

    • Hallo,
      Vielen Dank für dein ausführliches Feedback! Die Absackungen am Bahnsteig „Porz Markt“ wurden unerwartet festgestellt, deshalb mussten wir kurzfristig als Notmaßnahme reagieren – eine längerfristige Planung war hier leider nicht möglich. Wir verstehen, dass fehlende Informationen und eine unklare Dauer frustrierend sind und arbeiten eng mit der Stadt Köln und den Stadtentwässerungsbetrieben zusammen, um schnellstmöglich wieder auf den Normalbetrieb umstellen zu können. Sobald wir mehr wissen, informieren wir unsere Fahrgäste natürlich umgehend.
      Gruß, Doreen

  • Busspotter

    Mittlerweile gibts mehr Infos zur Baustelle in Porz, jedoch ist vieles weiterhin unklar.

    Also was wir wissen:

    Am 27/28.07 begann eine Sperrung wegen Gleisbauarbeiten in Porz Markt. Dann hieß es kurze Zeit später, das die Züge der 7 Richtung Zündorf nicht mehr in Porz halten. Laut den letzten Infos gab es da wohl „Absackungen“.

    Warum sagt man erst, das es nur Gleisarbeiten gäbe und dann ist plötzlich irgendwas mit dem Bahnsteig? Und wieso stehen da auf einmal Busse von Schilling Reisen an der Glasfabrik in Porz abgestellt wo eigentlich nie Busse parken? Könnte man die nicht einfach auf dem Betriebshof in Porz abstellen, da wird doch sicher noch Platz neben den Elektrobussen sein.

    • Wir konnten leider nicht mehr sagen, weil wir Anfangs auch nicht mehr wussten. Von Gleisarbeiten haben wir nie gesprochen, sondern von Beginn an über eine Notbaumaßnahme informiert.
      Deinen Hinweis mit den Schillingbussen gebe ich gerne mal weiter.
      Gruß
      Markus

  • Busspotter

    Also ich hatte durch googeln diese Meldung hier gefunden: https://www.kvb.koeln/unternehmen/presse/pressemitteilungen.html?view=1277
    Da wird von Gleisarbeiten in Porz berichtet, welche am 28.07 begannen. Von einer Bahnsteigssperrung oder Absenkung steht da nix. Dann heißt es plötzlich Notbaustelle und es ist ein Bahnsteig gesperrt.

    Wieso macht man 2 verschiedene Meldungen die unterschiedliche Dinge sagen? Es ist verwirrend man hätte ja beides in eine Meldung tun können statt dann erst einen Tag nach dem Beginn der Baustelle über die Sperrung zu informieren.

  • Busspotter

    Aktuell ist das in Porz Markt das reinste Chaos.
    Richtung Zündorf fahren die Bahnen wegen dieser „Notbaumaßname“ einfach durch und halten nicht. Auch fahren dort keine Busse mehr ab. Am anderen Bahnsteig Richtung Frechen fährt die 7 noch. Jedoch halten dort ebenfalls keine Busse mehr. Die Busse halten jetzt an einer Ersatzhaltestelle (Ohne Überdachung oder Sitzgelegenheit) kurz vor der Haltestelle Klingerstraße. Man muss also erstmal von der Bahn zum Bus kommen und umgekehrt. Leider ist auch das nicht ganz einfach, denn es stehen dort echt viele Absperrungen rum, die zum Teil den Weg versperren. So wurde z.B. der Bahnübergang an der Phillip-Reis Str. für Autos gesperrt. Dummerweise kommt man dort als Fußgänger nicht mehr gut vorbei, da die Bauzäune total blöd platziert sind und man sich da vorbeiquetschen muss.
    Die ganzen Absperrungen müsste man mal besser platzieren und mehr Raum für Fußgänger lassen.

    Die „Notbaumaßname“ am Bahnsteig Richtung Zündorf ist etwas seltsam. An einigen Teilen des Bahnsteiges wurden die Steine entfernt und Erde abgetragen. Ein Minibagger steht dort rum. Es scheint sich nichts zu tun und Bauarbeiter sieht man keine. Wie ein Notfall wirkt das nicht, sonst würde man ja dort arbeiten.

    Das mit den Bussen OK das konnte man vielleicht nicht besser lösen. Aber diese „Notfall-Baustelle“ am Bahnsteig ist verwirrend wenn es so dringend war wieso arbeitet dort niemand?

    • Hallo,
      wir können deinen Frust nachvollziehen. Die Notbaumaßnahme am Bahnsteig Richtung Zündorf war leider kurzfristig notwendig, um die Sicherheit für alle Fahrgäste weiterhin gewährleisten zu können. Warum vor Ort zeitweise keine Bauaktivität zu sehen ist, liegt daran, dass bestimmte Schritte vorbereitet werden müssen, bevor vor Ort wieder gearbeitet werden kann. Dass das nicht nachvollziehbar aussieht, gerade bei einer „Notmaßnahme“ – verstehen wir sehr gut.
      Wir geben Dein Feedback zu den Absperrungen, der Ersatzhaltestelle ohne Überdachung und der schwierigen Überquerung an der Philipp-Reis-Straße an die zuständigen Stellen weiter.
      Gruß, Doreen

