Alle Jahre wieder – Fahrplanwechsel

Am Sonntag, 15. Dezember, findet der Fahrplanwechsel im öffentlichen Personenverkehr statt. Auch bei der KVB ändert sich einiges im Stadtbahn- und Busverkehr. Wird jetzt alles neu? Schließlich wird häufig über die Verkehrswende geredet und davon, dass der ÖPNV noch attraktiver werden soll. Neu sind die Bus-Linien 171, 172 und 173. Aber auch die Angebotsausweitungen in der Fläche können sich sehen lassen. Auf den Stadtbahn-Linien 3, 13, 17 und 18 kommt es zu nennenswerten Veränderungen und auf sechs weiteren Stadtbahn-Linien zu Fahrplananpassungen. Auch auf etlichen Bus-Linien wird der Fahrplan weiterentwickelt.

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Die Nutzung durch Fahrgäste zeigt, wo Bedarf besteht.

Fahrplanwechsel und Verkehrswende

Viele Menschen bewegt der Klimawandel, viele wünschen sich sauberere Luft. Immer mehr Menschen kehren ab von der ständigen Nutzung des Autos. Köln ist eine Stadt für die Verkehrswende. Die jährlich steigenden Fahrgastzahlen der KVB zeigen das, genauso die ständig zunehmende Anzahl der Radfahrer und die Anzahl der Sharing-Angebote vom Leihrad bis zum CarSharing-Auto.
Die Attraktivitätssteigerung des ÖPNV ist ein Baustein für die Verkehrswende. Aber was bedeutet das? Und kann ein attraktiverer ÖPNV ganz schnell geschaffen werden? Im Mittelpunkt steht hierbei – neben dem Tarifsystem, der Fahrgastinformation, der Gestaltung von Fahrzeugen und Haltestellen etc. – das Verkehrsangebot im Bus- und Bahnverkehr. Und dieses wird vor allem zu den Fahrplanwechseln in jedem Dezember verändert. Hierbei wird mit allen Veränderungen ein stimmiges Gesamtangebot realisiert. Auf dem Weg zur Verkehrswende entwickelt sich der ÖPNV also kontinuierlich im Sinne der Fahrgäste weiter. Er kann dabei Anziehungskräfte entfalten, ohne komplett neu erfunden werden zu müssen. So gesehen ist der 15. Dezember 2019 ein Tag für die Verkehrswende.

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Die KVB wirbt mit ihrer Klimakampagne für die Verkehrswende. Mit besseren Angeboten in Bus- und Stadtbahnverkehr wird der Umstieg für viele attraktiver.

Neue Linien ergänzen das Netz

Mit den drei neuen Bus-Linien 171, 172 und 173 soll zum Fahrplanwechsel 2019 die Kapazität auf der Ost-West-Achse erhöht und vor allem die Stadtbahn-Linie 1 entlastet werden. Auf der neuen Linie 171 verkehren die Busse von Mülheim bis Kalk und von dort über die Severinsbrücke und Kölner City zum Hauptbahnhof. Neben der Entlastung der Linie 1 soll damit auch die Linie 159 entlastet werden. Die neuen Linien 172 und 173 schaffen für die Fahrgäste aus den nördlich und südlich der Aachener Straße gelegenen Stadtteilen wie etwa Widdersdorf, Lövenich, Weiden, Müngersdorf und Junkersdorf eine umstiegsfreie und damit attraktive Verbindung zur Innenstadt. Zudem entstehen durch diese Linien neue Direktverbindungen zum Hauptbahnhof. Ab Höhe Militärringstraße fahren die Busse über die Aachener Straße auf einer eigenen Busspur. Die neuen Bus-Linien leisten damit auch einen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität im Kölner Westen.
Die gleichfalls neue Bus-Linie 195 übernimmt im Streckenabschnitt zwischen den Haltestellen “Buchheim Herler Straße“ und “Kochwiesenstraße“ die Fahrten der Linie 159.

