Neue Heimat für 150 E-Busse in Porz

 
Die KVB baut in Porz einen neuen Betriebshof. Die Anlage dient der klima- und umweltfreundlichen E-Mobilität und weist selbst eine grüne Gestaltung auf.
 
Die Kölner Verkehrs-Betriebe bauen an der Kaiserstraße 127 in Porz einen neuen Betriebshof für ihre E-Bus-Flotte. Die Anlage, die Anfang 2023 in einen ersten Betrieb gehen soll, ergänzt den Betriebshof Nord in Riehl und den Betriebshof Hürth beim größten Subunternehmer der KVB. Der Betriebshof Porz wird am Ende Platz für 150 E-Busse bieten. Hierfür sind zwei Bauabschnitte erforderlich, mit dem Bau des ersten Bauabschnitts wurde im Januar 2022 begonnen.
 

Brache_Btr_Porz-300x225

Auf 63.000 Quadratmetern, Teil der Brachfläche des ehemaligen Industrieunternehmens Dielektra, entsteht der neue Betriebshof Porz der KVB © Stephan Anemüller/KVB

Betriebshof Porz in der Übersicht

Auf einem etwa 63.000 Quadratmeter großen Areal, also auf etwa neun Fußballfeldern, entsteht nun eine hochmoderne Anlage. Die bis zu 150 Elektrobusse, die hier ihre neue „Heimat“ finden, werden nach ihrem Linieneinsatz unter freiem Himmel abgestellt, über die Ladeinfrastruktur mit Ökostrom versorgt, in der Waschhalle gereinigt und in der Werkstatt gewartet. Auf der Brachfläche, von der die KVB nur einen Teil erworben hat, hat früher das Unternehmen Dielektra (später Siemens) Bauteile für die Elektrowirtschaft hergestellt.
Seit über 20 Jahren lag das Gelände brach.

Zum neuen Betriebshof gehören die Stellplätze, die durch Ladeinfrastruktur mit Ladehauben überspannt werden.
An Stelle eines Daches werden in Porz Traversen über den Stellplätzen errichtet. An diesen entlang laufen die Stromkabel und enden an den Ladehauben. Ein Umspannwerk, eine Übergabestation und Trafogebäude komplettieren die Ladeinfrastruktur. Das Umspannwerk versorgt später den Betriebshof mit dem benötigten Strom und schützt das Porzer Stromnetz zugleich vor Überlastung. In der Übergabestation wird die eingesetzte elektrische Leistung registriert und verteilt. Die beiden Trafogebäude beherbergen Transformatoren und die eigentlichen Ladegeräte, die den Strom vom Wechselstrom auf den von den E-Bussen benötigten Gleichstrom umwandeln.

Im Fahrdienstgebäude findet die Disposition und Fahrdienststeuerung statt. Gereinigt werden die Busse in der Waschhalle, zu der auch ein Außenwaschplatz gehört. Die alltägliche Wartung und kleinere Reparaturen werden in einer zu errichtenden Werkstatt durchgeführt. In diesem Gebäude befinden sich auch die Sozialräume für die Mitarbeitenden. Eine Energiezentrale enthält die Anlagen zur Beheizung verschiedener Gebäude der Anlage, die Anlagen zur Bereitstellung von Warmwasser sowie die Löschwasserpumpen.

Baubegin_Btr_Porz-300x225

Mit dem Bau des ersten Bauabschnittes wurde im Januar 2022 begonnen. Etwa ein Jahr später werden hier die ersten E-Busse abgestellt © Stephan Anemüller/KVB

Zudem finden sich auf dem Gelände Parkplätze für die Pkw und Fahrräder der Mitarbeitenden. Diese kommen häufig morgens vor Betriebsaufnahme an oder fahren nachts nach Ende des Betriebstages wieder nach Hause. Hierfür können die Mitarbeitenden den ÖPNV nicht nutzen und benötigen deshalb Platz für ihre eigenen Fahrzeuge.

Zunächst sollen hier rund 50 Elektrobusse abgestellt werden. Hierfür wurde mit der Realisierung des ersten Bauabschnittes begonnen.