  • Bahnnutzer

    Linie 13 um 15:31 an der Aachener Str. ist einfach laut Anzeige 10 Minuten verspätet die kam einfach nicht und da steht dann 10 Minuten

    • Hallo,
      es tut uns leid, wenn die Daten an dieser Stelle nicht übereingestimmt haben. Leider kann es immer wieder zu kurzfristigen Ausfällen aufgrund von Personal- oder Fahrzeugmangel kommen. Wir arbeiten derzeit am Hintergrundsystem, damit die Anzeigen in Zukunft bessere Informationen für solche Fälle liefern können.
      Falls du einen Ausfall oder eine Verspätung von mehr als 20 Minuten feststellst, kannst du gerne unsere Mobilitätsgarantie nutzen: http://www.kvb.koeln/service/mobigarantie/index.html Wir hoffen, du bist dennoch gut an dein Ziel gekommen. Gruß Lisa

  • Bahnpendler

    Jetzt ist nun auch der andere Bahnsteig Richtung Frechen in Porz Markt gesperrt worden und man muss Ersatzbusse bis zur Steinstraße nehmen.
    Habe da zufällig mit einem Busfahrer sprechen können und erfahren das die Sperrung wohl erst gestern kurzfristig von der Technischen Aufsichtsbehörde in Düsseldorf erlassen wurde und man deswegen vorher nichts wusste. Ich möchte gar nicht die KVB oder Stadt Köln dafür verantwortlich machen, aber wieso kann diese Aufsichtsbehörde soetwas nicht vorher mitteilen? Also einfach eine Sperrung anzuordnen das hätten die doch vorher mitteilen können. Auf deren Webseite (https://www.brd.nrw.de/Themen/Verkehr/Busse-Bahnen/Technische-Aufsichtsbehoerde-ueber-die-Strassenbahn-und-Obusunternehmen) steht gar nichts zur Sperrung in Porz Markt. Wieso gibts da keine genauen Infos, was genau sind diese Absackungen und warum ist das so gefährlich das der Bahnsteig gesperrt wurde? Total intransparent diese Technische Aufsichtsbehörde mit diesen plötzlichen Sperrungen ohne genaue Informationen. Könntet ihr da als KVB mal nachforschen? Denke nicht das die selber irgendwas veröffentlichen, wäre cool da mal mehr zu wissen wieso und was da genau passiert ist.

    • Hallo,
      danke für deine ausführliche Rückmeldung und dass du dir die Zeit genommen hast, das Thema so detailliert zu schildern. Die Sperrung des zweiten Bahnsteigs in Porz Markt wurde uns tatsächlich sehr kurzfristig von der zuständigen Technischen Aufsichtsbehörde mitgeteilt.
      Wir verstehen gut, dass es frustrierend ist, wenn solche Sperrungen ohne vorherige Ankündigung erfolgen. Da die TAB eine externe Behörde ist, liegt die Veröffentlichung detaillierter Informationen nicht in unserer Hand. Hier müsstest du dich direkt an sie wenden. Alles weitere zu dem Thema findest du in unseren Pressemitteilungen: https://www.kvb.koeln/unternehmen/presse/pressemitteilungen.html.
      Viele Grüße, Doreen

  • Bahnpendler

    Danke für die Rückmeldung zur Sperrung in Porz. Die TAB Aufsichtsbehörde scheint etwas chaotisch zu sein. Die hätten ja schon vorher die Sperrung des zweiten Bahnsteiges Ankündigen können. Also als man vor etwa einer Woche mit dem Bau von diesem Ersatz Bahnsteig für die Fahrtrichtung nach Zündorf begonnen hatte. Dann hätte die KVB ja auch gleich besser planen können oder sogar einen zweiten Ersatzbahnsteig errichten können.
    Finde das die KVB da sehr gut reagiert hat mit dem schnellen Bau des Ersatz Bahnsteiges.

    Man weiß auch nichts genaues über diese Abssackungen. Angeblich hätte sich da irgendwas abgesenkt wobei mir als Fahrgast nie was aufgefallen ist. Es wurden dazu nie irgendwelche Infos veröffentlicht, was dort genau passiert ist. Zumal es ja erstmal hieß, das nur eine Seite betroffen wäre. Plötzlich dann auch der zweite Bahnsteig? Und gestern Morgen ging noch alles ohne Probleme?
    Außerdem ist da noch das Parkhaus und City Center, inwiefern ist das betroffen?
    Echt unverständlich das die Aufsichtsbehörde da keine genauen Infos rausgibt, selbst das man nicht mal das betroffene Verkehrsunternehmen ausführlich informiert. Eigentlich müsste die Aufsichtsbehörde auch selber eine Pressemitteilung rausgeben, aber da kam bisher nichts weder zur 1. Sperrung noch zur 2. Sperrung.

    • Vielen Dank für deine Anerkennung zur schnellen Umsetzung des Ersatzbahnsteigs. Unser Ziel ist es, die Einschränkungen für unsere Fahrgäste so gering wie möglich zu halten.
      Bezüglich der TAB können wir leider keine Auskunft geben, verstehen aber deinen Frust.
      Gruß, Doreen

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