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In den Wochen vor einem Fahrplanwechsel kündigen sich Veränderungen gelegentlich durch neue Haltestellen an, die erst kurz vorher bestückt werden.

Mehr Fahrtangebote für das wachsende Köln

Auf drei Stadtbahn- und etlichen Bus-Linien wird tagsüber das Angebot ausgeweitet. Ziel ist es, stark ausgelastete Stadtbahn-Linien zu entlasten und insbesondere für Pendler, Studenten und Schüler morgens und nachmittags mehr Kapazitäten bzw. Alternativen zu schaffen. So fahren z. B. montags bis freitags tagsüber alle Bahnen der Linie 3 bis Thielenbruch und enden nicht mehr in Holweide. Damit existiert im gesamten werktäglichen Tagesverkehr eine umsteigefreie Verbindung zwischen Thielenbruch und Deutz sowie eine Ergänzung und Entlastung der zwischen Buchheim und

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Unter anderem fahren die Bahnen auf der Linie 17 häufiger und schaffen mehr Angebot für den wachsenden Kölner Süden.

 

Thielenbruch parallel verkehrenden Linie 18. Auf der Linie 17 werden in deutlich erweiterten Zeitbereichen von ca. 6.45 Uhr bis ca. 10 Uhr und von ca. 15.30 Uhr bis ca. 20 Uhr die Bahnen bis Sürth fahren bzw. bereits dort beginnen. Dies entlastet noch mehr als bisher die stark frequentierte Linie 16. Auch die abendliche Bedienung und das Angebot an Wochenenden verschiedener Bus-Linien, wie z. B. den Linien 130, 131, 135 und 154, werden ausgeweitet.
Insgesamt leistet die KVB mit dem Fahrplanwechsel jährlich rund 180.000 Zug-Kilometer und jährlich rund 700.000 Bus-Kilometer mehr als zuvor. Dies entspricht einer Leistungssteigerung von etwa einem Prozent im Stadtbahn-Bereich und von mehr als 3,5 Prozent im Bus-Bereich. Hiervon entfallen rund 200.000 Bus-Kilometer auf die neue Linie 171 und rund 350.000 Kilometer auf die neuen Linien 172 und 173.

Weiter verbesserter Nachtverkehr in der Großstadt

In Köln ist immer etwas los. Zu sagen, die Stadt schlafe nicht, wäre zwar übertrieben. Aber gerade an den Wochenenden wird draußen in der Stadt Freizeit verbracht. Deshalb wird auch der Nachtverkehr weiter ausgebaut. Bereits seit einigen Jahren fahren die Bahnen auf den meisten Stadtbahn-Linien in den Nächten auf Samstag, Sonntag und Feiertage im Halbstunden-Takt durch. In London, zum Beispiel, hat man diesen Service erst vor kurzem auf den ersten U-Bahn-Linien eingeführt.
Erstmalig fahren die Stadtbahnen auf der KVB-Linie 13 nun in den Nächten von Freitag auf Samstag, von Samstag auf Sonntag und vor Feiertagen durchgehend im Halbstundentakt. Hiermit wird dem Wunsch vieler Fahrgäste entsprochen, die ihre Ziele nachts bisher nur durch Umsteigen auf andere Linien erreichen konnten. Die Bus-Linie 132 bekommt in diesen Nächten einen dichteren Nachtverkehr im 30-Minuten-Takt. Hiervon profitiert der Kölner Süden. Für die Menschen im südlichen Umland wird die Linie 18 abends und nachts nun noch interessanter. Die Bahnen fahren bis ca. 1 Uhr südlich von Schwadorf nicht mehr nur im 60-Minuten-Takt, sondern dann im 30-Minuten-Takt bis bzw. ab Bonn. Auch in den Nächten von Freitag auf Samstag, von Samstag auf Sonntag und vor Feiertagen werden die Fahrten über Schwadorf hinaus bis Bonn verlängert, so dass erstmalig auf der Linie 18 ein durchgehender Nachtverkehr bis Bonn (im 60-Minuten-Takt) entsteht.