Mit dem neuen Betriebshof werden etwa 350 Arbeitsplätze verbunden sein – im Fahrdienst, in der Fahrdienstleitung, der Werkstatt. Ein Teil dieser Arbeitsplätze wird vom Betriebshof Niehl und der dortigen Werkstatt Bus/Kfz verlagert. Aber mit der wachsenden Busflotte – aufgrund des größer werdenden ÖPNV-Angebotes – nimmt auch die Anzahl der Arbeitsplätze zu. Manche Kollegin und mancher Kollege kann hierdurch auch von kürzeren Wegen zur und von der Arbeit profitieren, etwa wenn sie in Porz, Deutz oder Niederkassel wohnen.

In die Errichtung der ersten Baustufe des neuen Betriebshofes investiert die KVB rund 46 Millionen Euro, von denen ein Teil vom Land NRW getragen werden kann.
 

Luftbild_Btr_Porz-300x225

Noch sind die Wege des ehemaligen Industrieunternehmens zu erkennen. Alte Gebäude muss die KVB nicht abreißen
© Oliver Czernik/KVB

Planungs- und Bauablauf

Bevor in Porz der „erste Spaten“ in die Hand genommen werden konnte, also bevor die Bautätigkeit aufgenommen wurde, fanden umfangreiche Planungs- und Abstimmungsprozesse statt. Hieran beteiligte sich insbesondere auch die Porzer Bezirksvertretung, die unter anderem Impulse zur Begrünung der Anlage gesetzt hat und die Integration von Photovoltaikanlagen zur Gewinnung von Strom aus Sonnenenergie unterstützte. Vor allem der Verkehrsausschuss und der Rat der Stadt Köln wurden einbezogen, gaben für Planung und Bau „grünes Licht“ und sicherten die Finanzierung.

Der Bauherr Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) fand mit dem Planungsbüro Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH eine sehr erfahrene Organisation, die zusammen mit den Fachleuten der KVB die Anlage bis in jedes einzelne Teilsystem und Bauteil durchdacht hat.

Für den Bau wurde die Gesamtleistung in nicht weniger als 20 Lose, also Aufträge zur Lieferung und Herstellung, unterteilt. Hierunter finden sich vorbereitende Maßnahmen, der Tiefbau, Hochbau, die technische und nichttechnische Einrichtung der einzelnen Gebäude, die energietechnischen Anlagen, die Baustellenlogistik, Verkehrssicherung etc.

Letztlich sollen um den Jahreswechsel 2022/23 in Porz die ersten E-Busse ihre Heimat finden, auch wenn dann noch nicht alle Gebäude – wie z. B. die Werkstatt – komplett eingerichtet sind.

Und es wird bereits an der Realisierung des zweiten Bauabschnittes gearbeitet, was wiederum Planung, Genehmigung, Finanzierung, Beschaffung und Bau bedeutet.
 
Verkehrserschließung

Das Gelände des neuen Betriebshofes wird erschlossen über eine westliche und eine östliche Zufahrtsstraße, die beide in die Porzer Kaiserstraße einmünden. Um die verkehrlichen Auswirkungen des „neuen Lebens“ auf der ehemaligen Brachfläche zu ermitteln, wurde ein Verkehrsgutachten erstellt. Dieses führte zum Ergebnis, dass die ein- und ausfahrenden Busse der KVB und die privaten Fahrzeuge (Pkw, Fahrräder) ihrer Beschäftigten nicht zur Überlastung des unmittelbar angrenzenden Straßennetzes führen werden.
 
Aktuelle Bautätigkeit

Im ersten Schritt wurde das Baufeld freigemacht. Dies bedeutete vor allem die Entfernung der Gras- und Staudenvegetation auf der Brachfläche und leichte Bodenarbeiten. Im Auftrag des Vorbesitzers wurde zuvor bereits eine Bodensanierung durchgeführt, um die durch den ehemaligen Industriebetrieb hervorgerufene Kontamination zu entfernen.

Gebäude müssen auf dem KVB-Gelände nicht abgerissen werden. Solche Industrieruinen aus Stein- und Stahlbau finden sich auf einem der beiden weiteren Grundstücke des Areals.

Das Gelände ist „blank gelegt“ und an einer der Zufahrtstraßen wird bereits gearbeitet. © Oliver Czernik/KVB und Stephan Anemüller/KVB

Aktuell wird an der westlichen Zufahrtsstraße gearbeitet. Bevor hierüber bald die LKW und weiteren Fahrzeuge im Rahmen der Baustellenlogistik fahren – nach Fertigstellung dann später die E-Busse – wird zunächst die Ver- und Entsorgungsinfrastruktur in den Untergrund eingebracht.
 