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Köln und Bonn wachsen abends und nachts weiter zusammen. Die Linie 18 wird attraktiver.

Fahrplaninformation über verschiedene Medien

Auf insgesamt 32 Linien ändern sich die Abfahrtzeiten, so dass die Gewohnheit zum Ärgernis führen kann. Zudem werden einige Haltestellen umbenannt. Hiermit sollen u. a. die Orientierung verbessert und die Suche in elektronischen Medien vereinfacht werden.
Die KVB empfiehlt ihren Fahrgästen, in jedem Fall die Aushangfahrpläne, die Infos im Internet Fahrplanwechsel 2019 oder in der KVB-App zu beachten. Auch in den KundenCentern der KVB wird informiert und liegen u. a. Fahrpläne für die Tasche bereit. Denn: Wenn morgens der Bus nun planmäßig zwei Minuten früher abfährt und man, an der Haltestelle angekommen, nur noch die Rücklichter sieht, dann ärgert man sich. Der Fahrplanwechsel ist einem in diesem Moment egal. Und das muss nicht sein.

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Zum Fahrplanwechsel sollten die Informationsangebote in jedem Fall beachtet werden.

Schnelle Wünsche – solide Umgesetzt

Am Anfang steht immer der Wunsch und am Ende wird vielleicht eine Fahrplanveränderung daraus. Das Verkehrsangebot der KVB entsteht selten „am grünen Tisch“. Vielmehr sind es zahlreiche Gruppen in dieser lebendigen Stadt, die ihre Wünsche äußern – Schulen und Seniorenvertretungen, Bürgervereine und Bezirksvertretungen, Wirtschaftsunternehmen und Umweltverbände, die Fraktionen im Rat und die Verwaltung. Das ist gut so, denn die Nutzer von Bus und Bahn bringen so ihre Erfahrungen ein. Andere sagen was geschehen soll, damit sie einsteigen.
Doch bei der Formulierung solcher Wünsche können selten alle Folgen für das Gesamtnetz überblickt werden. Wo ist eine Verknüpfung mit anderen Linien sinnvoll? Folgt auf einen dichteren Takt eine längere Wartezeit für Umsteiger? Werden mehr Fahrzeuge und Fahrer benötigt? Was kostet das? Deshalb müssen alle Wünsche sorgfältig durch die KVB und Stadtverwaltung geprüft werden. Resultiert hieraus ein Veränderungswille, geht es in verschiedenen Stufen in die Feinplanung und Abstimmung. Hierrüber hat im vergangenen Jahr Kollegin Regina Weiß hier im KVB-Blog berichtet Nach dem Fahrplanwechsel ist vor dem Fahrplanwechsel.

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Einer der letzten Schritte nach einem soliden Planungs- und Abstimmungsweg: Der Ausdruck der neuen Vitrinen-Aushänge.

Bereits in Zwischenschritten zu höherer Attrativität

Das straffe Muster des jährlichen Fahrplanwechsels ist in der jüngeren Vergangenheit etwas gelockert worden. Unterjährig konnten bereits Weiterentwicklungen des KVB-Angebotes realisiert werden, die dem Fahrgast dienen. So wurde im Sommer die Bus-Linie 139 bis zur Gesamtschule Wasseramselweg und zum Technologiepark Müngersdorf verlängert. Sechs Haltestellen und etwa ein Drittel des Linienweges kamen hinzu. Hiermit hat die Linie, die an zwei Stellen mit dem S-Bahn-Netz und an einer weiteren mit der Stadtbahn verknüpft ist, einen höheren Nutzwert erhalten.
Zum Semesterbeginn im Herbst dieses Jahres wurden die kurzen Fahrten auf der Bus-Linie 142 über die Weishausstraße hinaus bis nach Zollstock verlängert. Nicht alle Fahrten dieser Linie führen bis zum Ubierring. Mit der Verlängerung der „kurzen 142“ werden Einrichtungen der Universität in Zollstock angebunden; zugleich bekommen die Zollstock-Arkaden eine bessere Erreichbarkeit. Für letztere haben vor allem immer wieder Senioren geworben, da hier verschiedene Ärzte und Geschäfte ansässig sind.
Unter dem Strich werden mit diesem Fahrplanwechsel einige Verbesserungen für den Fahrgast realisiert. Die KVB wird in ihrem Angebot attraktiver. Auch in den nächsten Jahren wird es weitere Veränderungen geben. So wächst der ÖPNV in Köln Stück für Stück – möge das ein guter Beitrag zur Verkehrswende sein.

 
 
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39 Kommentare

  • Klaus-Wilhelm Kratz

    Bis ca fast Ende der 90er Jahren fuhr die RVK, 961, 962, 963 von Köln/Dom über die Aachenertraße in den Erftkreis. Aus Kostengründen wurde dies Strecke durch Köln gekappt. Wen kann man dafür heute zur Rechenschaft ziehen?

    • Hallo Klaus-Wilhelm Kratz,
      das ist nicht ganz richtig. Die Buslinien aus dem Rhein-Erft-Kreis enden bereits seit fast 25 Jahren an der Haltestelle Junkersdorf, die bis 2003 die Endhaltestelle der Linie 1 war. Gekappt worden sind sie, um Parallelverkehre mit der Linie 1 zu vermeiden. Damals plante man außerdem noch unter der Annahme, dass Köln nicht weiter wächst. Selbst in den Nullerjahren zeigten die Prognosen für Köln eine stagnierende Bevölkerungsentwicklung, Erst vor ca. zehn Jahren änderten sich hier die Vorhersagen und wir sind seit dem „gezwungen“, mehr Kapazitäten auf die Schienen und Straßen zu bringen.
      Viele Grüße, Regina Weiß

    • Rüdiger Krause

      Paralleler Busverkehr ist unsinnig. Busse fassen deutlich weniger Fahrgäste (50 bis 90 im Bus gegenüber rund 500 einer Stadtbahndoppeltraktion) und emittieren Stickoxide und Kohlendioxid. Die Fahrzeit ist zudem gegenüber dem Schienenverkehr länger und die Fahrt unkomfortabler. Daher war es richtig, die Buslinien an der Stadtbahn zu kappen.

      Derzeit haben wir in Köln das Problem, dass man die Bevölkerungsentwicklung 15 Jahre lang ignoriert hat und daher die Bahnen nicht mehr alle Fahrgäste befördern können. Daher kommen als Notlösung nun wieder parallele Busverkehre auf die Straße. Hilft nicht wirklich, aber immerhin hat man was getan …

  • Michael Stingl

    Ich begrüße, auch als Dortmunder, die deutlichen Angebotsverbesserungen als häufiger Kölnbesucher ganz außerordentlich. Gleichwohl können die Buslinien auf der Aachener Straße nur ein Provisiorium für einen Ausbau der Strecke der Linie 1 sein. Mein Vorschlag: Ein zusätzliches Gleis je Richtung und Einsatz von Expresslinien über die sich u.a. Widdersdorfer sehr freuen dürften.

    Leider wird zm 15.12. ein Kapazitätsengpaß, der insbesondere für Touristen ärgerlich ist wiedermal nicht beseitigt: Die überfüllten Züge zwischen Chlodwigplatz und Ebertplatz. Ein 7/8min-Takt ist zu „touristischen Stoßzeiten“ eine Zumutung. Hier müssen dringend Verstärkerzüge (UbierringEbertplatz) her.
    Die 16 entlastet hier wenig, zumal nach Inbetriebnahme der Nord-Süd-Stadtbahn (NSS) es erst recht zu wenig Angebot auf den Ringen gibt. Die NSS ist auch hier kein Allheilmittel.