Grüner Betriebshof

Beim Bau des Betriebshofes Porz werden ökologische Aspekte genauso berücksichtigt wie die des Busbetriebs.
So entstehen begrünte Dächer und Fassaden, wird über Photovoltaik Strom gewonnen und wird der Energieverbrauch z. B. für Wärme sehr niedrig gehalten.

Uebersichtskarte_gruen_Btf_Porz.jpg

Einige Dächer und Fassaden auf dem Betriebshof werden begrünt und dienen damit auch dem Mikroklima des Betriebshofes © Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH


Der Betriebshof Porz wird durch die Ladeinfrastruktur mehr Gebäude aufweisen, als ein klassischer „Dieselbetriebshof“. Dabei können die Fassaden der Gebäude optisch unterschiedlich wirken. Insgesamt neun Fassaden von vier Gebäuden werden begrünt werden, was 540 Quadratmeter ausmacht. Hierdurch entsteht eine attraktive optische Gestaltung. Auch wirken sich begrünte Fassaden (genauso wie begrünte Dächer) positiv auf das Mikroklima aus.

Jedoch lässt sich nicht jede Fassade begrünen. Ein Bewuchs muss passen zur Platzierung von Fenstern, Türen und anderen Fassadenöffnungen und es dürfen notwendige Durchlüftungen nicht durch wachsende und hängende Grünmasse unterbrochen werden.

Auf allen sieben Dächern der insgesamt sieben Gebäude (das Dach der Radabstellanlage nicht mitgezählt) wird eine Dachbegrünung realisiert. Hierfür ist entscheidend, dass die Dächer die notwendige Tragfähigkeit aufweisen müssen, was aufgrund weiterer zu platzierender Geräte nicht immer eine vollständige oder zumindest weitreichende Begrünung ermöglicht. Insgesamt werden nicht weniger als 3.735 Quadratmeter Dachfläche begrünt. Die extensive Vegetation der Dachbegrünung wird einen geringen Pflegeaufwand aufweisen und robust sein. Somit reicht der natürliche Regenwassereintrag aus und es entstehen keine zu großen laufenden Kosten.

Randbepflanzung_Btr_Porz-300x225

In den Randbereichen werden Bäume gepflanzt werden. So wie hier, in einem anderen Gebiet, wird es jedoch etwas dauern, bis die Bepflanzung ihre volle Wirkung entwickelt haben wird
© Stephan Anemüller/KVB

In den Randbereichen des Betriebshofes werden zudem Bäume gepflanzt werden. Dies dient genauso der optischen Auflockerung wie der Biodiversität.

Dabei wird jedoch ein erheblicher Teil der Oberfläche des Betriebshofes versiegelt werden. Das Regenwasser wird über eine bewusst zu schaffende Neigung der versiegelten Oberflächen in seinem Ablauf gelenkt und einer Rigole zugeführt. Es kann dann versickern und wird nicht in die Kanalisation eingebracht. Die Kanalisation nimmt nur Schmutzwasser, z. B. aus Sanitäranlagen auf.

Das Sonnenlicht wird nicht nur Pflanzen wachsen lassen.
Über insgesamt neun Photovoltaik-Anlagen werden bis zu 440 Kilowattstunden Strom in der Spitze (kWp) erzeugt, wenn die Einstrahlung des Sonnenlichtes optimal ist.

Anders als auf dem KVB-Betriebshof Nord in Riehl werden die E-Busse in Porz nicht unter Carports abgestellt. Sie stehen unter freiem Himmel und die Ladehauben werden an Traversen über den Stellflächen befestigt. Auch auf diesen Traversen werden Photovoltaik-Elemente platziert.
 
Anliegerinteressen

Der neue Busbetriebshof wird den Menschen in Porz Vorteile in der Qualität des ÖPNV bringen. Insbesondere sind E-Busse leiser als die konventionellen Dieselbusse. Dort, wo Busse in größerer Anzahl aus einem Betriebshof ausfahren und später in diesen wieder einfahren, macht sich dies täglich bemerkbar, denn die Geräuschkulisse wie sie an anderen Betriebshöfen besteht, fehlt hier auch – ganz zu Schweigen von den Geräuschen eines Industrieunternehmens.