    • Hallo Michael Stingl,
      vielen Dank für Ihre Rückmeldung zum Fahrplanwechsel.
      Die Ost-West Achse rund um die Linie 1 wird uns sicher noch einige Jahre beschäftigen, das stimmt!
      Bei der Taktung zwischen Chlodwigplatz und Ebertplatz haben wir das Problem, dass die Innenstadttunnel einfach überlastet sind. Engere Taktungen sind in diesen Zugsicherungs-Bereichen nicht mehr möglich, ohne dass sich die Züge noch mehr stauen (was ja kontraproduktiv wäre).
      Mit Fertigstellung der Nord-/Süd-Stadtbahn wird sich die Lage durchaus entzerren, so dass wir über engere Taktungen nachdenken können.
      Gruß
      Markus

      • Michael Stingl

        Danke für Ihre schnelle Rückmeldung. Das der samstägliche 7/8min-Takt der Linien 12 und 15 eine Überlastung darstellt, ist kaum glaubwürdig, da ja in der morgentlichen HVZ unter der Woche ein 3/3/4min-Takt gefahren wird. Ein 5- oder 6min-Takt sollte daher drin sein.

        • Hallo Michael Stingl,
          ich hatte Ihren Hinweis auf „touristische Stoßzeiten“ falsch interpretiert, aber bei den Minuten hätte es mir auffallen müssen, sorry!
          Auch wenn Samstags viel los ist, ist es doch deutlich weniger als zur Rushhour. Daher haben wir uns in Abstimmung mit der Auftraggeber, der Stadt Köln, gegen eine Erweiterung entschieden.
          Auch wir müssen wirtschaftlich entscheiden!
          Gruß
          Markus

          • Marion Schneiders

            Hallo Markus,

            sind Sie sicher, dass an Samstagen weniger Fahrgäste unterwegs sind als an Werktagen? Was ist denn da Ihre Datengrundlage? Aus Fahrgastsicht sind meiner Erfahrung nach die Samstagsfahrten mit der KVB eine echte Zumutung, weil die Züge überfüllt sind – ganz egal wo.

            Beste Grüße

            Marion

          • Hallo Marion, ich möchte noch etwas hinzufügen. Was Markus geschrieben hatte, war in der Vergangenheit richtig. Allerdings gibt es tatsächlich neue Daten, die letztes durch den VRS erhoben wurden und noch ausgewertet werden.
            Wir sind daher bereits im Gespräch mit der Stadt Köln, was eine Takterhöhung am Samstag angeht. Mehr können wir dazu aber derzeit noch nicht sagen. Gruß, Regina Weiß

          • Rüdiger Krause

            Es gibt bereits einen Beschluss des Ausschusses für Anregungen und Beschwerden zumindest auf der Linie 9 den Takt auf 10 Minuten am Samstag zu verdichten (siehe https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=728167&type=do unter Punkt 3.3). Dieser wurde aber nicht zum diesjährigen Fahrplanwechsel umgesetzt. Erstens wollte man keinen abweichenden Takt auf einer Linie und zweitens hätte man nicht ausreichend Personal.

            Dass man nicht genügend Personal hat, ist meines Erachtens ein hausgemachtes Problem. Ein abweichender Takt auf einer Linie ist natürlich ungünstig. Aber das Problem der überfüllten Züge auch am Samstag besteht ja schon seit Jahren. Bereits 2017 hatte ich darauf hingewiesen (https://blog.kvb-koeln.de/rush-hour-in-der-innenstadt-mehr-bahnen-sind-aktuell-nicht-drin#comment-1158). Die Antwort war: Es wäre nicht nötig, den Takt zu verdichten. Nun merkt man, stimmt doch nicht so ganz. Manchmal wäre es besser, einmal rauszugehen und sich die Situation vor Ort anzuschauen anstatt auf Umfragen und Daten zu warten.

  • Fabian

    Die 17 wird also deutlich länger bis nach Sürth fahren. Bekommt die Linie dafür auch wieder Doppeltraktionen? Gerade in den Hauptverkehrszeiten ist der einzelne Wagen zu gut gefüllt.

  • Thomas Hartmann

    Jetzt fehlt zu der Verbesserung der Linie 18 nur noch, dass die Bahnschranke am Kiebitzweg in Hürth nicht schon 3 Minuten bevor die Bahn kommt runter geht… denn sehen tun die Fahrer, dass man hoffnungslos hinter der Schranke steht, aber 30 Sek. warten können sie ja nicht, dann lieber eine bessere Zeiteinstellung, damit „pünktliche“ Menschen auch 3 Minuten vor Ankunft der Bahn regulär auch die Möglichkeit haben, die Bahn zu bekommen!

  • Flo

    Wenn man am Wochenende einen relativ konstanten, 10- o. 7,5 min-Takt auf der 1 Junkersdorf – Brück einrichten könnte (auch gerne schon vor dem Fahrplanwechsel 2020/2021), wäre das für die (teilweise sehr dicht gepackten) Fahrgäste durchaus ne Entlastung. gibt zwar ab und zu diese E-Bahnen, die sogar in der App veröffentlicht sind (samt darauf aufbauenden Verbindungen), aber man darf leider nicht davon ausgehen, dass die dann auch regelmäßig fahren. Ja, ich, weiß, krankheitsbedingte Ausfälle kommen vor, da könnt ihr nix für. Aber in Zukunft solls ja auch mehr Stadtbahnfahrer geben und dann sollte das doch klappen.

    • Heike Voigt

      Die Entlastung der Linie 1 mit den Zusatzbussen und der angeblichen Luftverbesserung ist Augenwischerei.
      Da wird sich langfristig auch nix ändern, da man ja schlecht die Straßen verbreitern kann, um entweder ein zweites Gleis zu legen oder eine Fahrspur zu ergänzen.

      Wieso wird eigentlich die Haltestelle „Schulstraße“ in „Weiden Römergrab“ geändert? Meint man, damit einen Besucheransturm zu erhalten? Das ist doch nur rausgeschmissenes Geld, was an anderer Stelle viel besser eingesetzt werden könnte.

  • MK

    Auch im neuen Fahrplan gibt es offiziell auf der 7 ab Frechen in der Nacht Sa/So die Taktlücke gegen 4 Uhr. (2:01 3:01 – 5:01) Allerdings fährt da durchaus eine Bahn als E bis Aachener Str/Gürtel. Schließlich soll die ja nicht in Benzelrath über Nacht stehen bleiben. Könnte die Bahn nicht auch offiziell in den Fahrplan mit aufgenommen werden?

  • Chrisk

    Gibt es eigentlich zum Fahrplanwechsel nun auch endlich neue Ansagen in besserer Qualität in den Bahnen und Bussen? Da ist wohl was in der Pipeline die Petra abzulösen.

    • Hallo Chrisk,
      dazu ist mir aktuell nichts bekannt.
      VG Carola

    • Heike Voigt

      @Chisk,
      vor allem nicht so ellenlange Ansagen, bei denen keiner mehr hinhört und die nur noch nerven. Ich hatte dies ja schon des Öfteren angemerkt, dass es auch kurz und bündig geht und viel verständlicher, als das Geschwurbel (Sehr geehrte Fahrgäste…. vielen Dank). Man kann es auch übertreiben.

  • Michael

    Liebe KVB,
    mit Spannung hab ich den neuen Fahrplan erwartet in der festen Überzeugung das die Linie 1 nach den großen Bahnfahrer Einstellungen nun auch ausserhalb der Hauptverkehrszeiten (ok hier wurde was getan mit den neuen Buslinien aber die Linie 1 hat ein großes „Rund um die Uhr Problem) mehr Frequenzen bekommt ebenso am Samstag Sonntag und erst recht in den Abendstunden (hier wird die Situation auch um 20.00- 22.00 Uhr immer schlimmer mit völlig überfüllten Bahnen)! Es müsste ja zumindest der Fahrplan zu den Hauptverkehrszeiten auch zu anderen Zeiten möglich sein wenn sie genug Fahrer eingestellt haben die Bahnen sind ja da und die Streckenauslastung funktioniert ja auch zur Hauptverkehrszeit! Doch leider wurde ich eines besseren belehrt nicht eine einzige Bahn wird auf der Linie 1 mehr eingesetzt und die überfüllte Situation in den Bahnen wird von Monat zu Monat schlimmer! Sehr traurig das Ganze und kein Aushängeschild für eine Millionen Stadt!
    Grüße
    Michael