Dennoch haben die Anlieger berechtigte Interessen während der Bautätigkeit. Deshalb informiert die KVB offen über die einzelnen Bauphasen und bemüht sich, die Bautätigkeit so verträglich wie möglich zu gestalten. Wer Fragen, Sorgen und Probleme aufgrund der Bauarbeiten hat, kann sich an einen Anliegerbeauftragten wenden.

Dabei haben die Nachbarn des Grundstückes in der Kaiserstraße 127 „gute Karten“. Das Baufeld liegt im hinteren Bereich der bisherigen Brachfläche. Somit wird sich Lärm in engen Grenzen halten, viele Einzeltätigkeiten werden kaum wahrgenommen werden. Abbruch- und Rammarbeiten, meist Quelle des größten Lärms, finden auf dieser Baustelle nicht statt.

Mit den Erdarbeiten wurde nun begonnen und im Sommer 2022, der ggf. trocken werden wird, sind die Oberflächen im Rahmen des Tiefbaus bereits befestigt. Jetzt, zu Beginn der Bautätigkeit, ist das Erdmaterial noch feucht, so dass sich Stäube nicht wesentlich ausbreiten werden.

Gearbeitet wird werktags zwischen 7 Uhr und 16 Uhr, ggf. auch bis 18 Uhr. Somit wird eine nächtliche Ruhestörung vermieden. Auch an den Wochenenden findet keine Bautätigkeit statt.

Morgendliche_Ausfahrt-300x225

Die Ein- und Ausfahrten von E-Bussen machen sich – auch wenn sie in kurzen Abständen nacheinander erfolgen – weniger bemerkbar als die von Dieselbussen © Stephan Anemüller/KVB

Auch nach dem Bau werden die Anlieger nur wenig vom Betriebshof mitbekommen. Die E-Busse fahren häufig vor sechs Uhr hinaus zu ihren Linienwegen und kommen meist erst nach 18 Uhr wieder rein.

In der morgendlichen Verkehrsspitze an Wochentagen, dem Berufsverkehr von 6 Uhr bis 9 Uhr, sind es 26 Ausfahrten von insgesamt 95 Ausfahrten des Tages. Die weiteren Ausfahrten finden über den Tag verteilt in anderen Tagesabschnitten statt.

In der nachmittäglichen/abendlichen Verkehrsspitze an Wochentagen, von 16 Uhr bis 19 Uhr, sind es sogar nur zehn Einfahrten von insgesamt 95 des Tages. Auch hier verteilen sich die weiteren Fahrzeugbewegungen zum Betriebshof hin auf die weiteren Tagesabschnitte, ohne dass sich die Busse irgendwann „knubbeln“.

Bei E-Bussen sind während der Fahrt meist nur die Abrollgeräusche der Reifen zu hören, so dass die Busse also weder die Straßen zur falschen Zeit überlasten noch die Nachbarn während der Bettruhe stören.

Durch die Verkehrstätigkeit der KVB wird es nicht zum Stau auf der Kaiserstraße, an der die Zufahrten zum Betriebshof liegen, und im unmittelbar angrenzenden Straßennetz kommen. Die Betriebsleitung kann auch kurzfristig die sogenannten Ein- und Ausrückwege verändern, wenn sich etwa zu ungewöhnlichen Zeiten ein Stau auf der Kaiserstraße befindet.Im Rahmen des Bauabtrages wurde ein Verkehrsgutachten erstellt, das die Unbedenklichkeit der KVB-Verkehre belegt.
 

Porz_Markt-300x225

Die Haltestelle „Porz Markt“ ist ein zentraler Verkehrsknoten der KVB. Neben der Stadtbahn-Linie 7 beginnen bzw. enden hier nicht weniger als sechs Bus-Linien © Stephan Anemüller/KVB

Zukunftsaussichten

Mit dem Betriebshof Porz sind verschiedene positive Aussichten verbunden. Für den Busbetrieb hat die neue Anlage eine große Bedeutung. Bisher hat die KVB für den Busbetrieb lediglich einen zentralen Betriebshof mit Werkstatt in Riehl. Darüber hinaus kann in Hürth der Betriebshof eines Subunternehmers genutzt werden.
Für die Buslinien im Rechtsrheinischen bedeutet das lange „Ein- und Ausrückwege“, also Fahrzeiten, die auf die Wirtschaftlichkeit drücken.