    • Hallo Michael,
      in den Stoßzeiten können wir nicht noch mehr Züge auf der Linie 1 einsetzen, weil die Trasse voll ist, deshalb haben wir ja die neuen Buslinien eingeführt. Was den Verkehr am Abend angeht, so verstärken wir ja den 15-Minuten-Takt am Wochenende mit den Verstärkerfahrten, sodass ein 7,5-Minuten-Takt entsteht. Natürlich müssen diese Verstärkerfahrten dann auch stattfinden, da gebe ich Dir vollkommen Recht. 40 neue Fahrerkollegen haben jetzt gerade ihre Ausbildung abgeschlossen und sind derzeit mit ihren Lehrfahrern auf Strecke, sodass sie uns ab Ende Dezember dann auch wirklich als voll ausgebildete Fahrer zur Verfügung stehen. Und es werden noch mehr Fahrer ausgebildet. Grundsätzlich haben wir das Thema Angebotserweiterung am Abend und am Wochenende im Blick und entwickeln bereits Ideen, was dort in den nächsten Jahren optimalerweise zu tun wäre. Ob und wann das dann umgesetzt wird, können wir derzeit noch nichts sagen.
      LG, Regina

  • Wolfgang Puscinski aus Ossendorf

    Die Verlegung der Bundesanstalt für Arbeit nach Ossendorf hat zu einer erheblichen Fahrgaststeigerung der Linie 5 geführt. Werden hier zusätzliche Fahrangebote erwogen?

    • Hallo Wolfgang Puscinski,
      nein, derzeit sehen wir keinen Grund für eine grundsätzliche Kapazitätserhöhung auf der Linie 5. Es mag einzelne Fahrten geben, in denen die Bahn sehr voll ist, aber es bleiben keine Fahrgäste stehen. Da ist auf anderen Linien wesentlich mehr Handlungsbedarf.
      Gruß, Regina Weiß

      • Rüdiger Krause

        Wenn dass der Maßstab ist, dann können wir die Hoffnung auf einen vernünftigen ÖPNV in Köln wohl endgültig begraben. Dann heißt Verkehrswende hier also weg vom ÖPNV hin zum MIV.

  • Rüdiger Krause

    Schön ist, dass man nun einige Dinge endlich geändert hat und auch einige Haltestellennamen sinnvoll geändert hat. Gerade auf der Hansestraße im Gremberghoven war es ja schwierig mit Hansestraße, Hansestraße (West), Hansestraße (Ost) und Hansestraße (Süd). Schön ist, dass der Beschluss, die Linie 154 abends länger fahren zu lassen umgesetzt wurde.

    Allerdings wurden der Beschluss des Ausschusses für Anregungen und Beschwerden, die Linie 152 in den Abendstunden auf 15 Minuten zu verdichten und die Stadtbahnlinie 9 samstags im 10-Minutentakt fahren zu lassen, nicht umgesetzt.

    • Nach dem Fahrplanwechsel ist vor dem Fahrplanwechsel, sag ich nur. Wir arbeiten ja schon wieder an weiteren Änderungen… 😥 Gruß, Regina

      • Rüdiger Krause

        Das mag ja sein. Den Vorschlag zur Taktverdichtung habe ich Ende Mai 2018 eingereicht. Dann hat es neun Monate gedauert bis die KVB dazu Stellung bezogen hat. Kurz: Sie war dagegen.

        Zum Glück sahen dies die Bezirksvertretungen in Lindenthal, Kalk, Innenstadt und Mülheim anders und auch der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden hat die Eingabe unterstützt und am 2. Juli dafür abgestimmt. Wenn nun die Umsetzung erst Ende 2020 erfolgt sind seit der Eingabe mehr als zweieinhalb Jahre vergangenen. Ganz ehrlich: Das ist zu lang.

  • Thomas

    Ich begrüße sehr die zusätzlichen Fahrten der 3 nach Thielenbruch. Allerdings würde ich mir wünschen dass die Taktung zwischen der 18 und der 3 besser funktionieren würde. Realität ist dass beide ab der Herler Straße meistens unmittelbar hintereinander (bzw. im Abstand von 1 oder 2 Minuten) fahren und hinterher wieder eine Lücke von 10 Minuten entsteht obwohl theoretisch alle 5 Minten eine Bahn nach Thielenbruch fahren sollte.
    Ich weiß natürlich dass das durch äußere Einflüsse so passiert aber ich ärgere mich regelmäßig wenn ich mit der in Buchheim endenden 18 eintreffe und von der 3 gerade noch die Rücklichter sehe, anschließen 10 Minuten warten muss und mich dann entscheiden kann ob ich jetzt in die 3 oder die 18 steige – die mal wieder gleichzeitig eintreffen… vielleicht kann man das ja noch verbessern.

  • Martin

    Bei aller Kritik die hier (nicht immer unberechtigterweise) geäußert wird – ich freue mich über die Änderungen insbesondere bei der Linie 13 und finde die hier im Blog betriebene Informationspolitik richtig klasse. Information und Transparenz löst nicht alle Probleme, aber kostet nichts und trägt zu einem angenehmen und konstruktiven Diskussionsklima bei. Gerne weiter so.

  • Bernd

    Ich finde es sehr gut das Ihr endlich die Linie 13 in den Nachtverkehr reinnimmt

    Ihre Aussage „Gekappt worden sind sie, um Parallelverkehre mit der Linie 1 zu vermeiden.“ Das hat glaube schon der VRS so gemacht. Linie 976 fuhr früher mal von Köln Hbf nach Düren Bf. und es wurde mir gesagt das sowas nicht mehr gibt weil man ein Parallelverkehr (Linie 7 (ehemals Linie 2) ab Frechen)

    Ich sehe mit den neuen Linie (172, 173) eher skeptisch und widerspricht das was vor paar Jahrzenten gesagt wurden. Ich bin da auch gespannt wie die „Busspur“ ist ob das was nütz. Ich sehe eher verkehrschaos / Stau auf.

    Ich hatte mich sehr gewundert das vor paar Monaten Braunsfeld eine Busspuer haben möchten / bzw nicht möchte oder so für die Aachener Straße. Habe erst gedacht wäre zusammenarbeit mit Weiden das da ab da nach Aussen sowas macht. aber Jetzt ist es mir klar.

    • Rüdiger Krause

      Die Linien 171, 172, 173 und 179 sind aus der Not geboren, dass die Stadtbahnen nicht mehr alle Fahrgäste mitnehmen können und mehr Bahnen zurzeit aufgrund der fehlenden Infrastruktur schlicht nicht möglich sind. Grundsätzlich sind aber Parallelverkehre abzulehnen.

      Zudem gab es für viele Streckenabschnitte der Stadtbahnen finanzielle Förderungen vom Land NRW und dem Bund. Dazu muss aber der Kosten-Nutzen-Faktor größer als 1 sein. Dies ist aber mit der standarisierten Bewertung des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes kaum möglich, wenn bestehende Parallelverkehre aufrecht erhalten werden.

      Daher soll ja auch im Zuge der Ost-West-Achse beim Bau eines Tunnels die bestehende oberirdische Strecke abgebaut werden, obwohl dies weder technisch nötig, noch im Sinne der Verkehrswende sinnvoll ist.

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