Dabei findet in den Stadtbezirken rechts des Rheins heute bereits
41 Prozent des Busverkehrs statt. Allein an der zentralen Haltestelle „Porz Markt“ beginnen bzw. enden tagsüber sechs Buslinien und abends bzw. nachts drei weitere Linien. Mit dem Betriebshof an der Kaiserstraße werden kurze Wege zum und vom Linieneinsatz realisiert und die Wirtschaftlichkeit der KVB verbessert.

Das bedeutet auch, dass Ersatzbusse schneller vor Ort sind, wenn z. B. die Stadtbahn aufgrund von Linienstörungen getrennt werden muss. Auch werden die Elektrobusse für die normale Wartung und kleine Reparaturen nicht in die Werkstatt nach Riehl gefahren werden müssen. Hier vor Ort können die alltäglichen Dinge erledigt werden, so dass die Busse dann schnell wieder den Fahrgästen zur Verfügung stehen.

Auf Basis der städtischen Strategie „Köln mobil 2025/30“ wird der ÖPNV in den kommenden Jahren deutlich attraktiver werden. Im Jahr 2019 – also vor der Pandemie – verzeichnete die KVB 286 Millionen Fahrgäste. Das Unternehmen rechnet mit einer Zunahme von rund 18 Prozent bis 2030. Das bedeutet auch ein deutliches Wachstum in der Fahrzeugflotte von 247 Bussen (Sommer 2021) auf mindestens 281 Busse (Ende 2022). Hierfür wird mehr Platz benötigt, der in Riehl und Hürth nicht zur Verfügung steht.

E-Bus-Ladung-300x225

Auf dem Betriebshof „tanken“ die E-Busse Ökostrom und fahren mit diesem klima- und umweltfreundlich ohne Emissionen
© Christoph Seelbach/KVB

Zudem erfordert die Umstellung der Flotte von Dieselbussen auf E-Busse zusätzlichen Platz, denn auf den Betriebshöfen muss auch Ladeinfrastruktur integriert werden.

Der neue Betriebshof Porz hat aber auch eine Bedeutung für den Klima- und Umweltschutz. Die Umstellung des gesamten Busbetriebs der KVB auf E-Mobilität bis 2030 wird einen großen Gewinn für den Klimaschutz ausmachen. Während für die gesamte KVB im Jahr 2016 noch einen Ausstoß von 15 Gramm Kohlendioxid (CO2) je Personen-Kilometer verzeichnet wurde – im Vergleich zum Auto bereits ein sehr geringer Wert – wird sich diese Emission bis 2030 auf etwa sieben Gramm CO2 je Personen-Kilometer reduzieren. Die KVB strebt darüber hinaus die Klimaneutralität ab 2035 an.

Ähnliches gilt für andere Emissionen. Auch der Ausstoß von Stickoxiden (NOx) entfällt mit dem Einsatz von E-Bussen. Die KVB setzt im gesamten Unternehmen, also auch im Busbetrieb, nur Ökostrom ein. Dieser wird aus Wind-, Sonnen- und Wasserkraft erzeugt, weshalb weder in den „Kraftwerken“ des Ökostroms, noch durch den Betrieb der E-Busse Kohlendioxid und Schadstoffe ausgestoßen werden.

 

Haben Sie Interesse an weiteren Beiträgen zu Klimaschutz und E-Mobilität?
Dann lesen Sie folgende vorangegangene Beiträge im KVB-Blog:

 
Stadtbahn macht PKW zu Klimaschützern

Smart City KVB: KVB macht Klimaschutz zur runden Sache

Die Smart City KVB wächst

KVB aktiv im Klimaschutz Kölns

Auf dem Weg zu Zero Emission

Ökostrom: Was bedeutet er für den Verkehr?

12 Kommentare

  • Anonymous

    Kann euch bitte mal jemand erklären, wie man Bilder im CMS zuschneidet? Fast jedes Bild in diesem Beitrag ist verzerrt!

  • G. Berndl

    Ich finde ja E-Busse unheimlich toll. Danke für die Ladestation in Mülheim Bf. Die ist mit ihrer 350 kW Ladeleistung schon beeindruckend. Nur die Kontrollleuchte ist in der Nacht etwas zu hell eingestellt und leuchtet wunderbar auch in die 3. Etage hinein.
    Erlaubt mir eine Kritik zu eurem Plan für die Stellplätze in Porz.
    Was meint wohl eure Versicherung dazu, wenn die Stellplätze so dicht aneinander sind?
    Ich meine, in den Akku-Batterien der Busse ist ja jede Menge Energie gespeichert. Im Gegensatz zu fossil betriebenen Bussen, die zwar auch fürchterlich brennen können, lassen sich Akkus nicht so einfach durch Sauerstoffentzug löschen. Nicht dass ich an der Technik grundsätzlich zweifle, aber angesichts diverser Akkubrände in der Vergangenheit -auch bei Busunternehmen- mag ich doch einwerfen, dass durch eine Risikominderung mit mehr Abstand oder deutlich (!) kleinere Kohortenbildung der Fahrzeuge schon in der Planungsphase verhindert werden kann, dass auch in Köln ein großer Fuhrpark abbrennen kann.
    Bitte besprecht das mal mit der Feuerwache 7, die zum Glück nur 3 Minuten weit weg ist.

  • Citarofan_2001

    Echt interessant, von welchem Hersteller sollen die Elektrobusse sein? Werden das die neuen e-Citaro sein oder die elektrischen new lions city? Werden das Gelenk- oder Solobusse sein oder beides? Auf der 133 verkehren ja Elektrobusse von VDL. Es soll ja bei kälteren Temparaturen (0 grad und weniger) teilweise Probleme mit den Akkus gegeben haben. Wird man weiterhin VDLs beschaffen oder von Mercedes oder MAN? Bei den Dieselbussen setzt man ja auf Lions City. Da würden die new lions city als Elektrovariante am besten passen. Auf welchen Linien würden die E-Busse von dort aus denn eingesetzt werden? Wäre mal interessant, Elektrobusse auf der 151/152 zu sehen, da dies eine der längeren Bus Linien ist.

  • Omsiplayer_o405

    Warum werden denn keine e-Citaros beschafft oder lions city e, obwohl die besser sind als die Billigdinger von VDL? Vorher hatte man doch auch die älteren Citaros durch Lions City und Citaro Facelift ersetzt. Außerdem auch nicht schlau, bei der gesamten e-Bus Flotte nur auf einen Hersteller zu setzen. Werden denn zuküftig irgendwann mal Elektrobusse von Mercedes oder MAN beschafft?

    • Hallo Omsiplayer_o405,
      das liegt ganz einfach am Vergabeverfahren. Wenn die Vorgaben erfüllt sind, entscheidet natürlich auch der Preis. Was die Zukunft bringt werden wir sehen, aber auch dann gelten weiter die Vorschriften zum Vergabeverfahren.
      Gruß
      Markus

      • Omsiplayer_o405

        Dann sollte man die „Vorschriften“ mal überdenken. Komischerweise hatte man bei den Dieselbussen nie auf auf VDL gesetzt und zuletzt ja neue Lions City beschafft. Bei den Elektrobussen hatte die KVB 2016 dann auf einmal VDLs beschafft. Scheinbar war das damals die beste Lösung, da es noch nicht so viele Einsatzbereite Elektrobusse gab.
        Jetzt gibt es ja die Lions City e und die e Citaros. Man könnte doch auch zukünftig eine gemischte Busflotte aus e Citaro und Lions City e zusammenstellen.
        Nicht ohne Grund wurden die letzten Jahrzehnte Busse von MAN und Mercedes eingesetzt. Es fuhren schon o405er und NLs durch köln, als es den VDL Citea noch nicht mal gab.
        Auch der Hybridbus ist ein Lions City.
        MAN und Mercedes sind einfach besser als VDL.

  • Busspotter

    warum gibt es in köln keine überlangen busse wie den capacity auf den hoch ausgelasteten linien? statt elektro vdls zu kaufen sollte man mal lieber darüber nachdenken.

  • TheOmsi2Fan

    Könnt ihr mal ein Video über die Baustelle des Betriebshofes in Porz auf dem KVB Youtube Channel machen? Würde mich interessieren ob es da schon was zu zeigen gibt.

Schreibe einen Kommentar

Mit der Freigabe Ihres Kommentares von Seiten der KVB wird der von Ihnen angegebene Name/das Pseudonym zusammen mit dem Kommentar veröffentlicht. Alle Informationen zu den geltenden Datenschutzbedingungen finden Sie hier: www.kvb.koeln/datenschutz (Stichwort: KVB-Blog: Kommentieren eines Blog-Beitrags)*